Altach schießt desolate Rieder daheim ab

 

Der SCR Altach meldet sich in der elften Runde in der Bundesliga zurück und gewinnt mit 4:1 bei der SV Ried.

Beide Teams gehen motiviert in die Partie. Manche Spieler vielleicht zu sehr. Markus Lackner erweist seiner Mannschaft ein Bärendienst: Er sieht in Minute neun und elf jeweils die Gelbe Karte und somit Gelb-Rot. Die Rieder müssen also früh in Unterzahl agieren.

Altach wird in der Folge immer stärker und kann Chancen generieren. Kurz vor der Pause wird Manuel Thurnwald im Strafraum gelegt, es gibt Elfmeter. Manfred Fischer lässt sich die Chance nicht entgehen und trifft zur Führung (42.). Doch noch vor der Pause trifft Ante Bajic nach einer schönen Einzelaktion zum raschen Ausgleich (45.).

In der zweiten Halbzeit entwickelt sich ein offenes Spiel, beide Seiten haben einige Gelegenheiten. Es dauert aber bis zur 78. Minute, ehe der Ball wieder den Weg ins Tor findet. Thurnwald hält aus der Distanz drauf, der Schuss wird unhaltbar abgefälscht.

Wenig später macht Emanuel Schreiner alles klar (82.) und trifft kurz darauf sogar noch ein zweites Mal (86.).

In der Tabelle geben die Altacher die Rote Laterne somit wieder an die Admira ab, das Pastoor-Team hält nun bei acht Punkten. Ried steht mit zehn Zählern auf Rang Zehn.

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Ausschluss als früher Knackpunkt

Eine Woche nach einer eher mutlosen Vorstellung beim 0:3 gegen den LASK, wollte Ried in einem "der wichtigsten Spiele im Herbst" (Trainer Gerald Baumgartner) gegen einen direkten Konkurrenten wieder punkten. Doch schon der Beginn des Duells hatte es aus Sicht der Hausherren in sich: Mit zwei unnötigen Verwarnungen innerhalb von drei Minuten flog Routinier Lackner in der elften Minute vom Platz. Kurz vor der Pause musste Stefan Nutz verletzungsbedingt ausgewechselt werden, wenig später schlug dann Altach zu: Der erste Treffer nach vier Partien ohne Tor kam aus einem von Constantin Reiner an Thurnwald verursachten Elfer, den Fischer sicher verwertete.

Doch Ried hatte Bajic. Bei seinem Bundesliga-Startelf-Debüt war es der 25-jährige Mittelfeldmann, der in der 30. Minute bei einem Schuss von Schreiner knapp vor der Linie rettete und sein erst drittes Spiel im Oberhaus kurz vor der Pause vorläufig krönte: Nach einem schnellen Konter setzte er sich gegen Emir Karic durch und lupfte den Ball mit Gefühl und Übersicht über Altach-Goalie Martin Kobras. Angesichts einer zerfahrenen Partie ohne echte Chancen war es ein überraschender, aber nicht unverdienter Ausgleich.

Am Ende deutlich

Die zweite Hälfte brachte einen offenen Schlagabtausch mit besseren Offensivszenen auf beiden Seiten. Die heißesten vorerst bei Altach, das in Person des eingewechselten Chinedu Obasi nach einer Ecke per Köpfler erst an der Stange anklopfte (59.) und wenig später auch noch Goalie Daniel Daniliuc zu einer Fußparade zwang (61.). Aufseiten Rieds hatte Bernd Gschweidl die Topchance, scheiterte aber aus relativ spitzem Winkel an Kobras (65.).

Je länger die Partie dauerte, desto stärker machte sich Rieds Unterzahl bemerkbar, es spielte nur noch Altach. In der 73. Minute konnte Daniliuc aus Kurzdistanz zwar gegen Schreiner retten, wenig später brachen die "Wikinger" auseinander. Erst stellte Thurnwald mit einem von Reiner unhaltbar abgefälschten Flachschuss auf 2:1, schließlich traf Schreiner sogar doppelt.

Textquelle: © LAOLA1.at/APA Zum Seitenanfang »

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