Prevljak? Rapid laut Bickel "nicht chancenlos"

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SK-Rapid-Sportchef Fredy Bickel steht in der Verantwortung und hat viel Arbeit vor sich.

Etwa die Vertragsverlängerung - oder auch nicht - von Trainer Goran Djuricin, der genau ein Jahr im Amt ist und dessen Bilanz zwiegespalten ausfällt. Bickel meint in der "Sportzeitung" zur Trainerfrage: "Ich will Gogo nicht in den Himmel heben, aber er hat Entwicklungspotenzial. Man darf nicht vergessen, dass das seine erste Profisaison ist."

Transfertechnisch hat Rapid Mattersburg-Scharfschütze Smail Prevljak im Visier, der aber RB Salzburg gehört. Die Bullen wollen vom Rapid-Interesse nichts wissen. Doch Bickel gibt auf der Suche nach einem treffsicheren Stürmer nicht auf: "Es ist sicher nicht so, dass Salzburg ein schriftliches Angebot von uns vorliegen hat. Aber sie wissen sehr wohl, dass er auch für uns ein interessanter Mann ist. Man spricht natürlich mit den Beratern. Und ich glaube, dass wir nicht ganz chancenlos sind."

Rapidler international begehrt

Ein Stürmer sowie ein Außenverteidiger stehen weiter ganz oben auf der Liste, angeblich soll Sturms Marvin Potzmann bereits unterschrieben haben. Weitere Wechsel werden aufgrund eines nicht vorhandenen Transferbudgets wohl nur durch Verkäufe möglich.

Und Anfragen gibt es laut Bickel genügend. "Eigentlich mehr als mir lieb ist. Kvilitaia, zum Beispiel, hat vor allem im Osten einen sehr guten Namen und wird immer wieder angefragt. Auch Schaub, Schwab, Bolingoli, Galvao. Sogar Strebinger. Aber das heißt jetzt nicht, dass sie im Sommer alle weg sind. Das wollen wir auch nicht, wir wollen mit ihnen in die neue Saison gehen."

"Ein anderer Charakter würde uns gut tun"

Obwohl der Schweizer zugibt, dass er die Spieler alle fast zu gerne hat, um sich von jemandem zu trennen. Gleichzeitig meint er jedoch: "Vielleicht haben wir zu viel ähnlich geartete Spieler und ein anderer Charakter oder Typ würde uns durchaus gut tun."

Dass in den vergangenen Jahren nicht viele Profis in die Führungsspieler-Rolle drängten, hängt laut Bickel auch mit der Rolle von Steffen Hofmann zusammen, der die Geschichte des Vereins über 15 Jahre geprägt hat.

"Ich habe schon einmal erzählt, wie es am Anfang war: Wenn ich in der Kabine etwas gefragt habe, haben alle zuerst auf den Steffen geschaut. Daran, was er dann gesagt hat, hat sich die ganze Truppe orientiert. Ich will das nicht negativ bewerten, es zeigt nur, es ist schwierig, so einen Spieler zu ersetzen. Das war etwa für den neuen Kapitän Stefan Schwab nicht einfach. Aber ich finde, er hat eine sehr positive Entwicklung genommen."

Im kommenden Jahr geht es um Weiterentwicklung. Denn während Platz drei in dieser Saison noch "in Ordnung wäre", wäre dieser im kommenden Jahr zu wenig. "Da legen wir uns die Latte schon selbst höher, wollen wir eine Etage höher sein."


Textquelle: © LAOLA1.at

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