17-Jähriger lässt CL-Rekorde purzeln

17-Jähriger lässt CL-Rekorde purzeln Foto: © getty
 

Der FC Bayern München hatte im Vorfeld des Achtelfinal-Hinspiels der Champions League gegen Lazio Rom mit einem kleinen Durchhänger zu kämpfen. Nach dem Gewinn der Klub-WM ließen die Münchner in der Bundesliga gegen Bielefeld (3:3) und auch Frankfurt (1:2) Punkte liegen.

Am Dienstag machten die Bayern Spekulationen um eine bevorstehende Krise allerdings ein jähes Ende. Mit einem imposanten 4:1-Sieg auswärts bei Lazio Rom (Spielbericht >>>) ließen die Münchner nämlich keinen Zweifel aufkommen, was die Favoritenrolle in diesem Duell angeht und stehen bereits nach der ersten Prüfung mit einem Bein im Viertelfinale.

Die Story des Abends war allerdings der erst 17-jährige Jamal Musiala, der von Bayern-Trainer Hansi Flick das Vertrauen für einen Startelf-Einsatz bekam und dies mit dem Treffer zum 2:0 zurückzahlte - ein Tor, das Geschichte schreibt.

Musiala jetzt auf einer Stufe mit Alaba

Musiala, der zurzeit sowohl vom deutschen als auch vom englischen Verband, was die Nationalmannschaft angeht, umgarnt wird, ist damit nämlich nicht nur der jüngste Champions-League-Torschütze für einen deutschen Klub, sondern auch der erst zweite 17-Jährige, der in einem Champions-League-K.o.-Spielt trifft nach Bojan Krkic (Barcelona) 2008 gegen Schalke.

Zudem macht es Musiala am Dienstag auch noch ÖFB-Star David Alaba gleich und ist erst der zweite 17-Jährige, der für den FC Bayern in einem K.o.-Spiel startet. Der Wiener war im Jahr 2010 allerdings ein paar Monate jünger.

"Er hat sich brutal gefreut, dass er spielen darf, das hat man ihm angesehen. Wir haben gesagt, er soll einfach seinen Fußball spielen. Das hat er gut gemacht. Dass er Rekord-Torschütze ist, ist eine schöne Nebensache", sagt Leon Goretzka nach dem Spiel über seinen jungen Bayern-Kollegen.

Goretzka: "Sind bekannt, für solche Spiele da zu sein"

Die Freude war den Bayern nach dem Spiel klar ins Gesicht geschrieben, noch viel mehr allerdings die Erleichterung - vor allem nachdem die letzten paar Spiele nicht nach Wunsch verliefen.

"Letzte Woche, gegen Frankfurt, war das auch so ein Spiel, wo wir eigentlich dafür bekannt sind, da zu sein. Heute war auch ein ganz wichtiges Spiel. Wir haben es geschafft, uns in diesen Modus zu bringen", so Goretzka nach dem Spiel gegenüber "Sky".

"Natürlich wird das auch vor dem Spiel in der Kabine von den Führungsspielern thematisiert, dass wir von der ersten Sekunde an da sein müssen. Wir haben das Spiel dann früh in die richtige Richtung gelenkt", findet der Mittelfeldspieler.

Flick: "Ist etwas Besonderes"

Auch Cheftrainer Hansi Flick zeigt sich mit dem Gezeigten zufrieden: "Jeder hat die Erwartungen erfüllt. Wir haben eine gute Mannschaftsleistung gezeigt. Wir wollten den Gegner von Anfang an unter Druck setzen, das haben wir gut gemacht. Wir haben viele Ballgewinne gehabt, Chancen herausgespielt und Tore gemacht. Von daher sind wir sehr zufrieden."

Durch sind die Bayern laut dem Trainer zwar noch nicht, ein großer Schritt sei allerdings getan. "Champions League ist was Besonderes. Wir wollten von Anfang an hellwach sein. Jeder Einzelne hatte den Willen, etwas Besonderes zu leisten. Deshalb ist der Sieg auch mehr als verdient. Wir müssen noch das zweite Spiel bestreiten. Wir sind aber einen großen Schritt weitergekommen. Wir haben uns jetzt verdient, mal durchzuschnaufen."

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