Admira-Trainer Ernst Baumeister ist überzeugt, dass der Abgang von Kühbauer den Gegner "kurzfristig nicht treffen" werde. "Es wird nach dem 2:0-Sieg bei Rapid keine Umstellung geben, warum auch, wenn sie so einen Erfolgslauf und Selbstvertrauen haben", meinte der 61-Jährige.
Ketelaer sieht es ähnlich: "Der Trainer ist natürlich ein wichtiger Bestandteil, aber er spielt nicht selber, sondern elf oder (mit den Auswechslungen, Anm.) 14 Spieler. Ich glaube, dass es allein an der Mannschaft liegt. Wir müssen uns auf unsere Stärke besinnen."
"St. Pölten ist erstmals Favorit"
Besonders gefährlich ist die Admira nach Standardsituationen, aus denen sie sieben ihrer bisher neun Liga-Treffer erzielt hat. Das ist aktueller Höchstwert in der heimischen Meisterschaft. Auch Ketelaer weiß um diese Waffe des Baumeister-Teams. "Sie haben vor allem mit Sahanek einen guten Schützen und viele gute Kopfballspieler. Wir haben aber in dieser Saison nicht so viele Tore bekommen", merkte der SKN-Sportkoordinator an.
Die Admira hat im Gegensatz zu den "Wölfen" in den jüngsten 13 Bundesliga-Partien nur zwei Siege gefeiert, die mit dem 1:0 in Hartberg und 3:1 in Innsbruck jeweils in der Fremde gegen die aktuellen Aufsteiger glückten.
"St. Pölten ist erstmals Favorit", sagt Baumeister zur ungewöhnlichen Ausgangslage. Denn der SKN lag vor einem direkten Duell bisher noch nie vor den Südstädtern.
Baumeister wusste schon vor Saisonbeginn, dass ihn ein schwieriges Jahr erwartet, da er nach Abgängen mehrere Schlüsselkräfte viele junge Spieler in die Mannschaft integrieren muss. Erschwert wird diese Aufgabe durch die aktuelle Personalnot, für das Match in St. Pölten fallen erneut mindestens sechs Profis aus. "Trotzdem müssen wir punkten", forderte Baumeister mit Blick auf die Tabelle, in der man nur noch zwei Punkte vor Schlusslicht Altach liegt.