WAC "kann es besser"
Von dort sah der Niederösterreicher, wie die Austria mit einem Doppelschlag durch Malone und Fischer aus der Pause kam.
Trainer Didi Kühbauer sah aber schon in der ersten Hälfte ein Spiel, das ihm nicht gefiel: "Wir haben es einfach nicht gut genug gemacht. In der ersten Hälfte waren wir verhalten, was eigentlich nicht unsere Eigenschaft ist. Ich denke, dass wir das besser können. Da ist noch nichts passiert, der Nik (Tormann Nikolas Polster, Anm.) hat uns im Spiel gehalten, da hätte die Austria schon führen können."
Kritik übte Kühbauer am Schiedsrichter für das aus seiner Sicht irreguläre zweite Gegentor. "Was aber ärgerlich war, ist, dass wir kurz nach der Pause den Doppelschlag kriegen, wobei ich vom zweiten Tor gar nicht reden will. Abgesehen davon, dass es ein Tor war, das nicht zählen durfte, hat sich auch der Piesinger etwas gebrochen. Es ist schade, wenn du das zweite Tor kriegst, das nicht regulär ist und sich ein Spieler dabei noch etwas bricht, dann ist das noch schlimmer."
Trotzdem sei die Austria das bessere Team gewesen und habe verdient gewonnen. "Wir hätten mehr Mut beweisen müssen, mehr Leidenschaft, das hat uns heute gefehlt. Wir wissen, dass wir es besser können. Wenn du zwei Runden vor dem Ende so eine große Chance hast, tut es umso mehr weh", klagte Kühbauer. Trotzdem werde er deswegen mit seiner Mannschaft nicht hart ins Gericht gehen.
Denn: "Wir haben eine Restchance nächste Woche. Natürlich hätten wir es uns leichter machen können, wenn wir heute gewonnen hätten, aber hätti, wari, die Geschichte kennen wir."
(Text wird unterhalb fortgesetzt)
Starker Polster hält Mannschaft lang im Spiel
Dabei wären die Wolfsberger fast noch einmal herangekommen, nach dem Ausgleich von Omic traf Diabate die Latte. Dennoch fehlte am Ende das Glück und die Präzision, um zu punkten. "Wir haben uns heute viel vorgenommen und deswegen ist die Stimmung bei mir gerade eher negativ", konnte sich Torhüter Nikolas Polster nicht wirklich über seine eigene gute Leistung freuen.
"Heute haben sie mich ein paar Mal gebraucht, dafür bin ich da. Ich glaube, ich habe die eine oder andere Situation gut gelöst hinten, aber im Endeffekt zählen die null Punkte und nicht meine Leistung", so der 22-Jährige.
Der Blick ging gleichzeitig schon wieder nach vorne: "Die Chance lebt, wir haben es leider nicht mehr selbst in der Hand, wie wir es gerne hätten. Aber jetzt müssen wir auf Sieg spielen in Graz und schauen, was die Austria macht."
Baumgartner hofft auf Blitzheilung
Bei jenem Spiel hofft auch Baumgartner darauf, wieder dabei sein zu können. "Einerseits ist es gut, dass beim schmerzenden Knöchel schon so ziemlich alles abgerissen ist, was es gibt, von dem her kann nicht mehr so viel reißen. Aber man muss natürlich schauen, wie es sich in den nächsten Tagen entwickelt. Aber wenn es irgendwie geht, werde ich alles daran setzen, dass ich am Samstag spielen kann."
Dann gelte es nämlich, die eigenen Hausaufgaben zu erledigen, und dann zu schauen, was herauskommt. Vielleicht ja der Meistertitel.