Vizemeister Rapid Wien und Sturm Graz wollen in die Europa League. Blieben sie gegen Zorja Luhansk (UKR) bzw. NS Mura (SLO) auf der Strecke, würden sie in der Conference League spielen. Dort möchte sich der LASK versuchen, der sein Play-off gegen den schottischen Cupsieger St. Johnstone bestreitet.
Geldregen in der Champions League
Am meisten Geld gibt es freilich in der Champions League abzugreifen. Salzburg schickt sich am (heutigen) Dienstagabend an, im Play-off-Hinspiel gegen Bröndby IF eine solide Basis für die dritte Teilnahme in Folge zu schaffen. Das Startgeld in der Königsklasse der UEFA beträgt 15,64 Mio. Euro, ein Ausscheiden im Play-off würde immerhin noch 5 Mio. Euro an Kompensation einbringen.
Dazu kämen bei jedem Sieg in der Champions League 2,8 Mio. Euro, für jedes Unentschieden 930.000 Euro. Beim Überstehen der Gruppenphase würden noch einmal 9,6 Mio. Euro fällig, in den drei weiteren Runden ab dem Achtelfinale gäbe es noch höhere Beträge. Der Champions-League-Sieg allerdings ist den UEFA-Verantwortlichen "nur" 4,5 Mio. Euro zusätzlich wert. Der Europa-League-Sieger erhält mit 4 Mio. Euro fast gleich viel. An den Gewinner des Conference-League-Bewerbs schüttet der Kontinentalverband zwei Mio. Euro aus.
Hinzu kommt in allen drei Bewerben für jeden Verein noch ein Anteil, der abhängig von individuellem Klub-Koeffizienten ist, und obendrein ein Marktanteil, der nach einem komplexen Schlüssel berechnet wird. Auch hierbei gilt, dass die UEFA in der Champions League großzügiger ist und die Anteile in der Conference League am geringsten ausfallen.
Zahlen nicht in Stein gemeißelt
Sämtliche Zahlen sind vorläufig nur als Anhaltspunkte zu verstehen, da Variablen wie TV-Verträge teilweise noch offen sind und die UEFA nach Saisonende zudem einen Corona-Abschlag abziehen wird. Da die UEFA-Bewerbe aufgrund der Covid-19-Pandemie in der Vorsaison ein Minus von 416,5 Mio. Euro machten, wird der europäische Dachverband genau diesen Betrag in den kommenden fünf Jahren einbehalten.
Beginnend mit 2021/22 sollen jeweils am Saisonende 83,3 Mio. Euro von den auszuschüttenden Geldern weggerechnet werden - wobei der Abzug bei jedem Klub im Verhältnis zu dessen Umsatz und dem jeweiligen Bewerb steht. Einfaches Beispiel: Bei einem Conference-League-Starter wird der Covid-Abschlag bei der finalen Auszahlung im Juni 2022 geringer ausfallen als bei einem Team, das in der Champions League engagiert war.
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