PSG-Duell als Oles Meisterstück?

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Am 18. Dezember 2018 zog Manchester United die Reißleine, entließ Jose Mourinho und stellte einen Tag später Klub-Legende Ole Gunnar Solskjaer als Interims-Trainer vor.

Die Situation beim Amtsantritt des Norwegers: Rang sechs, elf Punkte hinter Champions-League-Platz vier und im Achtelfinale der Königsklasse war man krasser Außenseiter gegen Paris St. Germain (Dienstag, 21 Uhr im LIVE-Ticker und im LIVE-Talk).

Was in den folgenden knapp zwei Monaten passierte, sucht in der Fußballwelt aktuell wohl seinesgleichen. In bewerbsübergreifend elf Spielen gab es zehn Siege und ein Remis, Platz vier in der Premier League wurde erobert und plötzlich scheint auch ein Weiterkommen in der Champions League alles andere als unrealistisch.

Noch klebt vor Solskjaers Name aber weiterhin der Titel „Caretaker-Manager“. Mit einem Sieg gegen PSG Quote könnte er jedoch endgültig von der Interims- zur Dauer-Lösung werden.


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Erstes Treffen mit den Bossen

Noch geistern nach wie vor große Trainer-Namen wie Mauricio Pochettino oder Zinedine Zidane rund um das Old Trafford herum. Geht es nach Fans und den ehemaligen Klub-Legenden, soll Solskjaer aber auch über diese Saison hinaus auf der Betreuerbank sitzen.

Nach dem Sieg gegen Fulham am Wochenende (3:0) gab es erstmals auch Gespräche mit Eigentümer Avram Glazer.

„Ich habe gerade mit ihm gesprochen. Er ist in die Kabine gekommen. Wen ich treffe und wann ich diese Personen treffe, ist nicht meine Aufgabe zu erzählen“, meint der Norweger gewohnt offen und bescheiden.

Sein Agent Jim Solbakken hat das Spiel gemeinsam mit Glazer im Stadion verfolgt und soll ebenfalls bereits Gespräche mit diversen Vorstandsmitgliedern gesucht haben.

Unterstützung von allen Seiten

Generell scheint die Klubführung rund um Ed Woodward noch nicht restlos von Solskjaer überzeugt sind.

So twitterte beispielsweise Legende Rio Ferdinand während dem Fulham-Spiel: „Wir haben unser United zurück bekommen.“


Die Highlights der Partie im Video:

(Text wird nach dem Video fortgesetzt)


Auch die Spieler sind voll des Lobes, die Superstars Paul Pogba und Anthony Martial blühen nach monatelangem Formtief wieder auf. In den neun Liga-Spielen unter Solskjaer erzielte Pogba allein acht Tore und bereitete fünf weitere vor.

„Er ist immer positiv“, schwärmt Nemanja Matic. Der Serbe galt als einer der letzten Mourinho-Verfechter in der Kabine, doch selbst er erlebt unter Solskjaer seinen zweiten Frühling. „Natürlich, wenn wir nicht gut spielen wird er auch ein bisschen laut. Aber er bleibt gleich – immer positiv“, so der Mittelfeldspieler weiter.

Verletzungs-„Glück“ für ManUnited

In seiner Bewerbungsphase für den dauerhaften Trainerposten kommt Solskjaer nun auch noch das Verletzungspech von PSG zugute. Der Ausfall von Superstar Neymar ist seit einiger Zeit bekannt, nun können zudem Stürmer Edinson Cavani und Rechtsverteidiger Thomas Meunier verletzungsbedingt zumindest nicht am Hinspiel teilnehmen.

Darüber freuen kann sich der 45-Jährige aber nicht: „Unsere Fans hätten es geliebt, Neymar zu sehen und die Spieler hätten es geliebt, gegen ihn zu spielen.“

In der Favoritenstellung sieht der Coach seine Mannschaft trotz aller Ausfälle nicht, gibt aber zu: „Zum Zeitpunkt der Auslosung waren sie die Favoriten. Man kann sagen, wir sind immer noch die Underdogs, aber im Moment haben wir das Gefühl, dass wir jeden schlagen können.“

„Es wird ein fantastisches Flutlicht-Spiel, die Fans sind motiviert und für PSG wird es ebenfalls eine neue Herausforderung. Sie waren schon in England, aber noch nicht im Old Trafford“, so die Kampfansage Solskjaers.

Duell der Jungstars

Ein Ass im Ärmel von Solskjaer ist neben Pogba und Martial auch Marcus Rashford. Der Engländer darf unter dem Norweger im Sturmzentrum ran und dankt es seinem Trainer mit Toren am Fließband.

Die neue Taktik der „Red Devils“ mit schnellem Vertikal-Spiel kommt dem pfeilschnellen Engländer zugute.

„Ich bin mir sicher, PSG ist vor Rashford genauso auf der Hut wie wir vor Kylian Mbappe“, scheut Solskjaer nicht den Vergleich mit dem momentan wohl größten Fußballtalent auf dieser Erde. „Sie sind beide fantastische Spieler, die den Fußball in den nächsten zehn Jahren dominieren können.“

Der beste Dank Rashfords für diese Worte wären wohl Tore gegen PSG. Und einem daraus resultierenden Vertrag für Solskjaer.

Textquelle: © LAOLA1.at

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