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Seidl & Hedl: Zwei Rapid-Stehaufmännchen träumen von der WM

Sowohl der Rapid-Kapitän als auch der -Schlussmann hatten zuletzt keine einfachen Phasen hinter sich. Geht die WM-Tür für die beiden noch auf?

Seidl & Hedl: Zwei Rapid-Stehaufmännchen träumen von der WM Foto: © GEPA

Sie waren die beiden Matchwinner des SK Rapid am Sonntag in Wals-Siezenheim.

Matthias Seidl, der seine Hütteldorfer in der Red Bull Arena per Freistoß zur Führung schoss, und Niklas Hedl, der mit einer starken Parade gegen Karim Onisiwo kurz vor Schluss dafür sorgte, dass Seidls Treffer zum ersten grün-weißen Sieg in Salzburg seit über zehn Jahren reichte.

Was beide außerdem eint: Sowohl Seidl als auch Hedl hatten in dieser Saison schon schwere Zeiten zu durchleben. Ersterer musste als Kapitän teils in wichtigen Spielen auf der Bank Platz nehmen, Zweiterer wurde im Herbst zeitweise zur Nummer zwei degradiert.

Hoff Thorup über Seidl: "Ein richtiger Teamplayer"

"Wenn du auf der Bank sitzt, 'zaht' es keinen so wirklich. Du musst einfach Top-Performances bringen, um in die Mannschaft zu kommen", gibt sich Seidl diesbezüglich diplomatisch.

Seinem Coach, Johannes Hoff Thorup, imponierte in dieser Hinsicht vor allem, wie sich der Kuchler verhielt, als er ihm im Schlüsselspiel gegen den Wolfsberger AC in Runde 20 auf die Bank setzte.

"Er ist ein richtiger Teamplayer. Oft, wenn seine Leistung nicht top ist, verhält er sich hinter den Kulissen trotzdem wie ein Topspieler - auch jeden Tag im Training", schwärmt der Däne.

Seidl schreibt WM "auf keinen Fall ab"

Ein Seidl in der Form von Sonntag ist freilich auch ein Thema für das ÖFB-Team. Für dieses wurde er zuletzt im November 2024 einberufen.

"Die WM ist auf keinen Fall abgeschrieben! Wenn die nächsten Spiele top sind, kann ich es mir auf jeden Fall vorstellen. Es kommt nur auf mich an, wie gut die Performance ist. Dann muss der Teamchef entscheiden", so der 25-Jährige.

So fand Hedl zurück zu alter Stärke

Ebenso lang wie Seidl nicht mehr einberufen wurde Hedl. Ob auch bei ihm der WM-Traum noch lebt?

"Ja, aber es ist nicht der richtige Zeitpunkt. Jetzt heißt es weiter hart arbeiten, Leistung zeigen und was dann passiert, kann ich sowieso nicht entscheiden", winkt der SCR-Keeper ab.

Im vergangenen Herbst wirkte Hedl phasenweise verunsichert, nun strahlt er mehr und mehr die altbekannte Stabilität aus, die ihn einst zum jüngsten ÖFB-Torhüter seit über 60 Jahren machte. Wie ihm dieser Umschwung gelang?

"Ich habe viele Leute in meinem Umfeld, die schon länger dabei sind, die wissen, wie es ist. Das ist Fußball, wenn eine Sache nicht passt, passen gleich viele nicht, dann kommt das nächste und das übernächste auch noch dazu. Ich habe einfach probiert, einen kühlen Kopf zu bewahren, weiter hart an mir zu arbeiten, im Training Gas zu geben und das Glück auch ein wenig zu erzwingen."

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