ÖFB-Gegner Niederlande trotzt der Kritik

ÖFB-Gegner Niederlande trotzt der Kritik Foto: © getty
 

Die niederländische Nationalmannschaft kann die EM mit einem guten Gefühl in Angriff nehmen. Beim letzten Test samt 3:0-Erfolg gegen Georgien konnten sich die "Oranjes" am Sonntag im Vergleich zum mageren 2:2 gegen Schottland am Mittwoch klar verbessert zeigen.

"Sachen, die gegen Schottland schlecht waren, sind heute gut gelaufen. Das und die Tatsache, dass wir gewonnen haben, haben für einen sehr positiven Tag gesorgt", resümierte Kapitän Georginio Wijnaldum.

Damit wurden auch die Kritiker vorerst einmal ruhig gestellt, die in der EM-Vorbereitung schon die ein oder andere Negativ-Schlagzeile publiziert hatten. Wie Wijnaldum verriet, war das in den vergangenen Tagen durchaus Thema innerhalb des EM-Gruppe-C-Gegners von Österreich.

"Wir wissen, dass die Medien kritisch sind und die Leute in den Niederlanden auch. Ich habe den Jungs gesagt, dass die Kritik nach unserem schwachen Auftreten gegen Schottland verdient war und man nicht davon weglaufen soll. Man muss aber auch nicht auf alles hören, was sie sagen", erläuterte der Liverpool-Mittelfeldspieler.

Spezieller Tag für Weghorst

Man müsse auch einfach das Selbstvertrauen haben, um es besser zu machen. "Das ist uns gelungen. Spiele wie jene am Sonntag sind gut, um für die EM bereit zu sein", sagte Wijnaldum. An vorderster Front war Memphis Depay mit einem Elfmetertor (10.) und zwei Assists herausragend. Das Zusammenspiel mit Wolfsburgs Wout Weghorst, der das 2:0 (55.) erzielte, funktionierte sehr gut. Der 28-Jährige traf im sechsten Anlauf erstmals im Teamdress und das ausgerechnet in der Heimat in Enschede. "Manchmal wacht man einfach auf mit dem Gefühl, dass es ein spezieller Tag wird. Das hatte ich heute", gab Weghorst Einblick.

Nach 25 Toren in 41 Pflichtspielen für die da noch von Oliver Glasner gecoachten Wolfsburger könnte er auch bei der EM richtig ins Rampenlicht rücken. Einen Platz in der Startelf am kommenden Sonntag (21.00 Uhr) gegen die Ukraine in Amsterdam dürfte er sich erkämpft haben. Teamchef Frank de Boer ließ sich aber noch nicht in die Karten blicken. Sein Resümee bot noch reichlich Platz für Steigerung. "Wir können uns sowohl im Angriff als auch in der Verteidigung verbessern", betonte der 51-Jährige.

De Boer: "Wir werden bereit sein"

Auch Wijnaldum wusste das: "Wir haben nur am Ende der ersten Hälfte ein paar Fehler gemacht. Uns ist bewusst, dass Matches durch Kleinigkeiten entschieden werden können, deshalb müssen wir das Risiko minimieren. Daran müssen wir hart arbeiten."

Gleich nach Schlusspfiff - der dritte Treffer ging mit Ryan Gravenberch (76.) auch auf das Konto eines Premieren-Torschützen - wurde der volle Fokus auf die Ukraine gelegt.

"Wir werden bereit sein", versprach De Boer. Nach dem Duell mit der Ukraine wartet am 17. Juni ebenfalls in Amsterdam das Duell mit Marko Arnautovic und Co.

Textquelle: © APA Zum Seitenanfang »

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