Salzburg: Aggressiver und mit neuer Qualität

Aufmacherbild Foto: © GEPA
 

Die UEFA Europa League bleibt der Bewerb des FC Salzburg - das musste nach dem prestigeträchtigen "Dosen-Derby" auch RB Leipzig einsehen.

Beim 3:2-Erfolg gegen den RB-Klub aus Deutschland hat die Mannschaft von Marco Rose speziell in der ersten Halbzeit eindrucksvoll bewiesen, welche große Klasse in ihr steckt.

"Es war einfach verdient. Die bessere Mannschaft hat gewonnen. Klar, die Gegentore waren blöd, aber allgemein haben wir ein überragendes Spiel gemacht", findet Andre Ramalho.

Wolf: "Haben brutal schnell umgeschalten"

Nuancen, so hieß es vor dem Spiel von beiden Seiten, könnten den Unterschied im "Spiel gegen sich selbst" - wie Leipzig-Coach Ralf Rangnick die Partie betitelte - machen.

Nach den ersten 45 Minuten war allerdings ein klarer Klassenunterschied zu erkennen. Salzburg zwang Leipzig mit riesigem Vertrauen in die eigenen Stärken laufend zu Fehlern und nützte diese binnen weniger Minuten durch Munas Dabbur und Amadou Haidara zur 2:0-Führung aus.


DAZN überträgt ab dieser Saison die UEFA Champions League und die Europa League. Starte JETZT dein Gratis-Monat>>>


"Es war klar: Wer aggressiver ist, wird gewinnen. Das war unser großes Ziel. Wir mussten intensiver sein als sie. Und das waren wir auch. Wir hatten gerade im Mittelfeld mit Diadie, Amadou und Xaver super Ballgewinne und haben einfach brutal schnell umgeschalten", meint Hannes Wolf.

Besser hätte die Mannschaft die Vorgabe von Trainer Marco Rose kaum umsetzen können.

"Wir haben hoch gepresst und Fehler erzwungen, um so einen kurzen Weg zum Tor zu haben. Wir wussten, dass Leipzig vorwärts verteidigt und wir die Möglichkeit bekommen werden, hinter ihre letzte Linie zu kommen", so der 42-Jährige.

Eine neue Qualität

Trotz radikaler Umstellungen aufseiten der Heimmannschaft mit drei Wechseln in der Halbzeit schien sich nach der Pause am Spielverlauf zunächst nicht viel zu ändern.

"Wir hätten es ein paar Mal besser ausspielen müssen, dann hätten wir die Partie früher entschieden. Wir hatten mit dem Stangenschuss von Munas auch Pech. So haben wir das Spiel ein bisschen aus der Hand gegeben", sagt Wolf.

Ein schwerer Fehler vom bis dahin starken Kapitän Andreas Ulmer und ein gewonnenes Kopfballduell von Yussuf Poulsen gegen Marin Pongracic brachten die Leipziger plötzlich zurück in die Partie.

Wie gegen Roter Stern Belgrad im CL-Playoff schenkte Salzburg eine 2:0-Führung her, es wäre ein schmeichelhafter Punkt für Leipzig gewesen.

"Wir haben aber in der Länderspielpause besprochen, wie wir künftig solche Widerstände überwinden können. Wie die Mannschaft nach dem 2:2 reagiert hat, war schon toll für mich", erklärt Rose.

Joker Gulbrandsen: "Es waren harte Wochen für mich"

"Es ist in uns nach dem 2:2 noch etwas entstanden, die zweite Luft gekommen", findet Wolf, der schließlich den entscheidenden Assist für Joker Fredrik Gulbrandsen liefern sollte, der die Salzburger in Minute 89 zum Sieg schoss.

"Ein besseres Comeback nach einer Verletzung kannst du nicht haben", freut sich der 19-Jährige mit seinem norwegischen Teamkollegen, der sich nach einer langwierigen Muskelverletzung stark zurückmeldete.

"Es waren sechs, sieben harte Wochen für mich. Aber ich habe schon mehrere Verletzungen erlebt. Es ist gut, so zurückzukommen", sagt der Goldtorschütze, der schon am vergangenen Wochenende in St. Pölten nach Assist von Wolf anschreiben konnte.

Wolf: Celtic kann kommen

Erstmals seit 2013 startet Salzburg mit einem Sieg in die Gruppenphase der Europa League. In dieser Form scheint für Österreichs Serienmeister viel möglich.

"Wir wissen, wie schwer die Gruppe ist, wie schwierig es auch noch werden wird. Es ist noch nichts gewonnen, wir haben noch fünf Spiele vor uns. Wir müssen genau so weiter machen wie in diesem Spiel. Wenn wir das schaffen, bin ich mir sicher, dass wir große Chancen haben, weiter zu kommen", sagt Ramalho.

Wolf gibt die Marschrichtung vor: "Mit dem Selbstvertrauen ist gegen Celtic zuhause alles drin. Da wollen wir die nächsten drei Punkte und dann in der Europa League überwintern."

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

LAOLA Meins - Tags folgen

COMMENT_COUNT Kommentare