Ammar Helac
90 Minuten
Die eigentliche Nummer zwei spielte bei seinem ersten Europacup-Match zu Null.
Wirklich viel zu halten gab es für den Khudyakov-Ersatz allerdings nicht. In der ersten Hälfte kam er einmal gut aus seinem Tor hinaus, die Klärung ging zwar zum Gegner, doch gefährlich wurde Marseille daraus nicht.
Musste in der 70. Minute nach einem Distanzschuss erstmals wirklich eingreifen und wurde auch anschließend kaum gefordert. Dass es bei Helac "nur" für eine Drei reichte, lag also weniger an ihm und mehr an der geringen Gefahr des Gegners.
Arjan Malic
90 Minuten, Gelb
Eine richtig gute Leistung des Bosniers. In den Zweikämpfen überaus robust, ob im Tackling oder per Grätsche - wie kurz vor der Pause gegen den Ex-Bremer Garcia.
Auch nach der Einwechslung des eigentlichen Marseille-Starspielers Paixao (35 Mio. Marktwert) kam er nicht ins Schwimmen, verteidigte etwa eine Eins-gegen-Eins-Situation gegen den Brasilianer nach einer guten Stunde staubig weg.
Joshua Quarshie
90 Minuten
Leistete sich keine wirklichen Fehler. Einzig beim Stangenschuss von Abdallah (40. Minute) blieb er zu passiv.
Dafür blockte er Gouri nach einer Abdallah-Flanke stark ab, woraufhin der Algerier nicht zum Kopfball kam. Brachte 83 Prozent seiner Pässe an und gewann drei von vier Kopfbällen.
Paul Koller
90 Minuten
Paul Koller - ein Monster in der Luft. Der linke Innenverteidiger entschied jedes seiner sechs Kopfballduelle für sich. Im Verbund mit Quarshie, Malic, Balbo und Hödl ließ der 24-Jährige kaum Chancen des eigentlichen Favoriten zu.
Luis Balbo
90 Minuten
Rutschte kurz vor Spielbeginn doch noch in die Startelf, weil Heil beim Aufwärmen etwas am Muskel spürte.
Die Kurzfristigkeit seines Einsatzes merkte man jedoch überhaupt nicht. Von der ersten Minute hinweg war der Venezolaner giftig und richtig stark in den Zweikämpfen.
Mit Fortdauer des Spiels ist er auch offensiv immer besser hineingekommen, hat mit guten Vorstößen auf seiner linken Seite durchaus für Gefahr gesorgt.
Jacob-Peter Hödl
Bis zur 87. Minute
Musste in der ersten Hälfte immer wieder zur Fünferkette auffüllen, arbeitete aber gut nach hinten.
Eine der besten Grazer Chancen verpasste der Youngster nach 31 Minuten, auch wenn der Pass an die zweite Stange nicht super einfach zu nehmen war.
Nach der Pause dann als klarer Wingback auf rechts. Hödl war bis zu seiner späten Auswechslung umtriebig, bemüht, aber auch mit dem Ball etwas glücklos.
Jan-Gorenc Stankovic
90 Minuten
Die personifizierte Ordnung im Spiel der Grazer.
Der Kapitän strahlte Ballsicherheit aus, fing immer wieder Bälle ab, gewann Zweikämpfe und ärgerte die Gegenspieler. Schaffte es einmal mehr, ohne einer Gelben Karte davonzukommen, obwohl er einige Fouls dabei hatte.
Luca Weinhandl
Bis zur 90. Minute, Vorlage, Gelb
Seine Vorlage zum 1:0 dient als Paradebeispiel der Sturm-Spielweise. Gegen Kamissoko erobert der 17-Jährige 30 Meter vom Tor den Ball. Daraufhin findet er den späteren Torschützen Diakité sofort in der Tiefe.
Auch ansonsten immer wieder mit guten Aktionen in der Offensive (Distanzschuss, Torschussvorlage auf Matoshi) sowie im Angriffspressing. Spielte gemeinsam mit Seidl die meisten Chancen im Spiel heraus, kam obendrein noch auf die meisten Ball-Recoveries (12) aller Spieler.
Außerdem ist die Leichtigkeit und Ruhe, mit der sich der Teenager aus engen Räumen befreit, nach wie vor einfach außergewöhnlich.
Valmir Matoshi
90 Minuten
Vom Start hinweg präsent. Etwa schon nach sechs Minuten, als er sich durchtankte und stark nachsetzte. Den gefährlicheren seiner zwei Torschüsse haute er nach 34 Minuten daneben.
Simon Seidl
90 Minuten
Bis zur Pause als zweiter Stürmer neben Diakité aufgelaufen. Fiel zuerst durch sein starkes Angriffspressing auf.
War an zwei der drei Sturm-Großchancen in der ersten Hälfte direkt beteiligt: Nach einem Top-Zuspiel auf Hödl - an zwei Gegnern vorbei - erwischte sein Teamkollege die Kugel aber nicht ideal. Noch etwas größer war Seidls eigene Chance in der 38. Minute. Nach einem horrenden Fehlpass eines Marseille-Spielers ging sein Lupfer nur an die Latte. Ohne diese Aktion wäre man an einem Einser nicht vorbeigekommen.
Denn in Durchgang zwei war Seidl der auffälligste Offensivspieler von Sturm, kreierte wie Weinhandl drei Chancen.
Oumar Diakité, Tor, Gelb
Bis zur 45. Minute
Er trifft und trifft und trifft. Diakité erzielte gegen Marseille sein siebtes Tor im siebten Spiel für Sturm. Nach Balleroberung und Assist von Weinhandl bleibt er vor dem Führungstor in der 13. Minute absolut cool.
Präsentierte sich auch gegen Ball stark und intensiv. Strahlte wie gewohnt eine große Präsenz aus. Bei der Gelben Karte nach einer halben Stunde hätte er sich etwas geschickter anstellen können.
Belmin Beganovic
Ab der 46. Minute
Setzte sein hohes Tempo immer wieder in Szene und kam so zu zwei guten Möglichkeiten. Beim ersten Versuch scheiterte er aber am Keeper, beim zweiten schoss er daneben. Dennoch ein belebendes Element im Spiel der Ingolitsch-Elf.
Albert Vallci
ab der 87. Minute
Für eine Bewertung zu kurz eingesetzt.
Julian Halwachs
ab der 90. Minute
Für eine Bewertung zu kurz eingesetzt.