Rapid dank Selbstkritik mit Reaktion in Genk?

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Der SK Rapid tritt nicht gerade mit viel Selbstvertrauen die Auswärtsreise zum Europa-League-Spiel gegen KRC Genk an.

Die richtungsweisende Woche begann mit einer Demütigung beim 1:2 in Salzburg. Trainer Damir Canadi vertraut seiner Mannschaft jedoch, den Schalter umlegen zu können:

"Die Mannschaft ist sehr selbstkritisch, sie weiß auch, was sie gut und vielleicht nicht so gut gemacht hat. Da arbeiten wir gemeinsam Hand in Hand. Ich denke, da haben wir auch die richtigen Analysen getroffen."

Das bestätigt auch der zum Kapitän beförderte Mario Sonnleitner: "Wir wissen, dass das keine gute Leistung war."

Überall noch Luft nach oben

Zumindest ein Punkt muss in Genk herausschauen, will man unabhängig von den anderen Gruppen-Gegnern noch bis zum letzten Spieltag im Rennen um den Aufstieg bleiben.

Canadi fordert eine Reaktion, das bisher Erarbeitete soll auch auf den Platz gebracht werden. Das bedeutet:

"Dass wir uns das miteinander erarbeiten, natürlich auch anders auftreten müssen, sei es von der Laufbereitschaft, dem Einsatz oder dem Zweikampfverhalten aber auch unseren Möglichkeiten her, die wir im Spiel haben. Da haben wir überall noch Luft nach oben."

Mit Kompaktheit, Stabilität, Zweikampf- sowie Lauf-Bereitschaft und der richtigen Balance sollen in Genk die wahren Qualitäten der Mannschaft offensichtlich werden. Der Chefbetreuer spricht auch nicht von "Baustellen", sondern nur von der "Arbeit".

"Menschlich, dass die Jungs nicht bei 100 Prozent stehen"

Trotzdem ist es für ihn durchaus nachvollziehbar, dass ein Großteil der Spieler derzeit nicht ihr Maximum abrufen können bzw. vor Selbstbewusstein strotzen.

"Das ist auch normal, wenn man die Saison nicht so spielt, wie man sich das vorgenommen hat. Der Druck wächst, man merkt es auch von außen, auch von den Zuschauern. Ich denke, dann ist es auch menschlich, dass die Jungs nicht bei hundert Prozent stehen."


Sonnleitner außer sich: "Der wü mi umbringen"


Dazu gesellten sich viele Verletzungen und Übergangsphasen, die es erst einmal zu verkraften galt. Zum Glück aus grün-weißer Sicht stehen Philipp Schobesberger und Christopher Dibon erstmals wieder nach Zwangspausen im Kader, dafür verletzte sich am Sonntag mit Thomas Murg neuerlich ein Leistungsträger.

Ansonsten gibt es noch eine weitere Veränderung im Kader. Tomi, gegen Salzburg noch Torschütze per Elfmeter, fehlt, dafür rückt der zuletzt ignorierte Arnor Traustason ins Aufgebot.

"Wir wollen drei Punkte holen"

Diese Entscheidung soll laut Canadi allerdings nichts mit dem unrühmlichen Verhalten des Spaniers gegen Salzburg zu tun haben, als er Torhüter Alexander Walke den Ball mit der Faust aus der Hand schlug und sich danach mit seinen Landsmännern auf der Salzburger Betreuerbank verbal anlegte.

Das Salzburg-Spiel ist ohnehin schon abgehakt. Mit Genk hat sich das Trainerteam längst intensiv beschäftigt, die Vorbereitungen dauern bis zum Anpfiff an. Noch ist in der Gruppe alles möglich - vom vorzeitigen Ausscheiden bis hin zum Überwintern im Europacup. Deshalb gibt es eine klare Marschroute.

"Wir wollen drei Punkte holen, mit der Einstellung fahren wir hin. Ich werde versuchen, der Mannschaft das bestmögliche Korsett mitzugeben, damit wir auch auf die Qualität der Mannschaft, die wir zur Verfügung haben, richtig reagieren", so Canadi.

Dazu muss die Mannschaft ein anderes Gesicht als zuletzt zeigen. Die Selbstkritik könnte jedoch der erste Schritt zu einer positiven Reaktion auf dem grünen Rasen sein.


Alexander Karper


VIDEO: Hier eskaliert der Schlager (ab Minute 03:42)


Alexander Karper und Bernhard Kastler analysieren den Schlager:


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