Das größte Spiel der Bundesliga-Geschichte
Spätestens mit dem zweiten Tor war auch Rapids Gegenwehr kaum mehr vorhanden, der Sieg ging recht trocken mit auf die Heimreise.
Dennoch wurde Kiteishvili für die letzte Viertelstunde gebracht.
Georgiens Nationaltrainer Willy Sagnol nutzte seine guten Kontakte nach München, um dem jüngst 30 Jahre alt gewordenen Mittelfeldregisseur einen Termin beim jahrzehntelangen Teamarzt des FC Bayern und des DFB-Teams, Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt, zu organisieren.
Der stellte eine "funktionelle", keine "strukturelle" Verletzung fest. Dadurch gab es grünes Licht für einen Kurzeinsatz. "Ich hatte das Gefühl, dass wir so viel investieren mussten, dass wir jemanden gebraucht haben, der Ruhe reinbringt", erklärte Ingolitsch die Entscheidung.
"Flow" wichtiger als der Vorsprung
Ein anderer Routinier, der durchgehend am Platz stand, lobte vor allem den Auftritt nach der Pause: "Da haben wir richtig Klasse gezeigt, viele Chancen gehabt und nicht viel zugelassen", so Jon Gorenc Stankovic.
Der Kapitän schaue zwar nicht auf die Tabelle, wisse aber, dass als Gejagter noch mehr Fokus gefragt sein wird: "Denn jeder will uns schlagen."
Dass nun aber ein "Flow" gefunden wurde, wäre eine Grundlage dafür, die Entwicklung in der entscheidenden Phase weiter nach vorne zu treiben: "Wir verstehen uns immer mehr."
Ingolitsch schon selbstbewusst
Sein Trainer wusste über den Tabellenstand zur Zeit der Befragung zwar nicht Bescheid, aber war dennoch angriffiger: "Wir haben uns diese Position seit Wochen erarbeitet. Wir haben an Stabilität dazugewonnen."
Und es sei eben unangenehm, eine Mannschaft zu sein, die "schwer zu schlagen ist": Defensive Stabilität als oberster Faktor in einer Liga, in der die Konkurrenz Stabilität oder zumindest Beständigkeit vermissen lässt.
Darum hielt Sturms Trainer auch fest: Gelingt es, den Trend noch länger zu prolongieren - "dann ist auf jeden Fall Großes möglich."
Auch die Titelverteidigung.