Canadi prophezeit Rapid-Legionären harte Zeiten

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Beim SK Rapid weht nun ein anderer Wind!

Seit Damir Canadi in Wien-Hütteldorf angeheuert hat, gibt es klare Ansagen. Nach dem 1:2 bei RB Salzburg prophezeit der 46-jährige Wiener vor allem den vielen Legionären im Kader schwierige Zeiten.

"Wenn ich die Einstellung habe, dass ein Ausländer 20 Prozent besser sein muss als ein Österreicher, dann bin ich auf der Ebene momentan nicht zufrieden", stellte der Chefbetreuer klar. Neun Legionäre stehen derzeit im Kader, sechs dürfen am Spielblatt stehen.

"War mit den Ausländern nicht zufrieden"

Eine Entwicklung, die sich unter dem beurlaubten Sportdirektor Andreas Müller und Vorgänger Mike Büskens so angebahnt hat und vor allem den Trainer vor einige Probleme stellt.

Auch Canadi muss diese nun ausbaden und Woche für Woche die Entscheidung treffen, wer es nicht einmal auf die Ersatzbank sondern nur auf die Tribüne schafft.

"Wo sicher Verbesserungspotenzial bei uns liegt – und da mache ich mir Sorgen – ist, dass ich neun Ausländer habe, und ich mit denen nicht zufrieden war", übte Canadi nach dem Gastspiel in der Mozartstadt Kritik.

Srdjan Grahovavc, der nach seiner Einwechslung die Lücke in der Zentrale stopfte, nahm er davon aus.


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Viel mehr im Visier scheinen wohl Spieler wie Joelinton, der nach 33 Minuten bereits ausgewechselt wurde, und Ivan Mocinic, der nach 67 Minuten Platz machen musste, zu stehen.

"Wenn du ins Ausland gehst, musst du Leistung abrufen"

Auf Namen wollte Canadi aber nicht explizit eingehen. Viel mehr beschäftigt ihn das Grundproblem.

"Es geht nicht um einzelne Personen. Ich denke, es ist sehr wichtig, dass du weißt, wenn du ins Ausland gehst, dass du Leistung abrufen musst. So bin ich jetzt nicht zufrieden, wie es ist. Wir haben sehr viele davon, wir haben neun, ich kann nur sechs nominieren jedes Wochenende. Ich denke, da muss ein Konkurrenzkampf stattfinden", führte der neue Mann bei Rapid die Diskussion fort.


Alexander Karper und Bernhard Kastler analysieren den Schlager:


Jan Novota, Steffen Hofmann und Arnor Traustason fehlten gegen Salzburg im Kader. Ersterer, da man diesen Platz schon unter Büskens nicht mit einem Torhüter besetzen wollte, Zweiterer verletzungsbedingt und der Isländer aus anderen Gründen. Schließlich kehrte dieser erst am Donnerstag vom Nationalteam zurück und konnte sich scheinbar nicht aufdrängen.

Dafür durfte Tomi erstmals nach einem halben Jahr wieder auf die Ersatzbank, wurde eingewechselt und markierte per Elfmeter sogar den zu späten Anschlusstreffer aus Rapid-Sicht.

"Werde eher den Jungen die Chance geben"

Canadi bringt also die Einstellung mit, dass Legionäre - die zum Teil sehr gut bezahlt sind - noch mehr leisten müssen als andere, um ihre Aufstellung zu rechtfertigen.


VIDEO: Hier eskaliert der Schlager (ab Minute 03:42)


Ansonsten zeigt er keine Scheu, auf große Namen zu verzichten und an deren Stelle auf gute, ambitionierte und topmotivierte Jungspunde zu setzen, die sich noch entwickeln können.

"Bei den Legionären haben wir Luft nach oben, das sage ich auch ganz klar. Da werde ich den Jungen die Chance eher geben, als irgendwen zwingen zu spielen, der vielleicht nicht die hundert Prozent erreicht", kündigt Canadi deshalb an.

"Ich habe auch junge Talente wie Philipp Malicsek oder Tamas Szanto, die haben auch Qualität. Wenn sie gleichwertig ist, wird der Österreicher spielen." Der Ex-Admiraner spielte unter Büskens noch überhaupt keine Rolle, zeigt jedoch gute Ansätze.

Youngster schöpfen Mut, Legionäre unter der Lupe

Szanto steht schon seit Saisonbeginn im Rampenlicht und ist ein Sonderfall. Denn der 20-jährige Ungar gilt momentan noch nicht als Ausländer, da er vor Vollendung des 18. Lebensjahres zum ersten Mal in Österreich registriert wurde und für die U22 (Stichtag 1.1.1995) spielberechtigt ist. Somit kann er beliebig eingesetzt werden.


Sonnleitner und seine Sicht der Dinge:


Auch andere Namen wie Manuel Thurnwald, Maximilian Entrup, Maximilian Wöber, Kelvin Arase oder Torhüter Paul Gartler könnten deshalb mehr in den Fokus rücken - sollten die Legionäre nicht besser performen.

Nur weil diese auf dem Prüfstand stehen, heißt das aber nicht, dass sie keine Chance mehr bekommen. Im Gegenteil. Vielleicht ist gerade Canadis Weckruf dafür entscheidend, dass diese zur ihrem wahren Leistungs-Niveau finden.

Fakt ist, dass unter Canadi ein neuer Wind weht, Junge neuen Mut schöpfen und Legionäre genau unter die Lupe genommen werden. Eine Stammplatz-Garantie gibt es ja ohnehin für niemanden.


Alexander Karper



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