Endstand
0:2
0:1 , 0:1
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Sturm wieder der Gejagte! "Die Position haben wir uns erarbeitet"

In der engen Meistergruppe stechen die Grazer aktuell leicht hervor. Seit sechs Spielen keine Niederlage - geht es so weiter, ist der Titel wieder drin.

Sturm wieder der Gejagte! "Die Position haben wir uns erarbeitet" Foto: © GEPA

Sturm Graz ist der Sieger der Runde!

Während es hinter dem Tabellenführer eng zugeht, hat der Titelverteidiger mit dem 2:0 bei Rapid einen Polster von vier Punkten aufgebaut. Sieben Spiele vor Schluss ist das noch keine Versicherung, aber zumindest eine wohltuende Momentaufnahme.

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Vor allem dahingehend, dass die wiedergefundene Stabilität auf dem Platz auch zu guten Ergebnissen führt.

In Hütteldorf waren die Grazer die abgebrühtere Mannschaft, die den Gegner seine Fehler machen ließ und im richtigen Moment da war, während Rapid hinten der Zahn gezogen wurde. Erstmals seit fünf Jahren blieben die Wiener in einem Heimspiel wieder ohne Torschuss>>>.

Und all das, obwohl es beim wohl besten Spieler der Bundesliga - Otar Kiteishvili - nur zu einem Kurzeinsatz reichte.

"Ich finde, das war ein sehr überzeugender Auftritt. Die Jungs waren bereit, alles reinzuwerfen, um diesen Sieg zu holen. Wir haben extrem gut und leidenschaftlich verteidigt. Der Gegner hat kein einziges Mal auf unser Tor geschossen und deswegen sind wir der hochverdiente Sieger", zeigte sich Fabio Ingolitsch rundum zufrieden.

"Kite" beim legendären Bayern-Arzt

Es war ein Erfolg des Kollektivs ohne den Anführer, "da war es nochmal das Motto, enger zusammenzuhalten und diese ganze Last, die er immer wieder trägt, auf mehreren Schultern zu verteilen."

In der ersten Hälfte blieb die Partie offen, weil guten Pressing-Momenten haarsträubende Fehler gefolgt seien. Mit der zweiten Halbzeit wurde dieses Manko aber in den Griff bekommen.

Das größte Spiel der Bundesliga-Geschichte

Spätestens mit dem zweiten Tor war auch Rapids Gegenwehr kaum mehr vorhanden, der Sieg ging recht trocken mit auf die Heimreise.

Dennoch wurde Kiteishvili für die letzte Viertelstunde gebracht.

Georgiens Nationaltrainer Willy Sagnol nutzte seine guten Kontakte nach München, um dem jüngst 30 Jahre alt gewordenen Mittelfeldregisseur einen Termin beim jahrzehntelangen Teamarzt des FC Bayern und des DFB-Teams, Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt, zu organisieren.

Der stellte eine "funktionelle", keine "strukturelle" Verletzung fest. Dadurch gab es grünes Licht für einen Kurzeinsatz. "Ich hatte das Gefühl, dass wir so viel investieren mussten, dass wir jemanden gebraucht haben, der Ruhe reinbringt", erklärte Ingolitsch die Entscheidung.

"Flow" wichtiger als der Vorsprung

Ein anderer Routinier, der durchgehend am Platz stand, lobte vor allem den Auftritt nach der Pause: "Da haben wir richtig Klasse gezeigt, viele Chancen gehabt und nicht viel zugelassen", so Jon Gorenc Stankovic.

Der Kapitän schaue zwar nicht auf die Tabelle, wisse aber, dass als Gejagter noch mehr Fokus gefragt sein wird: "Denn jeder will uns schlagen."

Dass nun aber ein "Flow" gefunden wurde, wäre eine Grundlage dafür, die Entwicklung in der entscheidenden Phase weiter nach vorne zu treiben: "Wir verstehen uns immer mehr."

Ingolitsch schon selbstbewusst

Sein Trainer wusste über den Tabellenstand zur Zeit der Befragung zwar nicht Bescheid, aber war dennoch angriffiger: "Wir haben uns diese Position seit Wochen erarbeitet. Wir haben an Stabilität dazugewonnen."

Und es sei eben unangenehm, eine Mannschaft zu sein, die "schwer zu schlagen ist": Defensive Stabilität als oberster Faktor in einer Liga, in der die Konkurrenz Stabilität oder zumindest Beständigkeit vermissen lässt.

Darum hielt Sturms Trainer auch fest: Gelingt es, den Trend noch länger zu prolongieren - "dann ist auf jeden Fall Großes möglich."

Auch die Titelverteidigung.

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