Sturm Graz: Vogel hat keine Zeit für Experimente

 

Erleichterung beim SK Sturm Graz nach dem 4:2 bei der Admira, dem zweiten Liga-Sieg in Folge - der große Rückstand auf Leader Salzburg und elf Punkte Vorsprung auf Rang drei sind für Trainer Heiko Vogel jedoch kein Grund, sich auf die faule Haut zu legen.

"Es ist wichtig, dass wir den Abstand vergrößert haben, aber es ist keine Zeit für Experimente. Es ist trügerisch. Wir müssen durchziehen bis zum Schluss", fordert der Deutsche, der darauf hinweist, wie schwer es sei, aus einer Negativspirale wieder herauszukommen.

Nach dem holprigen Start ins Frühjahr nun auch von den Ergebnissen her wieder in der Spur zu sein, sei "beruhigend".

VIDEO: Sturms Reaktionen auf den Sieg:

(Text wird unter dem Video fortgesetzt)

Vogel betont, dass Sturm nun offensiv mit zwei Stürmern sein Gesicht gefunden hätte. Besonders gefällt ihm derzeit, dass er aus dem Vollen schöpfen kann: "Dieser Konkurrenzkampf ist Teil des Geschäfts und das genieße ich. Es ist aber keine Zeit zum Nachlassen, für Pausen oder um sich auszuruhen. Das wäre auch respektlos gegenüber unseren Konkurrenten in der Liga gegenüber."

Vogel schwärmt von Potzmann

Kein Experiment ist für den 42-Jährigen auch die Personalie Marvin Potzmann, konkret dessen Vielseitigkeit. Zu Beginn des Frühjahrs probierte der Coach den 24-Jährigen in einer zentral-offensiven Position aus, zuletzt agierte er als Linksverteidiger.

"'Potzi' kann unglaublich viele Positionen spielen, weil er ein vielseitig ausgeprägter Spieler ist. Er ist technisch hervorragend, sehr wendig, schnell, gut im Kopfballspiel. Ich muss noch ausprobieren, ob er Torwart auch könnte, ansonsten traue ich ihm jede Position zu - das ist seine große Stärke. Es gibt viele Spieler, die viele Positionen spielen können, aber er spielt viele Positionen sehr gut", schwärmt Vogel, den der Torhüter-Gedanken nicht los lässt:

"Egal, wo 'Potzi' spielt, ist er kein Experiemt, außer ich gebe ihm Handschuhe und stelle ihn hinten rein. Das ist dann ein Experiment. Alles andere kann er spielen."

Ob Potzmann auch ein Thema für das Nationalteam und somit für seinen Vorgänger Franco Foda sein sollte? "Das ist die Sache von Franco. Ich glaube, er kennt die Spieler noch besser als ich. Er weiß, wen er zu nominieren hat und wen nicht. Ich denke, dass es einige aus meiner Mannschaft und aus der Liga verdient hätten."

Potzmann selbst freut sein Tor in der Südstadt: "Im Training habe ich es diese Woche auch schon zwei Mal zusammengebracht, also habe ich mir gedacht, jetzt sollte es im Match auch wieder einmal aus der Distanz klappen. Zum Glück ist er reingegangen."

Lob für Zulj

Wie Potzmann, der den wichtigen 2:2-Ausgleich erzielt hat, und Doppelpack-Schütze Bright Edomwonyi (Vogels Lob) bekommt nach dem Admira-Match trotz verschossenen Elfmeters auch Peter Zulj eine verbale Streicheleinheit. Der Mittelfeldspieler traf zuletzt im Cup gegen Wimpassing und gegen den LASK.

"Peter ist ein sehr wichtiger Parameter in unserem Spiel, weil er beruhigt und auch entscheidende Pässe spielen kann. Vor diesen beiden Toren habe ich ihm auch gesagt: 'Du bist so ein toller Fußballer, zeig das doch der Welt, indem du auch mal Tore machst. Die Qualitäten sind doch da.' Neben seiner Technik und dem brillanten Passspiel hat er nämlich auch eine gute Schusstechnik."

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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