WAC am Weg zur guten Adresse

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Wenngleich drei Neuzugänge nur einem Abgang gegenüberstehen, ist es eine ausgeglichene Transferbilanz, die der Wolfsberger AC nach diesem Winter aufweist.

Neben Dever Orgill, der an Ankaragücü verkauft wurde, steht mit Marc Andre Schmerböck nämlich noch eine Stammkraft aus dem Herbst nicht zur Verfügung. In 18 Pflichtspielen hat der Steirer immerhin acht Tore und drei Assists verbucht.

"Die Verletzung von Schmerböck ist ein bitterer Verlust für uns. Mit Sekou Koita und Kevin Friesenbichler wollten wir das in der Offensive kompensieren", erklärt WAC-Vizepräsident Christian Puff.

Der 19-jährige Koita kommt leihweise aus Salzburg ins Lavanttal. Im Herbst bremste ihn zunächst eine Muskelverletzung aus, sobald der sechsfache Teamspieler Malis fit war, war er beim FC Liefering gesetzt (1 Tor, 3 Assists in 9 Spielen). Friesenbichler wurde indes mit Kaufoption von der Austria ausgeliehen. Mit zwei Toren in 13 Bundesliga-Partien blieb der Steirer im Herbst ausbeutetechnisch unter, von den Einsatzminuten (801) her aber über den Erwartungen.

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Im Gegensatz zum Fall Schmerböck ist der Verlust von Orgill nicht dem Pech zuzuschreiben. Ankaragücü hat den Jamaikaner für gutes Geld gekauft, wie Puff verrät: "Wir haben die Bedingungen, unter denen wir ihn gehen lassen, genannt. Eigentlich war das fast schon vom Tisch, am letzten Tag hat Ankaragücü eingelenkt. Wir haben den Deal zu unseren Bedingungen gemacht. Für unsere Verhältnisse ist es eine ganz schöne Summe."

Schmid als Wunschersatz für Orgill

Nachdem der Transfer aber praktisch fünf vor Zwölf über die Bühne gegangen war, wurde die Zeit für die Wolfsberger knapp. Eine Lösung konnte aber gefunden werden: "Mit Romano Schmid konnten wir unseren Wunschersatz für Dever Orgill verpflichten. Wir hatten ein paar Kandidaten, in der kurzen Zeit ist es aber schwierig, einen Spieler zu verpflichten, von dem man zwar das Sportliche, aber nicht den Charakter kennt."

Vizepräsident Christian Puff
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Schmid wechselte bekanntlich in diesem Winter von RB Salzburg zum SV Werder. Die Bremer kündigten aber sofort an, den 19-Jährigen weiterverleihen zu wollen, um ihm Spielpraxis zu ermöglichen.

Ähnliche Varianten kann sich Puff in Zukunft öfter vorstellen: "Es gibt immer wieder Spieler, die bei größeren Klubs zu wenig Einsatzzeiten bekommen – da ist die österreichische Bundesliga eine sehr gute Plattform. Klubs, mit denen wir in Kontakt treten, sehen die sportlichen Ziele und die Weiterentwicklung der Spieler auch, sonst würde so etwas eh nicht funktionieren. Das ist ein Weg, auf dem wir eine gute Adresse sind."

Überhaupt habe er im Laufe der Transferzeit eines gemerkt: "Wir haben uns im Laufe der letzten Jahre einen Namen erarbeitet, die Außendarstellung des Klubs ist eine sehr gute geworden. Aufgrund unserer Leistungen sieht der eine oder andere Spieler den WAC als gutes Sprungbrett – dadurch tun wir uns leichter, Kontakte herzustellen."

Was macht Liendl?

Arbeit wartet auf die Führungsriege der Kärntner auch in den kommenden Wochen. Die Verträge von Michael Liendl, Christian Dobnik, Mario Leitgeb, Alexander Kofler, Marcel Ritzmaier, Sasa Jovanovic, Gerald Nutz, Bernd Gschweidl, Bojan Avramovic und Stefan Gölles laufen im Sommer allesamt aus.

Deshalb haben die Klub-Bosse das Trainingslager auch schon dazu genutzt, um mit diversen Spielern Gespräche über eine mögliche weitere Zusammenarbeit zu führen.

Und wird Liendl über den Sommer hinaus bleiben? "Er ist eine unserer Säulen. Wir haben bereits Gespräche geführt. Es gefällt ihm bei uns, wir sind mit ihm zufrieden. Ich denke, wir werden in den nächsten Wochen eine positive Lösung erzielen", ist Puff zuversichtlich.


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