Der SK Rapid steht zum zweiten Mal in Folge in der Ligaphase der UEFA Conference League!
Die Hütteldorfer setzten sich vor ausverkauftem Haus in einem wahren Hexenkessel im Playoff-Rückspiel gegen den FC ETO Györ absolut verdient mit 2:0 (Gesamtscore 3:2) durch. Matchwinner war LigaZwa-Export Claudy Mbuyi mit einem Doppelpack (zum Spielbericht >>>).
"Ich bin sehr zufrieden, dass wir die Ligaphase erreicht haben. Es war zu Beginn unserer Zusammenarbeit eines unserer anvisierten Ziele und das haben wir jetzt geschafft. Wenn ich beide Spiele zusammennehme, sind wir verdient weiter", zeigte sich Cheftrainer Peter Stöger höchst zufrieden.
Ein Sieg zum Jubiläum
Das 200. Pflichtspiel im Allianz-Stadion war für Rapid ein äußerst erfolgreiches. Die "Grün-Weißen" zeigten sich, angetrieben von den knapp 22.000 Fans, von der ersten Minute an spielbestimmend und drückten früh auf den Führungstreffer.
Dieser Mut war auch in der Aufstellung mit vier Offensivspielern und Matthias Seidl neben Romeo Amane auf der Doppel-Sechs zu sehen.
Und die Stöger-Elf brauchte nicht lange, bis sie sich dafür belohnte: Kapitän Seidl setzte sich zweimal im Strafraum durch und zog ab, Keeper Samuel Petras konnte den Schuss nur noch nach vorne abwehren, wo Mbuyi zur frühen Führung abstaubte (7.).
"Das Tor hat uns einen richtigen Push gegeben und viel Motivation für das weitere Spiel", blickte der Kapitän auf den Führungstreffer zurück.
(Text wird unterhalb fortgesetzt)
Rapid drückte weiter - Stöger zeigte sich zufrieden
Auch danach spielte, zumindest bis zur 35. Minute, nur Rapid. Die Stöger-Elf war bissiger, präsenter und spielte sich Chance um Chance heraus. Einziges Manko blieb erneut die oft zitierte Chancenverwertung.
"Der Vater des Gedanken wäre schon, dass wir irgendwann das Tempo über 90 Minuten durchhalten können. Aber es fehlte schon noch der Rhythmus bei einigen, um über die volle Distanz soweit zu gehen. Daher war es auch klar, dass wir es ein Stück weit tiefer anlegen müssen", fasste Stöger den Matchplan zusammen.
Gegen Ende der ersten Hälfte standen die "Grün-Weißen" etwas tiefer und ließen dadurch den Gegner zumindest spielerisch phasenweise stärker werden. Die klaren Chancen hatte Györ trotzdem nicht. Nach einem Seitfallzieher kurz vor der Pause rettete Niklas Hedl stark (45.).
Mbyui schießt Rapid in die Ligaphase
Pünktlich zur Rapid-Viertelstunde zogen die Hausherren dann wieder das Tempo an und drückten auf die Entscheidung.
Aus einem eigenen Einwurf leitete Jannes Horn mit einem Traumpass den zweiten Treffer von Mbuyi perfekt ein. Erneut blieb der Stürmer cool und verwertete eiskalt zum vielumjubelten 2:0 (81.).
"Es ist ein richtig schöner Tag für mich. Ich fühle mich richtig gut und freue mich, dass ich der Mannschaft mit meinen Toren helfen konnte", jubelte der Matchwinner über sein vermutlich bestes Karrierespiel.
Taktische Veränderungen
Auch wenn der SK Rapid mit einem Rückstand ins Spiel ging, ließen die "Grün-Weißen" selten Zweifel aufkommen, dass es nicht mit der Ligaphase klappen sollte. Es war eine klare Leistungssteigerung zu sehen, die auch die Handschrift von Stöger trägt.
"Wir haben taktisch einiges verändert, waren klarer im Anlaufverhalten. Wir hatten mehr Speed und mehr Schnelligkeit in der Spitze. Es war eine richtig gute Vorstellung, aber wir haben aus dem Hinspiel auch etwas gelernt und das heute gut umgesetzt", so der 59-Jährige.
Rapid lief Györ vor allem in der Anfangsphase sehr hoch an und drückte den Gegner in die eigene Hälfte. Mit Ball rückten entweder Bendeguz Bolla oder Seidl in die Innenverteidigung und bildeten damit einen Dreier-Aufbau. Was der Stöger-Elf gleichzeitig mehr Zugriff ermöglichte.
"Freuen uns extrem darauf"
Durch den klaren Heimerfolg geht es für die Hütteldorfer jetzt mit der Ligaphase in der Conference League weiter, die Auslosung dazu findet bereits am Freitag um 13 Uhr statt. Dann wissen die Rapidler auch, mit welchen sechs Teams sie sich matchen dürfen.
"Natürlich freue ich mich persönlich auf die Ligaphase, wir haben wieder richtig coole Spiele und eine volle Hütte vor uns. Da gebührt der Mannschaft auch der volle Respekt, dass sie das so gut umgesetzt hat", blickt Stöger bereits voraus. Ähnlich sieht das Seidl: "Wir freuen uns extrem darauf."
Auch wenn bereits am Sonntag in der Südstadt gegen den TSV Hartberg das nächste Bundesliga-Spiel ansteht, wird die heutige Nacht wohl eine kurze werden.