Hoff Thorup: Warum Rapid keinen "Rückschlag" erlitten hat
Es war keine jener Niederlagen, die am nächsten Tag abgehakt ist. In der jüngeren Vergangenheit vermochten Enttäuschungen von jenem Ausmaß für Rapid zu Saison-Knackpunkten zu werden.
Von solchen Szenarien will Cheftrainer Johannes Hoff Thorup nichts hören. "Diese Gruppe von Spielern befindet sich, so wie ich es sehe, an einem ganz anderen Punkt."
Einen "Rückschlag" sieht der Däne (37) nicht. "Es ist Enttäuschung, weil wir Unentschieden gespielt haben. Wir haben zwei Unentschieden und acht Siege. Enttäuschung ja, Rückschlag nein."
Rapid und der schwierige Blick nach vorne
Dass seiner Mannschaft eine Charakterprobe bevorsteht, weiß Hoff Thorup aber. "Natürlich werden wir in den nächsten Tagen und in den nächsten Spielen sehen, wo wir als Gruppe und als Mannschaft stehen. Im Fußball kann man immer verlieren, aber wenn man gut und hart gearbeitet und etwas auf die Beine gestellt hat, dann tun die Niederlagen nicht allzu weh."
Schmerz sei in jenen schweren Stunden normal und angebracht: "Jeder wollte sich qualifizieren. Ich wollte mich qualifizieren. Alle Spieler wollten sich qualifizieren. Und ich kann nicht sagen, dass es jemanden gibt, der nicht sein Bestes gegeben hat, um diesbezüglich erfolgreich zu sein."
Was es nun zu verhindern gelte, sei eine Schockstarre: "Wenn wir mit der Vorbereitung auf Sturm beginnen, möchte ich bei meinen Spielern wieder genau dieselben Gesichter sehen. Ich möchte genau dieselbe Entschlossenheit und Leidenschaft für das Spiel sowie denselben Einsatz sehen.
"Wenn sie das am Sonntag schaffen...."
Mit welchen Zielen kann am Sonntag ins Heimspiel gegen den SK Sturm Graz gehen?
Hoff Thorup ist sich sicher: "Wir müssen nun das Gute, das wir in der Saison und in der Saisonvorbereitung geleistet haben, mitnehmen und am Sonntag auf den Platz zu bringen. Das bedeutet nicht, dass wir unbedingt gewinnen müssen, um sagen zu können: "Okay, jetzt sind wir wieder da." Nicht unbedingt. Ich möchte einfach nur, dass meine Mannschaft wieder auf dem Platz steht, eine gute Leistung zeigt und hart füreinander kämpft."
Am Ende des Tages wird das Duell mit den "Blackies" wohl dennoch zur mentalen Herkulesaufgabe - aber: "Wenn sie das am Sonntag schaffen, dann sind wir wieder da. Dann mache ich mir überhaupt keine Sorgen um die Reaktionen auf Niederlagen, die es im Laufe der Saison geben wird."