"Schwarze Stunden" - Internationale Pressestimmen

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Der Anschlag auf den Dortmunder Mannschaftsbus hat für vielfältige internationale Medienreaktionen gesorgt.

"Wie soll man von diesem deutschen Team und diesen Spielern verlangen, 24 Stunden danach einsatzfähig zu sein, als ob nichts wäre und im Vollbesitz ihrer Fähigkeiten? Niemand weiß, wie sie reagieren werden und in welche Richtung die emotionale Überlastung sie tragen wird", schreibt etwa "L'Equipe" aus der französischen Heimat des Gegners AS Monaco.

Eine Auswahl weiterer Pressestimmen:

DEUTSCHLAND

"Bild": "Der BVB hat die Nerven behalten. Was für ein Schock! Erstmals ist auf eine deutsche Fußball-Mannschaft ein Bomben-Anschlag verübt worden. Die Polizei spricht von 'ernstzunehmenden Sprengsätzen', die den Bus von Borussia Dortmund getroffen haben. Man kann von Glück sprechen, dass sich nur ein Spieler leicht verletzt hat. An dieser Stelle gute Besserung an Marc Bartra! Es ist ist bewundernswert, wie Borussia Dortmund mit den dramatischen Ereignissen am gestrigen Abend umgegangen ist. Alle haben die Ruhe bewahrt."

"Berliner Morgenpost": "Leben mit der Gefahr. Anschlag auf den BVB-Bus erschüttert die Sportwelt."

"Berliner Zeitung": "Attentat auf den Fußball."

"Hamburger Abendblatt": "Angst und Entsetzen in Dortmund."

FRANKREICH

"L'Equipe": "Wie soll man von diesem deutschen Team und diesen Spielern verlangen, 24 Stunden danach einsatzfähig zu sein, als ob nichts wäre und im Vollbesitz ihrer Fähigkeiten? Niemand weiß, wie sie reagieren werden und in welche Richtung die emotionale Überlastung sie tragen wird (...)."

"Le Figaro": "Schwarze Stunden, die den Anschlag am Stade de France am 13. November 2015 in Erinnerung rufen, während des Spiels zwischen Frankreich und Deutschland."

"Le Parisien": "Für mehrere deutsche Spieler ist der Terrorismus bereits eine Realität. Die Nationalmannschaft war sehr mitgenommen von ihrer Nacht im Herzen des Stade de France nach dem Freundschaftsspiel gegen Frankreich, das am 13. November 2015 von den Explosionen der drei Selbstmordattentäter gezeichnet wurde - Beginn einer Anschlagsserie in Paris (130 Tote)."

ITALIEN

"Corriere della Sera": "Die Angst vor Terroranschlägen hat nun auch die Champions League erreicht. (...) Die ganze Mannschaft von Borussia Dortmund steht unter Schock. Die Sorge vor einem Angriff von Terroristen hat sich lange in den Köpfen der Menschen festgesetzt, und auch Fußballer wissen, dass sie potenzielle Angriffsziele von denen werden können, die das normale Leben des Westens zerstören wollen. (...) Zu sagen, dass Deutschland aus Angst vor dem Terror in einem albtraumartigen Zustand ist, wäre übertrieben. In dem Land geht das normale Leben weiter. Die Gedanken an eine erhöhte Gefahr existieren nach den Attentaten der vergangenen Monate, aber die Bevölkerung reagiert meist bestmöglich."

"Gazzetta dello Sport": "Attentat auf den Bus von Dortmund. Ist es Terrorismus?"

"La Repubblica" (online): "Ein Schreiben am Ort der Explosion verweist auf das deutsche Engagement gegen den IS, aber die Ermittler könnten das für Irreführung halten. Eine alternative These deutet auf extremistische Kreise unter den Fans hin - jene, gegen die sich der Club und sein Präsident seit längerem stellen."

SPANIEN

"Mundo Deportivo": "Angriff auf den Fußball. Die Attacke ist ebenso unverständlich wie vorerst noch rätselhaft."

"El Mundo": "Die Panik greift auf die Champions League über. Es wurden Erinnerungen wach an andere tragische Zwischenfälle bei oder am Rande von Fußball-Spielen, wie etwa die Pariser Terrornacht von November 2015."

"AS": "Noch Stunden nach dem Zwischenfall war die Polizei in Dortmund verwirrt. Es gab kein Kommunique zu den Ursachen. Islamischer Staat? Ultras? Ein Unfall? Die beunruhigende Verzögerung deutet auf eine geringe Fähigkeit der Polizei hin. Die Mannschaftsbusse werden ja eskortiert, die Polizei konnte deshalb die Ermittlungen sofort aufnehmen."

"Sport": "Attacke auf Dortmund! Nach Bekanntwerden der Explosionen machte sich Konfusion breit."

"La Vanguardia": "Explosionen gegen den Fußball. Der Angriff hat Deutschland erschüttert."

"Marca": "Angriff auf die Champions League."

RUSSLAND

"Sport-Express": "Dortmund - Bomben statt Champions League. Die ersten besorgniserregenden Nachrichten kamen eine Stunde vor dem Spiel. Und später wurde bekannt, dass es drei Explosionen gegeben hatte."

"Rossijskaja Gaseta": "Ein Angriff auf den Fußball. Das Spiel Borussia-Monaco muss wegen einer Explosion am Bus des deutschen Clubs um einen Tag verschoben werden."

SCHWEIZ

"Neue Zürcher Zeitung": "Nach der Terrorattacke auf den Berliner Weihnachtsmarkt letzten Dezember weiß Deutschland, dass die Gefahr real ist, aber sie lähmt nicht. Nirgendwo in Dortmund brach Panik aus."


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Textquelle: © LAOLA1.at/APA

Bomben-Explosionen: Monaco-Fans mit rührender Geste

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