Italien nach Sieg über Belgien im EM-Halbfinale

Italien nach Sieg über Belgien im EM-Halbfinale Foto: © getty
 

Italien steht im Halbfinale der Fußball-Europameisterschaft! Die Squadra Azzurra setzt sich in einem hochklassigen Viertelfinale gegen Belgien in München mit 2:1 durch.

Dabei findet Belgien zunächst eigentlich die besseren Chancen vor. Sowohl Kevin de Bruyne als auch Romelu Lukaku scheitern nach Kontern jedoch an Italien-Keeper Gianluigi Donnarumma.

Nach 13 Minuten geht Italien dann beinahe in Führung, der vermeintliche Treffer von Leonardo Bonucci wird wegen einer Abseitsstellung jedoch vom VAR aberkannt.

Eine Viertelstunde später klappt es dann aber doch - Belgien verliert den Ball leichtfertig im eigenen Sechzehner, Nicolo Barella ist der Nutznießer und schließt aus spitzem Winkel zum 1:0 ab (31.). Lorenzo Insigne legt nur wenig später per herrlichem Weitschusstreffer den nächsten Treffer für die zu diesem Zeitpunkt stärkeren Azzurri nach (44.).

Belgien gelingt jedoch noch vor der Pause der Anschlusstreffer - Youngster Jeremy Doku kommt im gegnerischen Sechzehner nach Zweikampf mit Giovanni Di Lorenzo zu Fall und bekommt dafür einen etwas fragwürdigen Elfmeter. Romelu Lukaku tritt an und verwandelt wuchtig (45+2.).

Die Azzurri haben auch in der zweiten Hälfte etwas mehr Spielanteile, lassen jedoch gute Chancen auf ein frühes drittes Tor liegen, unter anderem durch Leonardo Spinazzola (66.), der dafür auf der Gegenseite den Ausgleich verhindert, als er aus kurzer Distanz vor dem halbleeren Tor von Romelu Lukaku (61.) angeschossen wird.

Kurz darauf ist das Turnier für Spinazzola aber beendet, nachdem er sich ohne Fremdeinwirkung wohl schwerer verletzt und unter Tränen vom Feld abtransportiert werden muss. Der Spielfluss geht danach etwas verloren, die letzten Angriffsbemühungen der Belgier bringen nichts ein.

Italien trifft somit im ersten EM-Halbfinale kommenden Dienstag in London auf Spanien.

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VAR erkennt Italien Führung zunächst noch ab

Bei den Italienern kehrte der zuletzt an Muskelproblemen laborierende Kapitän Giorgio Chiellini in die Mannschaft zurück. Die Belgier hingegen mussten auf Eden Hazard verzichten, der nach seiner im Achtelfinale gegen Portugal erlittenen Muskelverletzung nicht fit wurde.

Dafür hatte Kevin de Bruyne seine Schmerzen im Sprunggelenk rechtzeitig überwunden - der Regisseur gab auch den ersten gefährlichen Schuss des Spiels ab. Italiens Schlussmann Gianluigi Donnarumma war auf dem Posten (22.), ebenso wie vier Minuten später bei einem Versuch von Lukaku.

Bereits davor war ein Tor der Italiener von Leonardo Bonucci wegen Abseits zurecht aberkannt worden (13.). Danach prüfte Federico Chiesa den belgischen Keeper Thibaut Courtois mit einem abgefälschten Schuss (27.), ehe die "Azzurri" auf 1:0 stellten. Belgiens Kapitän Jan Vertonghen leistete sich einen folgenschweren Ballverlust, Barella setzte sich gegen zwei Abwehrspieler durch und traf via Innenstange ins lange Eck (31.).

Belgien schlägt noch vor der Pause zurück

Italien nützte das Momentum - Chiesa verfehlte in der 41. Minute sein Ziel nur knapp, drei Minuten später brachte dann ein Distanzschuss den Erfolg. Insigne wurde von der belgischen Defensive nicht attackiert, konnte sich den Ball rund 20 Meter vor dem Tor herrichten und schlenzte das Spielgerät ins lange Eck.

Die Belgier kamen aber knapp vor dem Pausenpfiff wieder ins Spiel zurück. Lukaku versenkte einen Elfmeter, nachdem Giovanni di Lorenzo dem Belgier Jeremy Doku im Sechzehner einen leichten Rempler versetzt hatte. Die umstrittene Entscheidung des slowenischen Schiedsrichters Slavko Vincic wurde vom VAR nicht umgestoßen, womit die Italiener im Gegensatz zum Österreich-Match diesmal keine Profiteure des Video-Assistenten waren.

Dies sollte sich allerdings nicht mehr rächen - auch deshalb, weil Lukaku in der 61. Minute eine Topchance ausließ. Nach Vorarbeit von De Bruyne traf der Goalgetter von Inter Mailand aus kurzer Distanz seinen Gegenspieler Leonardo Spinazzola und nicht ins Tor. Davor und danach wurden die Belgier von Italien gut im Zaum gehalten, eine wirklich zwingende Chance konnte sich die Nummer eins der FIFA-Weltrangliste nicht mehr herausspielen.

Damit kassierte Belgiens "goldene Generation" die erste Niederlage seit einem 1:2 gegen England im Oktober des Vorjahres und muss weiterhin auf ihren ersten Titel warten. Die Italiener hingegen sind bereits seit 32 Partien ungeschlagen und haben ihre jüngsten 13 Länderspiele allesamt gewonnen. Ein Wermutstropfen aber blieb - der im bisherigen Turnierverlauf starke Spinazzola schied im Finish verletzt aus.



Textquelle: © LAOLA1.at/APA Zum Seitenanfang »

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