La Real: Diese Männer muss man kennen

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Es läuft nicht rund bei Real Sociedad. Die Mannschaft aus dem Baskenland hat in der Meisterschaft fünf der letzten sechs Spiele verloren.

Jetzt kommt der FC Red Bull Salzburg nach San Sebastian, um im Sechzehntelfinal-Hinspiel der UEFA Europa League die Krise der "Txuri-Urdinak" zu prolongieren. Donnerstag, ab 19 Uhr, im LIVE-Ticker >>>

Nichtsdestoweniger wartet auf die "Bullen" eine starke Mannschaft mit einigen interessanten Personalien. Ehemalige Profis von Real Madrid, aufstrebende Jungstars, die von Top-Klubs umworben werden, eine echte Legende und Spieler, deren Karrieren nicht so vielversprechend verlaufen sind wie sie ursprünglich begonnen haben.

LAOLA1 stellt die wichtigsten Männer in den Reihen von Real Sociedad vor:

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Geronimo Rulli

Der Argentinier ist in seiner vierten Saison als unumstrittener Stammgoalie von La Real. Den Durchbruch schaffte der 1,89 Meter große Goalie in seiner Heimat bei Estudiantes, wo er vom Verletzungspech der Nummer eins Agustin Silva profitierte und nach seinem Debüt prompt eine Torsperre von 558 Minuten ohne Gegentreffer hinlegte. Im Sommer 2016 kaufte Manchester City den Keeper, der davor schon zwei Leihsaisonen im Baskenland verbracht hatte und gab ihn sofort abermals leihweise an Real Sociedad ab. Im Sommer hat der Klub aus San Sebastian den inzwischen 25-Jährigen fix verpflichtet, doch City besitzt ein Rückkaufrecht. Ins argentinische Nationalteam wird Rulli regelmäßig einberufen, auf sein Debüt wartet er aber noch. Im Sommer soll Napoli 22 Millionen Euro für seine Dienste geboten haben, vergeblich.


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Xabi Prieto

Dieser Mann ist Real Sociedad. In San Sebastian geboren, mit fünf Jahren zum ersten Mal Abo-Besitzer, über den eigenen Nachwuchs den Sprung in die erste Mannschaft geschafft, als Profi nie für einen anderen Klub gespielt. Der 34-Jährige ist Kapitän und Herz der Mannschaft. Über 500 Spiele hat der Mittelfeldspieler, der zumeist auch für die Standards zuständig ist, für die „Txuri-Urdinak“ bestritten, das haben vor ihm nur vier andere Männer geschafft. Der ehemalige spanische U21-Internationale hat mit dem Klub schon alles mitgemacht: Zwölf Trainerwechsel, Abstieg, Aufstieg, Konkurs, CL-Quali.


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Asier Illarramendi

Der 27-Jährige zieht die Fäden im defensiven Mittelfeld der Basken. Auch er ist ein Eigengewächs des Klubs und hat im Alter von 20 Jahren unter Martin Lasarte in der zweiten Liga sein Debüt gefeiert. Nach dem Aufstieg hat sich Illarramendi rasch zu einem der begehrtesten Mittelfeldspieler von La Liga gemausert – im Sommer 2013 schlug Real Madrid zu und legte mit 32 Millionen Euro mehr Geld auf den Tisch als jemals zuvor für einen Spanier. Doch bei den „Königlichen“ wurde er nie so richtig glücklich, obwohl er regelmäßig zum Einsatz kam. Nach zwei Jahren folgte die Rückkehr nach San Sebastian, für rund die Hälfte der damaligen Ablösesumme. In der laufenden Saison hält der dreifache Teamspieler in 22 Liga-Spielen bei sechs Toren und vier Assists, aktuell wird er mit einem Wechsel zu Borussia Dortmund in Verbindung gebracht.

VIDEO: Illarramendi mit einem feinen Solo und einem Tor:



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Alvaro Odriozola

Der Rechtsverteidiger ist einer der Shootingstars des Jahres 2017. Erst im Jänner 2017 feierte der mittlerweile 22-Jährige sein Debüt bei den Profis von La Real, seither ist er aus der Startelf der Basken nicht mehr wegzudenken. Im Oktober 2017 wurde der Rechtsfuß, der seit seinem elften Lebensjahr für den Klub spielt, mit seinem ersten Einsatz in Spaniens Nationalteam belohnt. Kein Wunder, dass Real Madrid bereits um seine Dienste buhlt. Im Winter wurde damit spekuliert, dass Odriozola als Ersatzmann für Dani Carvajal verpflichtet wird, Real Sociedad stellte aber klar, dass die „Königlichen“ die festgeschriebene Ablösesumme von 40 Millionen Euro bezahlen müssen, wenn sie den Transfer verwirklichen wollen. Spätestens im Sommer wird dieses Thema wieder aktuell.


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Mikel Oyarzabal

Sie nennen ihn „Bigfoot“, was aufgrund seiner Schuhgröße 47 bei einer Körpergröße von 1,80 Metern nicht weiter verwunderlich ist. Seit David Moyes dem damals 18-Jährigen zu seinem Debüt verholfen hat, fühlen sich die baskischen Fans an Antoine Griezmann erinnert – dribbelstark, pfeilschnell, Zug zum Tor. Der Eigenbauspieler, der mit 14 Jahren zum Klub gekommen ist, kommt am linken wie am rechten Flügel zum Einsatz und sammelt regelmäßig seine Scorerpunkte. Im Sommer 2016 hätte Athletic Bilbao fast die Ausstiegsklausel in der Höhe von 40 Millionen Euro aktiviert, inzwischen sind weitaus größere Klubs an den Diensten des Basken, der ein Länderspiel in den Beinen hat, interessiert.


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Sergio Canales

Die Karriere des Kickers, der am Tag nach dem EL-Hinspiel gegen RB Salzburg seinen 27. Geburtstag feiert, ist ein nie eingelöstes Versprechen. Ab dem Zeitpunkt seines La-Liga-Debüts für Racing Santander  im Alter von 17 Jahren wurde der Youngster fast zwei Jahre lang konsequent als Wunderkind bezeichnet. Real Madrid ließ sich die Chance nicht entgehen und schnappte sich das Supertalent im Sommer 2010. Doch der Wechsel kam zu früh, Real-Coach Jose Mourinho hatte nie wirklich Vertrauen in die Dienste des Nachwuchs-Teamspielers. Nach nur einer Saison gab Real den Jungstar – zunächst leihweise, dann fix – an Valencia ab. Es folgten zwei Kreuzbandrisse binnen kurzer Zeit und der Wechsel nach San Sebastian im Jänner 2014. Unumstrittener Stammspieler ist der Offensiv-Allrounder auch dort nicht.


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Juanmi

Nach seiner ersten richtig guten Saison bei seinem Heimatklub FC Malaga – ihm gelangen in 34 Liga-Spielen acht Tore, außerdem durfte er im Nationalteam ran – heuerte der Angreifer im Sommer 2015 in der Premier League an. Doch beim FC Southampton sah der Spanier kein Land, in 19 Pflichtspielen gelang ihm kein einziges Tor. Real Sociedad war ein willkommener Ausweg, für fünf Millionen Euro sicherten sich die Basken die Rechte am 24-Jährigen. Mit elf Meisterschaftstoren hat Juanmi seinem aktuellen Arbeitgeber das Vertrauen zurückgezahlt. In der laufenden Saison läuft es nicht so gut, der zweifache U19-Europameister ist nicht mehr gesetzt. Weil der brasilianische Goalgetter Willian Jose aber verletzt ist, dürfte Juanmi an vorderster Front die erste Wahl sein.


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Adnan Januzaj

Der Hype war riesig im Oktober 2013. Der 18-jährige Adnan Januzaj hatte bei seinem ersten Premier-League-Spiel von Beginn an, sein drittes insgesamt, einen Doppelpack für Manchester United erzielt. Die prophezeite Weltklasse-Karriere ist der belgische Teamspieler bisher aber mehr als nur schuldig geblieben, seit seinen zwei Treffern im Spiel gegen Sunderland kamen in Profi-Bereich gerade mal sechs weitere dazu. Der Youngster, Januzaj ist immer noch erst 23 Jahre alt, hat sich während seinen Leihzeiten bei Borussia Dortmund und Sunderland ebensowenig durchsetzen können wie bei den „Red Devils“. Im Sommer hat der Kicker mit kosovo-albanischen Wurzeln in San Sebastian angeheuert und ein wenig zurück in die Spur gefunden, wenngleich er auch hier keinen Stammplatz hat. Dank einer starken Phase von Mitte Oktober bis Ende November stehen in der Meisterschaft aber immerhin fünf Scorerpunkte zu Buche.


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Eusebio

Andoni Zubizarreta, Ronald Koeman, Pep Guardiola, Michael Laudrup, Hristo Stoichkov,… Ende der 1980er-, Anfang der 1990er-Jahre war Eusebio Sacristan Teil jener legendären Barcelona-Mannschaft, die unter Trainer Johan Cruyff von Titel zu Titel eilte. Vier Meistertitel, Europacup-Sieger der Landesmeister und Europacupsieger der Pokalsieger stehen auf seiner Visitenkarte als Spieler. Nach seinem Karriereende bei Real Valladolid kehrte der frühere Mittelfeldspieler zu Barca zurück und arbeitete als Co-Trainer unter Frank Rijkaard und Pep Guardiola, ehe er nach einem kurzen Gastspiel als Cheftrainer bei Celta Vigo (März 2009 bis Juni 2010) von 2011 bis 2015 Trainer der Barca-B-Mannschaft war. Seit November 2015 sitzt der 53-Jährige bei Real Sociedad auf der Bank, forciert dort ein 4-3-3-System, das auf Ballbesitz ausgelegt ist. Im Frühjahr durfte sich Eusebio Chancen auf den freien Platz auf Barcas Trainerbank ausrechnen, sagte aber von sich aus ab. Mittlerweile ist er in San Sebastian nicht mehr unumstritten, Getafe-Coach Pepe Bordalas wird als möglicher Nachfolger gehandelt.



Textquelle: © LAOLA1.at

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