So will die Admira Kalajdzic ersetzen

So will die Admira Kalajdzic ersetzen Foto: © GEPA
 

Die meisten Vereine würden wohl von einem Umbruch sprechen, bei der Admira handelt es sich dagegen um „Business as usual“.

Denn wieder einmal musste die Admira Leistungsträger in der Sommerpause ziehen lassen. Stephan Zwierschitz zog es nach Ende seines Vertrags zur Austria Wien, bei Kolja Pusch endete der Leih-Vertrag mit dem 1. FC Heidenheim.

Im Mittelpunkt stand aber zweifelsfrei der Transfer von Sasa Kalajdzic. Der 21-jährige Stürmer war eines der begehrtesten Transfer-Ziele der Bundesliga und wechselte letztlich für 2,5 Millionen Euro zum deutschen Traditionsverein VfB Stuttgart.

„Auf der einen Seite hat sich der Sasa einen Top-Klub ausgesucht, genau der richtige Schritt für seine Entwicklung. Auch der VfB Stuttgart hat sich einen Top-Jungen ausgesucht“, analysiert Admira-Coach Reiner Geyer bei LAOLA1 die Lage recht nüchtern.

So soll er ersetzt werden

Nachdem er im Herbst aufgrund diverser Verletzungen kaum zum Einsatz kam, gelangen Kalajdzic im Frühjahr in 12 Spielen sieben Tore und fünf Assists.

Wie kann man den U21-Teamspieler nun ersetzen? „Ich habe das schon oft erlebt, dass sich eine Lücke auftut in der Mannschaft und dann plötzlich einer oder mehrere Spieler in diese Rolle, die bisher besetzt war, schlüpfen“, möchte Geyer den Star der abgelaufenen Saison im Kollektiv ersetzen.

„Wir arbeiten daran, dass wir als Mannschaft funktionieren und die Dinge, die wir gegen den Ball und mit dem Ball machen wollen, auf den Platz bringen“, erklärt der 55-Jährige die Philosophie.

Frühjahrs-Form nicht nur dank Kalajdzic

Wie wichtig Kalajdzic im Abstiegskampf war, zeigt auch die Statistik. Von den ersten 18 Spielen im Herbst konnten lediglich zwei gewonnen werden, in den 14 Spielen im Frühjahr feierten die „Südstädter“ sechs Siege.

Geyer will diesen Leistungsaufschwung aber nicht Kalajdzic alleine zurechnen: „Sasa hat schon auch profitiert von seinen Mitspielern und alle anderen auch vom Sasa. Man kann die Zeit vor Weihnachten und nach Weihnachten nicht ganz vergleichen, da waren einige Transfers dabei, wie Schösswendter und Pusch. Dazu kam eine komplett neue Vorbereitung über sechseinhalb Wochen.“

Apropos Pusch: Der deutsche Spielmacher ist wie eingangs erwähnt ebenfalls nicht mehr beim Verein. Mit zwei Toren und vier Assists im Frühjahr war er auch maßgeblich am Klassenerhalt beteiligt. Leichte Hoffnung, die Leihe zu verlängern, hat Trainer Geyer noch: „Schwer zu beantworten. In seinem Verein in Heidenheim ist die Situation so, dass auf seiner Position zwei, drei Spieler weggebrochen sind aufgrund Transfers und Verletzungen. Das ist im Moment zu früh, das zu sagen.“

Dieser Spieler kann Rolle einnehmen

Grundsätzlich sind nach dem Kalajdzic-Transfer die Kassen bei der Admira prall gefüllt. Einen Transfer-Wunsch will Geyer dennoch nicht formulieren.

„Wir sind gut aufgestellt. Wir haben den Fabian Menig (von Preußen Münster, Anm.) und Roman Kerschbaum von Wacker Innsbruck geholt und die Jungs, die da sind, denen Vertrauen wir. Wir haben eine tolle Akademie, wo jedes Jahr immer mehr Jungs auf sich Aufmerksam machen und in die Kampfmannschaft drängen. Zum richtigen Zeitpunkt wird dort auch der eine oder andere ankommen“, so der deutsche Coach.

Während der Chef kein Talent besonders herausheben möchte, hat Kapitän Daniel Toth einen Spieler bereits im Auge: „Ich denke da zum Beispiel an Marco Kadlec. Der ist jetzt schon länger dabei und könnte auch den nächsten Schritt machen.“

Der 19-Jährige ist im offensiven Mittelfeld zu Hause, durfte im ÖFB-Cup bereits von Beginn an ran und ist aktuell österreichischer U19-Teamspieler.

Gänzlich werden Transfers bei der Admira jedoch noch nicht abgeschrieben. „Es ist noch relativ früh, das Transferfenster hat bis 2. September offen und so wird sich das eine oder andere noch tun“, so Geyer, der auch bei der Wunsch-Position eine klare Meinung hat: „Sasa Kalajdzic und Kolja Pusch waren Offensiv-Spieler und in dem Bereich wollen wir gucken.“

Der Umbruch könnte also noch ein wenig weiter gehen. Oder wie man bei der Admira sagt: "Business as usual."

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