Monschein: "Das haben wir gebraucht!"

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Im vierten Anlauf hat es für die Wiener Austria in dieser Saison endlich mit dem ersten Heimsieg geklappt.

Glanzvoll war der mühsam errungene 2:0-Erfolg über den SCR Altach zwar nicht gerade, unter dem Strich zählten bei den Violetten aber nur die drei ins Trockene gebrachten Punkte.

„Ich weiß nicht, wie lange wir schon auf einen Sieg gewartet haben. Das haben wir gebraucht“, atmete 1:0-Torschütze und Assist-Geber Christoph Monschein auf.

Man schrieb übrigens den 19. Mai 2019 als die Austria-Fans zuletzt in der Generali-Arena einen Sieg ihrer Mannschaft bejubeln durften. Gegner war damals der WAC.

Für den im Sommer von den Wolfsbergern gekommenen Trainer Christian Ilzer war es überhaupt der erste Heimsieg in seiner Ära: „Ich bin zufrieden, dass wir endlich zu Hause gewinnen konnten. Auch dass wir zu Null gespielt haben, wir haben nahezu nichts zugelassen“, bilanzierte der Chef-Coach, der allerdings auch zugab, dass die Fans ihr Hauptaugenmerk lieber auf das Resultat und nicht auf das dargebotene Spiel legen sollten.

Ilzer: "Von Anfang an zerfahren"

„Es war ein zerfahrenes Spiel von Anfang an mit vielen Zweikämpfen. In der zweiten Halbzeit haben wir uns mehr zugetraut und sind mit Toren belohnt worden“, lenkte Ilzer seine Analyse pragmatischerweise schnell wieder auf die nackten Zahlen.

„Zum Anschauen war es nicht lustig“, hatte auch sein Gegenüber Alex Pastoor Mitleid mit allen Nicht-Austria-Fans im Stadion. „Es ist ein enttäuschender Nachmittag, das war eine sehr schlechte Leistung von uns fußballerisch und auch organisatorisch. Wir sind in der Lage, guten Fußball zu spielen. Aber davon hat man einfach nichts gesehen.“

Monschein entging frühem Ausschluss

„Es war alles andere als ein gutes Fußballspiel, aber das ist auch dem Platz geschuldet. Es wurde auf beiden Seiten nur der Ball hoch nach vorne geschupft. Es war nicht das beste Spiel, aber wir haben viel Einsatz und Kampf gezeigt“, meinte Monschein, der seinen an den Tag gelegten Elan beinahe bitter bereut gehabt hätte.

Nach einem Zweikampf gegen Diakite trat der Austrianer seinem am Boden liegenden Gegenspieler böse auf die Wade. Selbst nach der Zeitlupe waren sich fast alle Beteiligten einig, dass Monschein dafür eigentlich bereits in der 18. Minute glatt Rot hätte sehen müssen.

„Man sieht aber in der Zeitlupe auch, dass ich ihm unabsichtlich draufsteige. Das tut mir leid, aber so etwas passiert. Ich hab auch einiges einstecken müssen“, versuchte Monschein die Situation im Sky-Interview zu erklären. „Es liegt in der Betrachtungsweise des Schiedsrichters. Man sieht, dass ich den Ball spielen will, er hat sich umgedreht, keine Ahnung warum er das gemacht hat…“

"Kleiner Schritt nach schwachem Start"

Altachs Manfred Fischer zeigte Verständnis für Monschein: „Es war schon eine ganz gute Härte. Manchmal waren beide Mannschaften etwas übermotiviert. Aber es ist eben auch um sehr viel gegangen.“

Wohl wahr: Bei einer neuerlichen Niederlage hätte sich die Wiener Austria auf dem vorletzten Platz der Liga einzementiert. Nun befindet man sich als Siebenter immerhin wieder auf Tuchfühlung mit der oberen Tabellenhälfte.

Für Austria-Verhältnisse freilich immer noch kein zufriedenstellender Zustand. „Ich hoffe, dass es ein kleiner Schritt nach diesem schwachen Saisonstart war. Ich habe eine Mannschaft gesehen, die entschlossen für das Resultat gearbeitet hat. Das ist ein erster Schritt“, so Ilzer, der den zweiten bereits am Mittwoch folgen lassen will. Da steht das Cup-Zweitrunden-Spiel bei WSG Tirol auf dem Programm.

Monschein: „Das ist extrem wichtig für uns – da wollen wir unbedingt weiter kommen.“

Die Wattener wahrscheinlich aber auch.

Textquelle: © LAOLA1.at

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