So reagiert Rapid auf die EL-Auslosung

So reagiert Rapid auf die EL-Auslosung Foto: © GEPA
 

Der SK Rapid Wien kennt sein Los für die Gruppenphase der UEFA Europa League 2020/21!

Mit dem FC Arsenal ist den Hütteldorfern ein Hammer-Gegner zugelost worden. Molde FK aus Norwegen und Dundalk aus Irland runden die letztlich doch machbare Gruppe (die zwei besten steigen auf) ab.

"Über das Los kann man sich definitiv nicht beschweren. Ich glaube, dass wir zufrieden sein können und das sind wir auch", zeigt sich Rapid-Cheftrainer Dietmar Kühbauer in einer ersten Stellungnahme gegenüber "PULS24" doch ziemlich erleichtert über die Auslosung.

"Ich denke, dass die Gruppe eine gute Gruppe für uns ist, wobei Arsenal natürlich der absolute Favorit auf den Gruppensieg ist. Wir werden dann schauen, dass wir mit Molde und Dundalk um den zweiten Platz kämpfen", versucht Kühbauer eine kleine Hackordnung in der Gruppe herzustellen.

Kühbauer bei Arsenal-Heimspiel wehmütig

Ein bisschen Wehmut zeigt Kühbauer allerdings im Hinblick auf das Heimspiel gegen Arsenal, dem laut UEFA-Vorschriften im besten Fall nur 30 Prozent der Zuschauer, die im Normalfall ins Stadion dürften, beiwohnen könnten - allerdings auch nur dann, wenn dies von den nationalen Behörden goutiert wird.

"Wenn man ein volles Stadion haben könnte, wäre das natürlich eine unglaubliche Geschichte. Dieses Spiel will jeder gerne haben und ich denke auch, dass das meine Spieler gerne haben wollen. Aber es ist natürlich ein übermächtiger Gegner, trotzdem muss man das Spiel erst spielen", so Kühbauer.

Arsenal hat mit Rang acht eine verkorkste Saison in der Premier League hinter sich, holte sich dank des Triumphes im FA-Cup aber doch noch das internationale Ticket. Diese Saison sind die "Gunners" nach drei Spielen Fünfter.

"Wenn ich an das Emirates Stadium denke, dort aufzulaufen, da geht einem das Herz auf", sagte Kühbauer voller Vorfreude. Viermal traten österreichische Klubs bisher im Europacup gegen den 13-fachen englischen Meister an, dabei gab es je zwei Siege und Niederlagen.

"Wollen uns so teuer wie möglich verkaufen"

"Die anderen beiden Gegner sind aber in Reichweite. Wir werden alles daran setzen, dass wir uns vor ihnen platzieren", formuliert der Rapid-Cheftrainer ein klares Ziel für die Gruppenphase.

Mit Molde geht es zudem gegen den vierfachen und regierenden norwegischen Meister. Der verpasste nur aufgrund der Auswärtstorregel im Duell mit Ferencvaros Budapest den Einzug in die Champions-League-Gruppenphase. "Ich habe die Partie gesehen, sie haben keine schlechte Mannschaft", warnt Kühbauer vor Molde, dem Ex-Klub von Dortmund-Stürmer Erling Haaland.

Die große Unbekannte ist mit Dundalk, der 14-malige irische Champion. "Es ist eine Mannschaft, die ich nicht so am Radar habe", muss auch Sport-Geschäftsführer Zoran Barisic eingestehen.

Nach dem Out gegen Celje in der CL-Quali konnte man in der Europa-League-Quali die Hürden Inter Club d'Escaldes, Sheriff Tiraspol und Klaksvik mit Mühe meistern. "Es ist eine interessante und sicher nicht leichte Gruppe, in der wir nicht der Favorit sind. Wir freuen uns auf die Spiele und wollen uns so teuer wie möglich verkaufen", erläutert Barisic.

Der erste Spieltag der Gruppenphase wird dam 22. Oktober über die Bühne gehen. Den genauen Spielplan will die UEFA im Laufe des Freitags noch veröffentlichen.

Spieltermine: 22. Oktober, 29. Oktober, 5. November, 26. November, 3. Dezember, 10. Dezember

Rapid hofft auf mehr Zuschauer in Wien

Antreten wird Rapid in einem in Anlehnung an den Mitropacup-Sieg 1930 gestalteten neuen grün-weißen Dress. Offen ist noch, ob Rapid mit dem aktuellen Kader die Spiele bestreiten wird. Je näher das Ende der Transferperiode am 5. Oktober rückt, umso mehr häufen sich wieder Gerüchte über den einen oder anderen Abgang im Lager der Wiener.

"Es hat immer wieder Interesse gegeben, aber noch nie das Angebot, wo wir sagen, das müssen wir machen", gibt Barisic Einblick. Ändern könnte sich das noch. "Je näher es hingeht zum Ende, umso aggressiver werden die Spielermanager", ist sich der 50-Jährige bewusst. Es könne, müsse aber nicht mehr zwingend etwas passieren.

Eine positive Nachricht gab es am Donnerstag hingegen von der UEFA, zumal in der Gruppenphase wieder Zuschauer zugelassen sind. Weniger erfreulich für die Hütteldorfer ist, dass die von der UEFA genehmigte Regelung von bis zu 30 Prozent der Stadionkapazität aufgrund der behördlichen Einschränkung von maximal 3.000 Fans in Österreich nicht erlaubt ist.

"Wir sind im Austausch mit der Politik und der Überzeugung, dass es wie es die UEFA oder Deutschland vormachen, mit einer prozentuellen Orientierung an der Kapazität viel sinnvoller ist. Über den Kamm zu scheren mit 3.000, ist für uns unzweckmäßig", schildert Wirtschafts-Geschäftsführer Christoph Peschek seine Sicht.

Mehr als die Hälfte des Rapid-Budgets sei Spieltags-bezogen. "Der wirtschaftliche Schaden ist enorm und liegt bei der aktuellen Regelung auf jeden Fall im zweistelligen Millionenbereich", so Peschek.


Textquelle: © LAOLA1.at/APA Zum Seitenanfang »

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