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NEWS
Silberberger: "Wenn du solche Böcke schießt..."
Die WSG Tirol kassiert am Samstag nach einem kurzen Aufwärtstrend in den letzten Wochen die bereits zweite Niederlage in Serie - und was für eine!
Auswärts beim überlegenen Tabellenführere FC Red Bull Salzburg setzt es für die Wattener eine deftige 0:5-Klatsche (Spielbericht >>>). Das Bittere daran: Die WSG hatte genügend Chancen, um die Mozartstädter ernsthaft zu ärgern.
Geworden ist es allerdings ein Debakel. Dementsprechend präsentiert sich auch WSG-Cheftrainer Thomas Silberberger nach dem Spiel vor dem "Sky"-Mikro. Was ihn am meisten ärgerte? "Die Gegentore. Ich glaube, von den fünf haben wir uns vier selbst gemacht", so Silberberger.
"Wenn du solche Böcke schießt wie wir, dann wirst du gegen Red Bull eine Klatsche kriegen und auch gegen jedes andere Bundesliga-Team schwer punkten", fährt der Tiroler fort.
"Was die letzten zehn Minuten passiert, ist heftig"
Dabei stand es bis kurz vor Schluss "nur" 2:0 für Salzburg, erst in den Schlussminuten ließen sich die Tiroler noch drei weitere Gegentore einschenken. "Phasenweise waren wir gut im Spiel, Knackpunkt war das 2:0 kurz nach der Pause. Dann haben wir eine gute Phase gehabt, aber dann, was die letzten zehn Minuten passiert, das ist ja... heftig", hält sich Silberberger noch zurück.
"Fakt ist, es passiert uns zum wiederholten Mal. Sturm Graz war das gleiche Match", spricht der WSG-Coach eine frühere Bundesliga-Klatsche an. "Wir sind gut im Spiel und dann machen wir Sachen, die du nie machen darfst. Das verstehe ich einfach nicht."
"Dass wir da nicht sagen, wir formieren uns jetzt zehn Minuten hinten drin", versucht Silberberger einen besseren Ansatz zu finden, nur um dann wieder ironisch zurückzurudern: "Wobei das auch nichts nützt, weil wir machen die größten Fehler im Ballbesitz und nicht gegen den Ball."
"Können von Mourinho, Klopp, Guardiola oder Jaissle trainiert werden..."
Dass man gegen Salzburg nicht unglaublich viel erwarten durfte, war wohl von Anfang an klar, die Art und Weise, wie sich die Wattener in den letzten Minuten jedoch präsentierten, kann Thomas Silberberger nicht so einfach abschütteln.
"Schau dir die Tore an, dann weißt du, wie es mir jetzt geht. Das nehme ich bis zum Dreikönigstag mit", erklärt der 48-Jährige. "Es ist sehr belastend, weil es definitiv in meinen Augen zu hoch ist. Ich habe schon vor dem Spiel gesagt, wir brauchen einen überragenden Tag, dass du bei Red Bull was holen kannst."
"Wenn du 2:0 verlierst, wo ist das Problem? Wie wir das 5:0 kriegen nach dem Auswurf, da bist du machtlos. Da können sie aber auch von Mourinho trainiert werden, oder von Guardiola, oder von Klopp, oder von Jaissle. Scheißegal! Mit solchen Böcken im Ballbesitz wird es schwer", wird Silberberger seinen Frust los.