Rückkehrer Schobesberger nährt Rapids Hoffnung

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Klein, quirlig, überdreht, ausgefuchst, torgefährlich und pfeilschnell - das alles trifft auf Philipp Schobesberger zu.

Und all diese Eigenschaften gingen seinem Klub SK Rapid in letzter Zeit ab wie ein Bissen Brot. Den Ausfall des Offensivspielers seit Mitte August haben die Grün-Weißen nie richtig wegstecken können.

Drei Monate später steht der im Dezember 23 Jahre alt werdende rechte Mittelfeldspieler wieder im Kader der Hütteldorfer. Und nährt so die Hoffnung, dass alles wieder gut wird.

"Zum Zuschauen komme ich nicht mit"

Eine Knorpel-Absplitterung im rechten Knie stoppte den Lauf des Shootingstars der vergangenen Jahre.

Es hätte alles noch viel schlimmer kommen können als die dreimonatige Zwangspause, doch eine erfolgreiche Operation und der gute Heilungsverlauf ließen die Rückkehr auf den Platz noch im Jahr 2016 gelingen.

Beim ersten Training von Damir Canadi vor eineinhalb Wochen stand auch Schobesberger erstmals wieder im Mannschaftstraining - noch nicht voll belastbar, aber mit viel Freude, Spaß und dem Willen, schnell wieder in die Spur zu finden.

Vor dem Gastspiel in Genk posaunte er, mit in die Frisur einrasierter Nummer 7, bereits wieder: "Mir geht es sehr gut. Ich bin einsatzfähig, sonst wäre ich nicht mit. Zum Zuschauen komme ich nicht mit, aber für 90 Minuten wird es noch nicht reichen."

Schobesbergers Schnelligkeit ermöglicht Rapid altbekannte Möglichkeiten

Als "Joker" könnte der 1,76-Meter-Mann mit Sicherheit für Impulse sorgen, auch ein Einsatz von Beginn an ist aber nicht ausgeschlossen, da sein eigentlicher Ersatz Arnor Traustason zuletzt nicht einmal im Kader stand und bisher nur selten überzeugen konnte. Die Entscheidung fällt jedoch erst kurz vor dem Anpfiff.

Trotzdem ist Trainer Damir Canadi in Tagen der Verletzungs-Seuche glücklich, einen Spieler mit dem Potenzial Schobesbergers in seinen Reihen begrüßen zu dürfen. "Es freut uns, dass er da ist. Ich denke, er kann mit seiner Schnelligkeit auch der Mannschaft helfen."

Schobesberger brennt auf sein Comeback. Die Informationen des neuen Chefbetreuers saugt er interessiert auf. Vor allem hofft er aber, dass ihm dieser die Rückkehr nach seiner langen Verletzungspause ermöglicht.

"Ich hoffe, dass er große Stücke auf mich setzt. Und ich hoffe, dass ich der Mannschaft helfen kann, mit Leistungen wie vor meiner Verletzung."

Fast makellose Bilanz

Diese waren zum Saisonbeginn mitverantwortlich dafür, dass Rapid national einen vielversprechenden Start hinlegte und auch in der Europa-League-Qualifikation alles zugunsten der Wiener lief.

Mit Schobesberger weist Rapid eine fast makellose Bilanz auf. Stand der Flügelflitzer auf dem Platz, verlor Rapid lediglich eines von bewerbsübergreifend insgesamt acht Spielen (0:1 in Altach in der 2. Bundesliga-Runde).

Abgehsehen davon fuhr Rapid drei Liga- (Ried, Austria, Admira), einen Cup-Sieg (Karabakh) sowie zwei Siege (Zhodino, Trencin) und ein Remis (bei Zhodino) in der Europa-League-Quali ein.

Dabei glänzte der nach seinem Super-Start bei Rapid 2014 zwischenzeitlich in ein Loch gefallene, aber danach wiedererstarkte Oberösterreicher mit sieben Torvorlagen in acht Einsätzen. Nur ein Treffer blieb ihm bis dahin verwehrt.

Schobesbergers Stärken wurden schmerzlich vermisst

Was seit seiner Verletzung im Playoff-Hinspiel in Trencin bei Rapid passierte, ist hinlänglich bekannt. Ohne ihn kassierten die Hütteldorfer in der Bundesliga vier Niederlagen, mussten fünf Remis hinnehmen und konnten nur zwei Siege verbuchen.

Dazu kamen zwei Cup-Erfolge, ein Europacup-Sieg (Genk), zwei Niederlagen (Rückspiel gegen Trencin, Bilbao) und zwei Remis (Sassuolo Hin- und Rückspiel). An dieser Statistik und am Fehlen von Schobesberger verzweifelte schlussendlich auch Mike Büskens, der den Trainerstuhl räumen musste.

Und auch Canadi bemerkte in der kurzen Zeit bei Rapid, spätestens nach dem 1:2 in Salzburg, dass Rapid zwar über technisch versierte Akteure verfügt, es jedoch - gerade im Vergleich mit den Bullen - an Schnelligkeit mangele.

Diese bringt der Sprintkönig mit Sicherheit mit, zudem scheut er keine Eins-gegen-Eins-Duelle und eröffnet so Räume für seine Mitspieler. Allesamt Eigenschaften, die Rapids Hoffnung nähren, dass alles wieder gut wird.


Alexander Karper


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