Was Hoff Thorup in der Halbzeit versuchte
Ganz anders die ersten 45 Minuten, in denen seine Mannschaft zielstrebigen Offensivfußball zeigte und Hearts klar dominierte.
"Sie haben den Ball für etwa 40 Minuten nicht wirklich berührt. Ich bin mit dem Gefühl in die Pause, dass wir zur Hälfte durch sind.", sagte Hoff Thorup.
In Sicherheit habe man sich aber nicht gewogen. Stattdessen ahnte Rapids Chefcoach, dass der Gegner in Halbzeit zwei ein anderes Gesicht zeigen würde. "Sie konnten mit der ersten Hälfte nicht zufrieden sein. Es ging dann mehr darum, die Spieler auf die zweite Hälfte vorzubereiten. Das kann schwierig sein, weil du eine Vorahnung haben und ein bisschen raten musst."
Seine Mannschaft fand auf den veränderten Ansatz jedoch keine ausreichende Antwort.
Elferschützen? "Es gab einige klare Antworten..."
Auch im Spiel nach vorne ließ man in Halbzeit zwei die nötige Konsequenz vermissen.
"Natürlich gab es meiner Meinung nach viele Situationen im und um den Strafraum herum. Haben wir sie verwertet? Nein. Haben wir daraus genügend große Chancen herausgespielt? Nein. Aber wir hatten Kontrolle. Dann haben sie natürlich aus einer Ecke gegen uns das Tor erzielt – und das ist einer der entscheidenden Punkte, über die ich spreche, denn so etwas darf natürlich niemals passieren.", verweist er einmal mehr auf die verpatzten "Schlüsselmomente".
Bei allen fußballerischen Umständen war es letztendlich doch das Elfmeterschießen, das zur entscheidenden Episode avancierte.
Wie wurden eigentlich die Elfmeterschützen bestimmt? "Es gab einige klare Antworten von einigen, die sagten: „Das ist nichts für mich.“ Und es gab auch einige klare Zusagen von denen, die antreten wollten. Und wir haben die Liste auf der Grundlage dessen erstellt, was wir im Training beobachtet haben – nicht nur gestern, sondern während der gesamten Saison. Deshalb kam auch Louis Schaub rein."