Tests und Trainings: Die Klubs legen wieder los!

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Als erster österreichischer Bundesligist nimmt der LASK am Montag das Training in Kleingruppen auf. Alle anderen elf Oberhaus-Klubs sowie Cup-Finalist Austria Lustenau lassen sich noch etwas Zeit.

Meister Red Bull Salzburg wird laut Vereinsangaben wohl am Dienstag starten - so wie eventuell auch Rapid, Sturm Graz, der WAC und Lustenau.

Bei der Austria, Mattersburg und dem SKN St. Pölten könnte es am Mittwoch losgehen, am Donnerstag dürften die Profis von Hartberg und Altach ihr Rasen-Comeback geben. Die WSG Tirol dürfte erstmals am Donnerstag oder Freitag auf dem Platz stehen. Die Admira konnte am Sonntagnachmittag gegenüber der APA noch keinen Zeitpunkt für die Wiederaufnahme des Trainings nennen.

Marsch: "Die Jungs sind glücklich"

Die Wiener Austria lässt ihre Kicker und Betreuer am Montag auf den Coronavirus testen, beim LASK sowie in Salzburg begannen diese Tests am Samstag. Der Titelverteidiger will bei den Kleingruppentrainings die Infrastruktur der Red-Bull-Arena und des Trainingszentrums in Taxham nutzen. Trainiert werden soll in Taxham - dort stehen insgesamt fünf Plätze zur Verfügung.

"Es ist nicht so einfach. Wir werden viel mit Passformen und Torabschluss machen. In dieser Zeit ist es wichtig, technisch mit dem Ball zu arbeiten, aber auch eine gute Fitness zu finden für den Start der Meisterschaft", gibt Trainer Jesse Marsch im ORF Einblick.

Die Trainingsinhalte werden in den ersten Tagen auch gar nicht das Wichtigste sein. "Die Jungs sind einfach sehr glücklich, dass sie wieder zusammen Zeit verbringen und wieder Fußball spielen können", so Marsch.

Spieler werden zu "Heimduschern"

Details wie etwa die Frage, wo die Profis duschen, sind bei den "Bullen" noch nicht geklärt. Bei Rapid wiederum ist wie bei den meisten anderen Vereinen fixiert, dass die Kicker zu "Heimduschern" werden. Kapitän Stefan Schwab und Co. bekommen nach den Einheiten trockenes Gewand und müssen sofort wieder das Trainingsgelände verlassen. Die Hütteldorfer trainieren künftig nicht wie üblich beim Happel-Stadion, sondern auf den Trainingsplätzen beim eigenen Allianz Stadion.

"Es ist für die Spieler eine ganz gute Geschichte und der Beginn einer Rückkehr zum Alltag, auch wenn es nicht der Alltag ist, den wir gerne hätten", erläutert Trainer Didi Kühbauer.

(Text wird unter dem Video fortgesetzt)

Im Gegensatz zu Rapid denkt Sturm Graz über Corona-Tests vor dem Trainingsstart nach. Die Steirer könnten so wie der WAC, der in punkto Tests noch unschlüssig ist, ebenfalls am Dienstag starten. Das trifft auch auf Cup-Finalist Austria Lustenau zu.

Die Verordnung des Gesundheitsministerium sieht vor, dass "in Kleingruppen von maximal sechs Kaderspielern mit gleichbleibender personeller Zusammensetzung" trainiert werden darf. Außerdem heißt es in dem Schreiben unter anderem: "Zwischen Kaderspielern, Betreuerinnen bzw. Betreuern und Trainerinnen und Trainern ist ein Abstand von mindestens zwei Metern einzuhalten. Dabei ist darauf zu achten, dass Trainingseinheiten, sofern möglich, nicht in geschlossenen Räumlichkeiten erfolgen."

An die Regelungen der Regierung will man sich genauestens halten. "Wir müssen in jeder Situation aufpassen und viel Respekt zeigen für die Maßnahmen der Regierung", sagt Marsch stellvertretend für alle Liga-Coaches im ORF.

Marsch rechnet "zu 100 Prozent" mit Meister-Kür auf Rasen

Geht es nach dem Salzburg-Trainer, so wird der Meister auf dem Platz gekürt. "Ich bin positiv und rechne zu 100 Prozent damit, dass die Saison fertiggespielt werden kann", sagt der USA-Amerikaner am Sonntag.

Seine Mannschaft startet drei Punkte hinter dem LASK in die Meistergruppe, in der für alle sechs Teams zehn Partien anstehen. "Natürlich wollen wir Meister sein, genauso wie der LASK oder auch Rapid, aber wichtiger ist jetzt Menschlichkeit und Zusammenhalt. Wir wollen durch die Spiele wieder ein bisschen den Weg in Richtung normales Leben finden", gibt Marsch in der ORF-Sendung "Sport am Sonntag" Einblick.

Erstes Highlight der "Bullen" wäre das Cup-Finale gegen Zweitligist Austria Lustenau, das im besten Fall bereits Mitte Mai noch vor den Bundesliga-Partien stattfinden soll. Viel Zeit bleibt den beiden Teams da in der Vorbereitung nicht. "Es ist nicht einfach mit so einer kurzen Vorbereitung, aber ich glaube schon, dass die Zeit reicht", meint der 46-Jährige.

Kühbauer: "Die Zeit ist definitiv zu kurz"

Rapid ist einer der vielen Vereine, die etwas mehr Zeit haben. Zufriedenstellend ist das für Dietmar Kühbauer aber keinesfalls. "Die Zeit ist definitiv zu kurz, aber wir sind bei der Geschichte nur Passagier. Alle müssen mit den selben Regeln spielen, ob es die besten sind, wird sich zeigen", gibt der Rapid-Coach preis. Laut ihm benötige man zwei bis vier Wochen Mannschaftstraining als Vorbereitung garantiert und laut einer Studie gar bis zu sechs Wochen.

Die wird es wohl nicht geben. Dadurch steigt auch das Verletzungsrisiko der Spieler. Deshalb hofft Kühbauer nicht auf ein Durchpeitschen der Saison mit ständigen englischen Runden bis Ende Juni.

"Ich glaube schon, dass man die Saison ein bisschen verlängern sollte. Denn jetzt es durchzuziehen und dann vielleicht große Kaderprobleme für nächste Saison wegen Verletzungen zu haben, wäre ein Wahnsinn. Es wäre besser, wenn man auf die Spieler auch ein bisschen schaut", verlautet der Burgenländer.

Die bisher letzten Bundesliga-Spiele wurden am 8. März absolviert, danach kam es wegen der Coronavirus-Pandemie zu einer Unterbrechung. Ausständig sind noch jeweils zehn Runden in der Meister- und Qualifikationsgruppe, also 60 Spiele, sowie das drei Partien umfassende Europa-League-Play-off und das Cupfinale zwischen Salzburg und Lustenau.

Bundesliga-Vorstand Christian Ebenbauer hält einen Meisterschafts-Neustart frühestens Mitte Mai für denkbar. Die Klubkonferenz am Freitag wird wohl Aufschluss darüber geben, ob dieser Zeitplan hält. Bei dieser Videokonferenz wird auch darüber beraten, ob die 2. Liga fortgeführt oder abgebrochen wird. In der zweithöchsten Spielklasse sind noch 11 Runden beziehungsweise 88 Matches auszutragen. Im Gegensatz zu den Oberhaus-Klubs dürfen die Zweitligisten vorerst nicht trainieren.

Textquelle: © LAOLA1.at/APA

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