Die Fans könnten vielleicht auch wieder Stefan Hierländer auf dem Platz sehen, der Kapitän ist genauso wie Manprit Sarkaria und Alexandar Borkovic ins Teamtraining zurückgekehrt. Ilzer wollte bezüglich der Aufstellung "die letzten Trainings noch abwarten".
"Tempo und Intensität" machte Blau-Weiß bisher zu schaffen
Sein Gegenüber Gerald Scheiblehner, den Ilzer seit der gemeinsamen Ausbildung zur UEFA-Pro-Lizenz schätzt, steht mit seiner Truppe vor einer aktuell scheinbar unüberwindbaren Hürde. "Klar sind wir enttäuscht und auch traurig", sagte Scheiblehner, der sein Team noch in einer "Anpassungsphase" wähnt.
"Tempo und Intensität sind einfach höher, und mit dem WAC, Hartberg, LASK und Rapid haben wir gegen Mannschaften gespielt, wo man es besonders spürt", erklärte der 45-Jährige. "Das soll aber keine Ausrede sein."
Der Auswärtsgang nach Graz passt jedenfalls in dieses Bild. "Sturm hat klare Abläufe und ist unglaublich laufstark, dynamisch und robust. Gerade in Graz kommt auch von den Tribünen eine unfassbare Energie. Es wird richtig schwer, dort zu bestehen", gab Scheiblehner an.
BW Linz wird die Ruhe bewahren
"Wir müssen jetzt Lösungsansätze finden, an die die Mannschaft auch glaubt." Um zumindest einen Teilerfolg feiern zu können, forderte Verteidiger Fabio Strauss, dass "wir unsere eigenen Fehler abstellen und vor allem im eigenen 16er viel vehementer das Tor verteidigen und genauer am Mann sind".
Was auch immer am Samstag passiert, die Saison ist noch lang. Scheiblehner mahnte zu Gelassenheit. "Der Verein ist bekannt dafür, dass man Ruhe bewahrt. Auch in der Vorsaison waren wir zu Beginn weit weg vom Aufstieg. Auch die Mannschaft schätzt sich gut ein. Das stimmt mich positiv", betonte der Coach.
Neue Spieler werde man jedenfalls keine mehr engagieren. "Personell werden wir sicher nichts mehr machen. Wir haben das Budget nicht dafür, so ehrlich müssen wir sein. Es ist ein langer Weg, wir müssen hart arbeiten."