Verwirrung bei Heraf nach Rot

 

Der Erfolgslauf der SV Ried wurde am Innsbrucker Tivoli jäh gestoppt. Die Innviertler müssen in der 9. Bundesliga-Runde eine deutliche 2:4-Niederlage gegen die bis dahin sieglose WSG Tirol einstecken.

SVR-Coach Andreas Heraf erlebte einen Großteil der Partie von der Tribüne aus. Wegen eines falsch durchgeführten Freistoßes der Gastgeber, der zum Corner, aus dem das 2:0 resultierte, geführt hat, regte sich der Wiener furchtbar auf. So sehr, dass Referee Alexander Harkam ihm Rot zeigte.

Heraf erklärt bei "Sky": "Was ich gesagt habe, war nicht jugendfrei. Aber es war in keiner Weise gegen die Schiedsrichter gerichtet, das hat er mir auch bestätigt. Ich weiß nicht, warum ich trotzdem die Rote Karte bekommen habe. Aber das darf mir nicht passieren."

Verwirrung herrschte dann darüber, welche Befugnisse Heraf nach seiner Verbannung auf die Tribüne hatte. Er gibt zu: "Ich wollte zur Pause in die Kabine gehen, dann hat man mir gesagt, ich darf nicht. Ich habe von der Tribüne aus über die Bank kommuniziert. Dann hat man mir erzählt, dass das auch nicht möglich ist."

Also zückte der Trainer der "Wikinger" das Handy und telefonierte mit einem Kollegen auf der Bank: "Mir wurde gesagt, mit Telefon ist das möglich, das habe ich getan und ich denke, das war in Ordnung. Wenn nicht, tut es mir leid, aber das hätte mir dann wer sagen müssen."

Die Rechtspflege-Ordnung des ÖFB dazu: "Der Ausschluss bezeichnet die Aufforderung des Schiedsrichters an eine Person, den Spielfeldbereich zu verlassen. Die betreffende Person darf auch nicht auf der Ersatzbank Platz nehmen. Die ausgeschlossene Person darf sich in keiner Weise am Spielgeschehen beteiligen. Der Zugang zur Tribüne ist ihr gestattet."

Genutzt hat es jedenfalls nichts. Goalie Samuel Sahin-Radlinger nach der Partie geknickt: "Es war extrem schlimm für mich heute. Wir haben nicht das auf den Platz gebracht, was wir können. Wir haben die Gegentore viel zu einfach bekommen. Es war ein gebrauchter Tag für uns alle. Wenn man auswärts so eine draufkriegt, muss man schon schauen, was man falsch gemacht hat."

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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