Salzburg: Perfekter Herbst ist Ansporn für mehr

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Der FC Salzburg hat im abschließenden Europacup-Spiel des historischen Jahres 2018 noch einmal Selbstvertrauen getankt.

Das eindrucksvolle 2:1 am Donnerstag bei Celtic Glasgow, der sechste Sieg im sechsten Europa-League-Gruppenspiel, lässt Österreichs Meister von einem ähnlichen Erfolgslauf wie in der vergangenen Saison träumen, als erst im Halbfinale des Bewerbes Endstation war.

Der Jubel der Spieler im Celtic Park fiel ausgelassen aus. "Das sollte uns Selbstvertrauen und Mut geben und Ansporn für mehr", sagt Trainer Marco Rose über die zum dritten Mal in der Klubgeschichte makellos beendete Gruppenphase.

"Wir nehmen das Vertrauen mit, dass wir international bestehen können." Auch auswärts und vor beeindruckender Kulisse.

Die Salzburger waren beim schottischen Meister klar tonangebend. "Wir wissen, was dazugehört - Laufbereitschaft, mutiger Fußball mit dem Ball", erklärt Rose.

Wunschgegner? Wichtig ist Rückspiel daheim

"Wir wissen aber auch, dass in so einer K.o.-Phase immer alles passieren kann." Dass sich Salzburg ambitionierte Ziele setze, sei in Österreich mittlerweile bekannt. "Trotzdem wollen wir vorerst nur über die nächste Runde sprechen."

Die Auslosung des Sechzehntelfinales steigt am Montag (13.00 Uhr) in Nyon (Das sind die möglichen Gegner>>>), Salzburg ist als Gruppensieger gesetzt.

Der prominenteste von insgesamt 14 möglichen Gegnern ist Lazio Rom. Gegen die Italiener hatten sich die Bullen im Frühjahr im Viertelfinale durchgesetzt. Gespielt wird am 14. und 21. Februar. "Gut ist, dass wir das erste Spiel auswärts haben. Das ist sicher ein kleiner Vorteil", meint Salzburgs Sportdirektor Christoph Freund.

Mit möglichen Gegnern hat sich das Team bisher nur am Rande auseinandergesetzt. Dass RB Leipzig den Aufstieg trotz Salzburger Schützenhilfe mit einem 1:1 gegen Rosenborg Trondheim verspielte, wollte Rose nicht kommentieren.

Freund: "Klasseleistung als Krönung des Herbstes"

Viel lieber sprach der gebürtige Leipziger über den Auftritt seiner eigenen Mannschaft. "Ich würde nicht so weit gehen und wahnsinnige Superlative wählen", sagt Rose. "Aber es war eine richtig gute Leistung."

Freund spricht von einer "Demonstration" vor der Pause, von einer "Klasseleistung als Krönung des Herbstes" und des so erfolgreichen Kalenderjahres.

"Es ist schon etwas Außergewöhnliches, was da im Jahr 2018 von Beginn weg passiert ist." Seit Saisonbeginn sind die Salzburger nun 30 Pflichtspiele ungeschlagen. Zum Jahresabschluss wartet am Sonntag (14.30 Uhr) noch ein Ligaheimspiel gegen den Tabellendritten St. Pölten.

Ihren nächsten Europa-League-Gegner erfahren die Spieler am ersten Urlaubstag. Das Los dürfte in der internen WhatsApp-Gruppe besprochen werden.

"Es werden zwei schöne Spiele", versichert Kapitän Andreas Ulmer. Die 18 Punkte hätte niemand erwartet. "Die Gruppe ist schon sehr, sehr stark gewesen. Ich bin schon stolz auf die Mannschaft. Wir sind happy mit dem Herbst in der Europa League."

Lainer vom Schweigen beeindruckt

Das gilt auch für den Auftritt in Glasgow, der besonders bei Torhüter Alexander Walke einen bleibenden Eindruck hinterlassen hat. "Für mich ist das, das geilste Spiel meiner Karriere gewesen", meint der 35-Jährige. "Ich habe es genossen."

Von großen Kulissen lassen sich die Bullen längst nicht mehr beeindrucken. "Es ist auch sehr beeindruckend, wenn sie alle schweigen und verzweifeln", sagt Stefan Lainer über die Celtic-Fans, die dank Leipzigs Selbstfaller am Ende doch noch jubelten.

"Wir können nur das beeinflussen, wie wir spielen", betont Freund auf die Situation in der Gruppe angesprochen.

"Wir haben 18 Punkte gemacht, darauf sind wir unglaublich stolz." Stürmer Munas Dabbur führt mit sechs Toren in sechs Spielen die Europa-League-Schützenliste an.

Und nebenbei gab es weitere Punkte für die UEFA-Fünfjahreswertung, über die Salzburg Österreichs Meister nur zu gern weiterhin einen Platz in der Champions-League-Gruppenphase sichern würde.


Textquelle: © LAOLA1.at/APA

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