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Vor Ligastart: Meister LASK dämpft die Erwartungshaltung

Durch Verletzungen und den Abgang von Sasa Kalajdzic ist die Offensive des LASK nicht bei 100 Prozent. Auftakt-Gegner GAK kann befreit aufspielen.

Vor Ligastart: Meister LASK dämpft die Erwartungshaltung Foto: © GEPA

Meister LASK eröffnet die Saison in der ADMIRAL Bundesliga am Freitagabend (19.30 Uhr im LIVE-Ticker) mit einem Heimspiel gegen den GAK.

Die Linzer plagen Personalsorgen in der Offensive, der Kreuzbandriss des in der Sommerpause vom Auftaktgegner aus Graz nach Oberösterreich gewechselten Neo-Stürmers Ramiz Harakate wiegt schwer.

Die Grazer wittern ihre Chance, zum Start in Linz etwas Zählbares mitzunehmen. "Den Druck haben nicht wir", betonte GAK-Trainer Ferdinand Feldhofer.

Der LASK bestreitet sein erstes Heimspiel als österreichischer Meister seit 1965. Die Rolle als Titelverteidiger soll laut Trainer Dietmar Kühbauer aber nichts Wesentliches ändern. "Besser fühle ich mich nicht rein körperlich, besser schaue ich auch nicht aus", meinte der 55-Jährige. "Das muss man vom Tisch wischen."

Spielphilosophie bleibt gleich

Wesentlicher ist für ihn, den Abgang von ÖFB-Teamstürmer Sasa Kalajdzic zu kompensieren, einem der Schlüsselspieler beim überraschenden Double-Gewinn. "Kalajdzic war für uns ein enorm wichtiger Spieler, er hat die Spieler um ihn besser gemacht. Aber er ist nicht mehr da, das müssen wir so annehmen", betonte Kühbauer.

Es sei eine Veränderung, Fußball werde aber immer noch mit Leidenschaft, guten Laufwegen und Energie gespielt. "Wir müssen das Spiel nicht grundlegend verändern."

Wenige Optionen in LASK-Offensive

Ein bis zwei neue Stürmer werden nach Harakates Kreuzbandriss noch gesucht. Gegen den GAK dürfte neben Samuel Adeniran und Krystof Danek in der Offensive Christoph Lang beginnen. Moses Usor scheint nach seiner Meniskus-OP bisher nur als "Joker" eine Option.

Beim 7:0-Auftaktsieg des Doublegewinners im Cup gegen Kalsdorf spielte der Nigerianer eine halbe Stunde, der für den verletzten Harakate eingewechselte Lang traf viermal.

"Sieben Tore zu schießen war sehr gut. Es war super, dass die Jungs draufgeblieben sind", meinte Kühbauer. Daran soll zu Hause angeknüpft werden. "Im Fußball ändert es sich nie, dass man in einem Heimspiel dem Gegner sein Spiel aufzwingen will. Ein gutes Spiel ist unser Ziel."

Mehrere LASK-Debüts?

Im Vorjahr war der Ligastart mit einem 0:2 gegen Sturm Graz danebengegangen, damals noch ohne Kühbauer. "Jeder weiß, was los ist. Der Großteil vom Kader ist derselbe", erklärte Kapitän Sascha Horvath.

Neben ihm dürfte wie im Cup Neuzugang Robert Ljubicic im Mittelfeldzentrum beginnen. "Jeder kennt seine Qualitäten, er ist ein guter Fußballer und wird uns sicher helfen", sagte Horvath über den Ex-Rapidler. Neu zur Verfügung hat Kühbauer auch Alessandro Schöpf. Der ÖFB-WM-Teilnehmer könnte gegen den GAK sein Debüt geben.

Besonderes Duell für Michorl

Ein besonderes Spiel wartet auf GAK-Neuzugang Peter Michorl, der von 2014 bis 2024 nicht weniger als 351 Pflichtspiele für den LASK bestritten hat. "Am Platz werden wir keine Freunde sein, danach schon wieder", sagte Horvath. Zehn Jahre seien eine lange Zeit, ergänzte Michorl. "Aber ich fahre nicht nach Linz, um Hände zu schütteln. Wir wollen etwas mitnehmen."

Das sieht auch Feldhofer so. "Die Mannschaft ist gut vorbereitet und brennt darauf, dass es wieder losgeht", versicherte der Ex-Internationale. "Wir fahren mit breiter Brust nach Linz, wissen aber, wie stark der Gegner ist, und dass wir alles abrufen müssen."

In der vergangenen Saison mussten die Grazer bis in Ligarunde zwölf auf den ersten Saisonsieg warten. So lange soll es diesmal längst nicht dauern. Die beiden Duelle mit dem LASK gingen in deren Meistersaison jeweils an die Linzer.

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