Benzema stahl seinem "Erben" die Show
"Ekstase im Bernabéu." "Eine legendäre Aufholjagd." "Es war real, keine Fata Morgana."
Spaniens Presse überschlägt sich am Tag nach dem sensationellen Einzug von Real Madrid ins Viertelfinale der Champions League mit Lobeshymnen und Superlativen.
Dabei sprach nach einer Stunde Spielzeit in Madrid gegen Paris St. Germain nur noch wenig für Reals Viertelfinal-Einzug. Ausgerechnet der angeblich vor einer Übersiedlung nach Madrid stehende Kylian Mbappe (39.) hatte PSG nach seinem Treffer im Hinspiel (1:0) erneut voran gebracht. Doch dann stahl Karim Benzema jenem Mann die Show, der ihn im Sommer als Stürmerstar der "Merengues" beerben soll.
Vor dem Ausgleich brachte Benzema Paris-Torhüter Gianluigi Donnarumma in Bedrängnis und schloss nach dem anschließenden Patzer des Europameisters ab (61.). Bei seinem Doppelschlag in der 76. und 78. Minute zeigte Benzema dann unglaubliche Effizienz. Mit 34 Jahren und 80 Tagen avancierte der Franzose zum ältesten Hattrick-Torschützen der Champions League.
"Er ist der beste Mittelstürmer der Welt"
"Er ist der beste Mittelstürmer der Welt", huldigte Teamkollege Thibaut Courtois den Franzosen. Coach Carlo Ancelotti sprach von Benzema als "außergewöhnlichen Leader".
Seit 2009 spielt der Mann aus Lyon für Real, mit nun 500 Pflichtspiel-Einsätzen liegt in der Legionärsstatistik nur noch der Brasilianer Roberto Carlos (524) vor ihm. 309 Tore hat Benzema bisher für Spaniens Rekordmeister erzielt. Er ist damit die Nummer drei der Statistik hinter Cristiano Ronaldo (450) und Raul Gonzalez (323).
"Ich glaube, er hat einfach wieder gezeigt, wie wichtig er für uns ist. Was er für Qualitäten mitbringt ist einfach unfassbar", meinte David Alaba nach Schlusspfiff auf DAZN. Der Gelobte selbst durfte den Trubel um seine Person genießen. "Real ist am Leben und wir haben gezeigt, dass wir jeden schlagen können", erklärte Benzema.
Nach dem Hinspiel lobte Ancelotti noch Mbappe
Ancelotti hat nach dem Hinspiel von einem anderen Franzosen geschwärmt. Er sei "nicht zu stoppen", so der Italiener über Kylian Mbappe. Am 23-Jährigen lag es am Ende auch nicht, dass PSG das große Ziel ein weiteres Jahr verpassen wird. Nach dem 1:1 waren die Gäste schwer angeschlagen. Von den Offensivstars Neymar und Lionel Messi war dann wenig bis nichts zu sehen. Die Balance im Team passte nicht. Das 1:3 fing sich Paris nur Sekunden nach dem eigenen Anstoß im Panik-Modus ein.
VIDEO: Das sagt Benzema nach seinem Hattrick gegen PSG