Endstand 2:2
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Ercan Kara
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Nenad Cvetkovic
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Pierre Landry Kabore
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Calvin Miller
Rapids Europa-Traum ist geplatzt: "So tut es umso mehr weh"
Der SK Rapid verpasst die Qualifikation für das europäische Geschäft auf die wohl bitterste Art und Weise -und bleibt ungläubig und selbstkritisch zurück.
von Felix Müller
Der Playoff-Thriller zur Qualifikation für die UEFA Conference League hat am Mittwochabend in Wien-Hütteldorf in einer Tragödie gemündet.
Der SK Rapid verpasst nach über 120 Minuten Nervenkrimi das internationale Geschäft. Eine starke erste Spielhälfte entwickelt sich zur Achterbahnfahrt für Grün-Weiß - mit tragischem Ende vom Elfmeterpunkt.
Ercan Kara und Matthias Seidl rangen im Anschluss an die Partie um die richtigen Worte.
Vielversprechende 45 Minuten
Dass der Traum vom europäischen Geschäft tatsächlich geplatzt ist, konnte Ercan Kara - Torschütze zum zwischenzeitlichen 1:0 - noch gar nicht begreifen. "Unglaublich, Rapid gehört europäisch und das haben wir nicht geschafft. Es tut einfach weh", sagt Kara im Gespräch mit LAOLA1.
Eigentlich begann die Schicksalspartie vor großartiger Kulisse von 23.000 Zusehern überaus vielversprechend aus grün-weißer Sicht.
In den ersten 45 Minuten zeigte Rapid abermals starke Offensivkombinationen, erspielte sich jede Menge Torchancen - die am Ende zum verdienten Führungstreffer durch Ercan Kara führten. Auch der Stürmer fand: "Wir haben es in der ersten Halbzeit gut gemacht. Wir haben den Ball gut laufen lassen."
Mittelfeld-Kollege Seidl: "Die erste Halbzeit war gut, nicht komplett souverän, aber gut."
"Wenn der Gegner schon eine Rote Karte hat..."
Nach der Halbzeit - wie schon im Hinspiel - der Knick. Rapid ließ die Schotten abermals zu ihren Stärken finden.
Seidl: "Der Gegner hat ein paar Aktionen, hat sich selbst gepusht. Wir haben um den Sechzehner viele unnötige Fouls gemacht. Da waren ein paar Aktionen hintereinander, wo viele Standards entstanden sind. Aus diesen Situationen sind wir das ganze Spiel nicht mehr rausgekommen."
Ercan Kara bläst in dasselbe Horn: "Wir haben das Momentum verloren. Du musst glücklich sein, dass du es noch ins Elfmeterschießen schaffst. Wir müssen es einfach klüger lösen. Und dann machst du halt viele Fouls. Dann machst du den Gegner stark und sie sind gut bei den Standards. Das ist zu einfach."
Nicht einmal der Platzverweis nach 76 Minuten vermochte eine Wende herbeizuführen. "Wenn der Gegner schon eine Rote Karte hat und man schon vorne ist, muss man das Spiel daheim auch gewinnen.", zieht Kapitän Seidl ein ernüchterndes Fazit.
Die Art und Weise schmerzt
Die Art und Weise, wie am Ende die Entscheidung fiel, setzt einem rabenschwarzen Abend die Krone auf.
Kara: "Im Endeffekt ist im Elfmeterschießen Druck da und Glück dabei. Wir haben es nicht geschafft. Wenn du so spät nach dem Tor den Ausgleich machst, tut es umso mehr weh, weil du 120 Minuten alles gegeben hast."
Seidl hob vor allem den bisher positiven Saisonverlauf hervor: "Natürlich ist das extrem bitter, vor allem wenn man die letzten Wochen betrachtet. Da haben wir wirklich super Leistungen gebracht. Wenn man mit zwei Unentschieden im Playoff dann ausscheidet, tut das auf jeden Fall weh."
Die tragischen Figuren jenes Mittwochabends waren letztendlich aber Moulaye Haidara und Marco Tilio. Die beiden eingewechselten Offensivspieler vergaben vom Elfmeterpunkt - und blieben am Boden zerstört zurück.
Kara sicherte seinen Mannschaftskollegen vollen Support und Verständnis zu: "Jeder, der einmal einen Elfmeter verschossen hat, weiß, wie bitter sich der Moment anfühlt. Aber das Leben geht weiter und die Jungs sind traurig, aber wir werden sie schon hinkriegen.