Der SK Sturm Graz hat beim 1:1 gegen Austria Lustenau erstmals in dieser Bundesliga-Saison zu Hause Punkte liegen gelassen (zum Spielbericht>>>).
Nach dem frühen Rückstand durch Dominik Weixelbraun rettete Seedy Jatta den Grazern mit einem verwandelten Elfmeter zumindest einen Punkt. Wirklich zufrieden war bei Sturm damit aber niemand.
Ingolitsch: "Schlechtes Bundesligaspiel"
Fabio Ingolitsch fand nach der Partie klare Worte. "Wir haben heute ganz ehrlich ein ganz schlechtes Bundesligaspiel gespielt", sagte der Sturm-Coach bei "Sky".
Vor allem im Ballbesitz habe seine Mannschaft enttäuscht: "Wir waren speziell im Ballbesitz sehr unsauber und haben den Gegner eingeladen, seine Stärken auszuspielen." Gerade unkontrollierte Ballverluste hätten Lustenau immer wieder zu gefährlichen Kontern eingeladen.
Trotzdem zollte Ingolitsch dem Aufsteiger Respekt: "Kompliment, wie Lustenau das gemacht hat. Sie waren frech und mutig." Deshalb sei das Remis letztlich auch verdient.
Sorgen bereitet dem Trainer einmal mehr der schwache Beginn seiner Mannschaft. "Wir haben versucht, die Jungs zu sensibilisieren", meinte Ingolitsch. Im Topspiel in Wien gegen Rapid in der kommenden Woche müsse Sturm "von Beginn an und über 90 Minuten" eine deutlich bessere Leistung zeigen.
Jatta bleibt in Torlaune
Für Sturm positiv verlief zumindest der Auftritt von Seedy Jatta. Nachdem der Angreifer bereits in der Vorwoche erstmals in dieser Saison getroffen hatte, erzielte er auch gegen Lustenau den Ausgleich.
Den Elfmeter verwandelte der Stürmer mit viel Geduld. "Ich habe geschaut, was der Tormann macht und dann den Ball reingebracht", erklärte Jatta. Wäre Lustenau-Keeper Domenik Schierl länger stehen geblieben, "hätte ich auch länger gewartet".
Ingolitsch freute sich über den nächsten Treffer seines Angreifers: "Seedy ist gut drauf. Er hat letzte Woche ein Tor gemacht und das beflügelt ihn natürlich. Ich bin sehr happy, dass er wieder getroffen hat."