Großer Widerstand aus Brasilien
Zuletzt war bekannt geworden, dass es vor allem innerhalb der brasilianischen Nationalmannschaft große Widerstände gegen das Turnier mitten in der in Südamerika noch immer heftig wütenden Corona-Pandemie gibt. "Alle kennen unsere Position. Klarer geht es nicht", sagte Kapitän Casemiro am Freitag nach dem WM-Qualifikationsspiel gegen Ecuador. Offenbar wollten die Gegner der Copa America auch prominente Spieler anderer Nationalmannschaften auf ihre Seite ziehen.
Wenige Wochen vor Beginn des Turniers am kommenden Sonntag waren zunächst Kolumbien und dann Argentinien als ursprünglich vorgesehene Ausrichter abgesprungen. In Kolumbien kommt es seit Monaten zu blutigen Protesten gegen die Regierung, Argentinien wurde zu Beginn des Winters auf der Südhalbkugel von der zweiten Welle der Corona-Pandemie hart getroffen.
Daraufhin verlegte der südamerikanische Fußball-Verband (Conmebol) die Copa America nach Brasilien. Allerdings ist auch das größte Land Lateinamerikas weiterhin ein Brennpunkt der Corona-Pandemie: Bisher haben sich mehr als 16,9 Millionen Menschen nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, mehr als 470.000 Menschen sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. Zuletzt hatten Wissenschafter zudem eine neue Variante des Coronavirus identifiziert.