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Die Tops und Flops der 35. Runde

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Goodbye Grödig, Gorgon on fire und eine Liebeserklärung an den Jahrhunderttrainer.

Die 35. Bundesliga-Runde bietet wieder interessante Erkenntnisse. Wir haben die Tops und Flops!

Gorgon on fire

"Ich möchte die letzten Runden nützen, um mich in die Auslage zu spielen", nahm sich Alexander Gorgon vor zwei Wochen vor. Gesagt, getan. Der 27-Jährige erzielte gegen die SV Ried so wie vier Tage zuvor gegen die Admira einen Doppelpack und hatte damit maßgeblichen Anteil daran, dass seine Austria Platz drei und das Europacup-Ticket fix in der Tasche hat. Insgesamt war es sein sechster Saison-Doppelpack. Kein anderer Spieler traf heuer öfters doppelt als der Wiener. Nicht einmal Jonatan Soriano, der mit 21 Treffern die Torschützenliste anführt - noch. Denn Gorgon hat mittlerweile 19 Mal ins Schwarze getroffen und könnte den verletzten Spanier eventuell am letzten Spieltag noch einholen.




BILD DER WOCHE

Vom Untersberg ins Unterhaus


Die Liebeserklärung an den Jahrhundert-Trainer

Eine halbe Stunde vor Spielbeginn fuhr vor dem Pressebereich der Merkur Arena in Graz ein Wagen vor. Aufregung machte sich breit. Während sonst die TV-Kameras zu diesem Zeitpunkt auf die aufwärmenden Spieler gerichtet sind, wartete diesmal alles auf die Ankunft von Ivica Osim. Als er die Räumlichkeiten des Stadions betrat, herrschte respektvolle Stille. Während der Ehrung zu seinem 75. Geburtstag am Rasen legte dann die Grazer Nordkurve los. Im Rhythmus, zu dem ansonsten "Sturm!", "Graz!" angestimmt wird, erklang diesmal "Ivan!" "Osim!". Immer und immer wieder. Immer schneller. Osim trat am Weg zu seinem Sitzplatz noch eine kleine Ehrenrunde an. Der Höhepunkt des Abends war früh erreicht.



ZUSCHAUER-TENDENZ

Runde Top Flop Gesamt Schnitt
1. 15.100 (Rapid-Ried) 1.079 (Grödig-Altach) 36.826 7.365
2. 17.357 (Salzburg-Rapid) 2.940 (Admira-Mattersburg) 40.244 8.049
3. 13.300 (Rapid-WAC) 1.667 (Grödig-Austria) 27.490 5.498
4. 12.500 (Austria-Rapid) 1.212 (Grödig-Admira) 28.896 5.779
5. 14.876 (Sturm-Rapid) 2.402 (Admira-Ried) 35.089 7.018
6. 16.800 (Rapid-Grödig) 4.217 (Altach-Admira) 39.661 7.932
7. 14.300 (Rapid-Mattersburg) 1.454 (Grödig-Ried) 35.608 7.122
8. 8.347 (Salzburg-Grödig) 2.233 (Admira-WAC) 32.790 6.558
9. 15.500 (Rapid-Admira) 1.142 (Grödig-Mattersburg) 32.857 6.571
10. 6.410 (Austria-WAC) 3.345 (Admira-Sturm) 23.764 4.753
11. 23.200 (Rapid-Salzburg) 1.721 (Grödig-Sturm) 36.623 7.325
12. 7.715 (Salzburg-Admira) 3.079 (Ried-Mattersburg) 28.921 5.784
13. 32.200 (Rapid-Austria) 2.109 (Admira-Grödig) 58.479 11.696
14. 14.700 (Rapid-Sturm) 1.226 (Grödig-WAC) 32.288 6.458
15. 11.822 (Austria-Salzburg) 1.815 (Admira-Altach) 27.949 5.590
16. 9.623 (Salzburg-Sturm) 2510 (Ried-Grödig) 32.515 6.503
17. 16.400 (Rapid-Altach) 2.036 (Grödig-Salzburg) 33.460 6.692
18. 6.244 (Austria-Sturm) 2.700 (Mattersburg-Grödig 22.065 4.413
19. 12.700 (Rapid-Ried) 1.020 (Grödig-Altach) 27.549 5.509
20. 14.167 (Salzburg-Rapid) 1.919 (Admira-Mattersburg) 30.899 6.180
21. 13.700 (Rapid-WAC) 1.436 (Grödig-Austria) 25.159 5.032
22. 12.500 (Austria-Rapid) 1.124 (Grödig-Admira) 26.215 5.243
23. 12.571 (Sturm-Rapid) 2.150 (Admira-Ried) 29.805 5.961
24. 14.200 (Rapid-Grödig) 2.700 (Mattersburg-WAC) 35.155 7.031
25. 13.200 (Rapid-Mattersburg) 1.320 (Grödig-Ried) 26.815 5.363
26. 7.771 (Salzburg-Grödig) 2.014 (Admira-WAC) 25.544 5.109
27. 13.000 (Rapid-Admira) 1.176 (Grödig-Mattersburg) 29.303 5.861
28. 7.011 (Austria-WAC) 3.205 (Admira-Sturm) 26.818 5.364
29. 24.800 (Rapid-Salzburg) 2.000 (Grödig-Sturm) 39.343 7.868
30. 8.109 (Salzburg-Admira) 4.086 (Ried-Mattersburg) 30.895 6.179
31. 26.200 (Rapid-Austria) 2.201 (Admira-Grödig) 49.397 9.879
32. 16.200 (Rapid-Sturm) 1.224 (Grödig-WAC) 32.011 6.402
33. 8.513 (Sturm-Ried) 2.246 (Grödig-Rapid) 23.706 4.741
34. 11.327 (Salzburg-Sturm) 4.500 (Mattersburg-Rapid) 33.204 6.641
35. 14.200 (Rapid-Altach) 2.207 (Grödig-Salzburg) 30.362 6.072
GESAMT: 1.127.705 6.444

Der Lacher des Ernst Baumeister

Admira-Coach Ernst Baumeister sorgt nach dem 2:1-Auswärtssieg seiner Elf beim WAC für Lacher. Da Sturm gegen Mattersburg in letzter Minute noch den 1:1-Ausgleich kassiert, liegen die Südstädter auf Tabellen-Rang vier - mit zwei Punkten Vorsprung auf die Grazer. Davon weiß Baumeister unmittelbar nach Spielende noch nichts. "Jetzt sind wir Vierter? Hat Sturm nicht gewonnen? Hoppala!", antwortet die Austria-Legende bei "Sky" mit einem breiten Grinsen im Gesicht. Seine Freude ist verständlich: Denn sollten die Niederösterreicher am letzten Spieltag Platz vier verteidigen, würden sie nächste Saison definitiv international spielen - egal wie das Cupfinale gegen Salzburg endet. Daher fordert Baumeister: "Wir müssen schauen, dass wir Rapid schlagen." Die Grazer gastieren bei der Wiener Austria.



Rieds bundesliga-untaugliche Vorstellung

Gut, nach einem erreichten Ziel (Klassenerhalt, Anm. d. Red.) kann man vielleicht unterbewusst das eine oder andere Prozent nachlassen. Aber so wie sich die Rieder beim 0:5 gegen die Austria präsentiert haben, grenzt dies an Arbeitsverweigerung. Die Innviertler lieferten eine desolate Vorstellung. Kein Biss, kein Aufbäumen, kein gar nix. Bezeichnend dafür, dass nur zwei Feldpieler (Filipovic und Streker) eine positiv Zweikampfbilanz aufweisen konnten. Selbst Coach Paul Gludovatz war fassungslos: "Ich lasse nicht gelten, dass die Luft draußen war. Ich geniere mich für diese Leistung, an der ich mitbeteiligt war. So etwas ist mir lange nicht untergekommen. Ich bitte alle um Entschuldigung. Wenn man so geringe Qualitätsmerkmale zeigt und alles vermissen lässt, was uns stark gemacht hat, dann stimmt etwas nicht in den Köpfen der Spieler. Ich kann so eine Leistung nicht tolerieren, bin total enttäuscht und frustriert. Ich werde mir morgen die Amateure anschauen und die zwei, drei besten nach Altach mitnehmen. Die hier bleiben, müssen trainieren."


Goodbye Grödig

Frei nach Klaus Schmidt: "The magic is over." Grödig muss nach drei turbulenten Jahren absteigen und ist damit naturgemäß ein Flop der Runde. Wobei wir hier das Engagement von Manager Christian Haas und seinem Team positiv herausstreichen möchten. Sie haben den Klassenerhalt auch nicht beim 1:2 gegen Salzburg verspielt, sondern in jener Phase, in der sie in elf Partien nur zwei Punkte holten. "Wer einen Spieltag vor Schluss sieben Punkte Rückstand auf Rang neun hat, steigt verdient ab", sagte Haas am Mittwoch selbst. Und so lobend wir die intensive Arbeit hervorheben, so müssen wir auf der anderen Seite auch sagen: Die Bundesliga wird es verkraften. Die Zuschauer-Tendenz oben ist der eindeutige Beweis dafür: 17 von 18 Grödig-Heimspielen waren mit die schlechtbesuchtesten der Liga. Sorry Grödig, aber natürlich weiterhin alles Gute!




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