Spielstil? Mählich: "Sturm muss alles können"

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Am kommenden Wochenende wird es ernst für Roman Mählich beim SK Sturm.

Mit dem Auswärtsspiel in Altach (Sonntag, 14:30 Uhr im LAOLA1-LIVE-Ticker) startet der neue Trainer in seine Amtszeit.

Während sich der frühere Mittelfeldspieler der Schwarz-Weißen bei seiner Präsentation bezüglich seiner spielerischen Herangehensweise noch nicht äußern wollte, wird er nun konkreter.

"Es werden möglicherweise Spieler zum Einsatz kommen, die es in den letzten Wochen schwer hatten hineinzurutschen", sagt Mählich zur APA.

Schneller nach vorne als unter Vogel

Vorgänger Heiko Vogel forcierte das Positionsspiel, legte viel Wert auf Ballbesitz. Unter dem Neuen dürfte es schnörkelloser nach vorne gehen. Mählich: "Das könnte sein."

Es gelte aber erst ein Gespür dafür zu entwickeln, "was für die Mannschaft das Beste" sei. "Ich kann, gerade in einer Länderspielpause, wo viele Spieler gefehlt haben, nicht alles umkrempeln. Komplett anders spielen zu lassen als zuletzt, wird garantiert nicht funktionieren."

Entscheidend scheint für ihn, variabel zu sein, auch das gilt es in den kommenden Wochen einzuüben. Sturm müsse im Grunde "alles können". Soll heißen: Ballbesitzfußball gegen tief stehende Gegner und schnelles Umschalten gegen Teams, "die schon tabellarisch eine andere Ausgangsposition haben und sehr dominant auftreten."

Leidenschaft und defensive Kompaktheit als "Basics"

Mit dem aktuellen Kader soll das gelingen. Es sei zuletzt nicht alles nach Wunsch verlaufen, merkt Mählich an. "Sonst wäre ich nicht hier." Doch monierte Vorgänger Heiko Vogel noch fehlende Qualität, so bekräftigt der neue Trainer: "Ich bin von der Qualität der Mannschaft überzeugt und sehr optimistisch, dass wir das hinkriegen." Später sagt er: "Ich werde vorneweg marschieren." So wie früher.

Peter Zulj konnte sich schon vor seiner Abreise zum ÖFB-Team ein Bild vom neuen Coach machen. "Das Kämpfen steht bei ihm an erster Stelle", meint der Grazer Regisseur während seiner Nationalteam-Zeit.

Für Mählich sind Leidenschaft und defensive Kompaktheit "die Basics", wie er sagt. Diese wären im Fußball "höchstwahrscheinlich" genauso wichtig wie System und Spielanlage. "Ob es dann bei uns an erster Stelle steht, da lassen wir uns einfach mal überraschen. Für mich ist das nichts Außergewöhnliches."

Elf Mählichs? "Dann werden wir wohl keine Kopfballtore schießen"

Will Sturm nach Ende des Grunddurchgangs in der Meistergruppe der Top sechs mitmischen, sind in den verbleibenden acht Runden dringend Punkte notwendig. Auf die Austria fehlen zwei, auf Hartberg bereits fünf. Er verspüre, so Mählich, keinen Druck: "Ich fühle mich gerüstet."

Als Spieler sahen ihn die Fans damals besonders gern. Als es einmal schlechter lief, stand in der Fankurve auf einem Transparent: "Elf Mählichs müsst ihr sein." Es bezog sich auf den Siegeswillen und die Einsatzbereitschaft, die Mählich als Mittelfeldspieler während seiner über 250 Partien für die Steirer zwischen 1995 und 2003 vorexerziert hatte.

"Elf Mählichs müsst ihr sein", das hat ihm damals gut gefallen. Ob die derzeitige Truppe ebenfalls ein geeigneter Adressat sein könne? "Ich weiß nicht so recht", sagte Mählich zögerlich. "Kopfballtore werden wir dann wohl keine schießen."

Roman Mählich ist als Trainer zurück beim SK Sturm Graz. Als Spieler stand er von 1995 bis 2003 bei den Steirern unter Vertrag und war einer der Protagonisten der erfolgreichsten Phase der Vereins-Geschichte. Es gab viel zu feiern, was legendäre Bilder mit sich bringt. LAOLA1-Zeitreise:

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