Austria Lustenau hat mit dem 1:1 beim SK Sturm Graz den ersten Auswärtspunkt der Saison eingefahren (zum Spielbericht>>>).
Es war erst der zweite Punktgewinn der Vorarlberger überhaupt gegen Sturm – der erste datierte aus dem Jahr 1997.
Trotz des Achtungserfolgs überwog nach dem Schlusspfiff der Frust. Zu groß war das Gefühl, den Sensationssieg aus der Hand gegeben zu haben.
Mader: "Wir hätten den Sack zumachen müssen"
Trainer Markus Mader war voll des Lobes für seine Mannschaft, sprach aber auch von einer verpassten Chance.
"Die Leistung war hervorragend", sagte der Lustenau-Coach bei "Sky". Nach der Führung habe seine Mannschaft "zwei hundertprozentige Torchancen" zum 2:0 vergeben. "Da müssen wir den Sack zumachen."
Auch insgesamt sah Mader sein Team einem Sieg näher: "Sturm darf sich nicht beschweren, wenn sie zwei oder sogar drei zu null hinten sind."
Weixelbraun: "Wir haben alles am Platz gelassen"
Torschütze Dominik Weixelbraun freute sich über sein zweites Saisontor, ordnete den Punktgewinn aber realistisch ein.
"Wir sind als alles andere als Favorit hergefahren und den Punkt nehmen wir gerne mit", sagte der Offensivspieler. Gleichzeitig war er überzeugt, dass noch mehr möglich gewesen wäre: "Wenn wir die Chancen besser verwerten, ist mehr drin."
Über seinen Treffer meinte Weixelbraun augenzwinkernd: "Die Flanke kommt perfekt. Dass ich köpfen kann, habe ich gewusst."
Der 21-Jährige hob vor allem den starken Teamgeist hervor: "Wir haben alles am Platz gelassen. Man hat gesehen, was für eine geile Mannschaft wir sind."
Gmeiner hadert mit Elfmeter und Chancen
Fabian Gmeiner, der den Strafstoß zum Sturm-Ausgleich verursachte, sprach von "gemischten Gefühlen".
"Eigentlich müssen wir als Sieger vom Platz gehen", meinte der Verteidiger. Den Elfmeter gegen sich könne man zwar geben, gleichzeitig verwies er aber auf zwei Situationen auf der Gegenseite, in denen Lustenau ebenfalls einen Strafstoß gefordert hatte.
"Die Handregel ist schwer", sagte Gmeiner. "Man weiß eigentlich nie, woran man ist."
Am Ende blieb für den Abwehrspieler vor allem Enttäuschung: "Auf der einen Seite Riesenfreude mit einem Punkt aus Graz, auf der anderen Seite Riesenenttäuschung, weil wir gewinnen hätten können."