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Schwab: "Immer Respekt vor Rapid, aber..."

Der SK Rapid bekommt ein Gegentor von seinem Ex-Kapitän eingeschenkt. So reagiert Stefan Schwab auf das Wiedersehen mit den Hütteldorfern:

Schwab: "Immer Respekt vor Rapid, aber..." Foto: © GEPA

Sechstes Pflichtspiel, sechster Sieg. Die Ergebnisse passen zum Saisonstart für den SK Rapid.

Obwohl manche Fans mit der Art und Weise nicht ganz zufrieden sind, rein nach Zahlen konnten die Hütteldorfer ihren starken Start in die neue Spielzeit mit einem 2:1-Sieg bei der SV Ried verlängern (Spielbericht >>>).

Die große Story beim Auswärtsspiel der Hütteldorfer in Ried war das Wiedersehen mit einem alten Freund: Von 2017 bis 2020 war Stefan Schwab Kapitän der Grün-Weißen.

Diesen Sommer ist der mittlerweile 35-jährige Mittelfeldspieler nach seinem Auslandsabenteuer in Griechenland und Deutschland zur SV Ried gewechselt, spielte am Sonntag erstmals seit mehr als zwölf Jahren gegen seinen langjährigen Arbeitgeber aus Wien-Hütteldorf.

"Pure Freude" beim Treffer gegen den Ex-Verein

Schwab war auf Anhieb der torgefährlichste Rieder, das zeigte er schon bei seinem Lattenpendler in der ersten Hälfte.

"Ich habe gesehen, dass ich ihn super getroffen habe. Ich habe mir gedacht, dass der reingehen könnte, aber dann Querlatte und raus - schade", trauert Schwab im "Sky"-Interview dem möglichen Treffer nach.

In der zweiten Hälfte gelang es ihm per Kopf besser. Ante Bajic, wie Schwab ein ehemaliger Rapid-Profi, brachte den Ball von der rechten Seite auf die zweite Stange, Schwab hatte dort alle Zeit der Welt, um sich im Kopfballduell durchzusetzen. Nach seinem Treffer drehte er jubelnd ab, trotz seiner langen Vergangenheit in Hütteldorf.

"Wir waren 1:0 hinten, sind lange nachgelaufen und dann ist die Erlösung gekommen mit dem 1:1. Das ist dann natürlich pure Freude", erklärt Schwab und schiebt nach: "Ich habe natürlich immer Respekt vor Rapid, aber Freude und Emotionen gehören dazu."

Torpremiere für Horn

Deutlich seltener taucht Jannes Horn als Torschütze auf den Spielberichtsbögen auf. Der Linksverteidiger spielt seit mehr als einem Jahr für Rapid, konnte aber erst einen einzigen Pflichtspiel-Treffer in Grün-Weiß bejubeln.

Am 24. Juli 2025 brachte Horn Rapid gegen Decic Tuzi in der Qualifikation zur UEFA Conference League in Führung, das Tor gegen Ried ist sein erster Treffer in der ADMIRAL Bundesliga. Überhaupt hatte Horn beide seiner Profi-Tore für Rapid erzielt.

Entsprechend glücklich ist der Deutsche, dass der Bann gebrochen ist: "Für mich ist das immer etwas Besonderes, ich treffe nicht so oft." Horn scheint im Interview auf den Geschmack gekommen zu sein. "Ich hab' das erste in dieser Saison gemacht, jetzt werden noch andere folgen", fügt er lachend hinzu.

Ganz so ernst nimmt Horn seine neue Rolle als Torjäger trotzdem nicht. "Ich hab' immer selber im Spaß gesagt Ich habe mehr Kinder als Tore. Jetzt nicht mehr."

Horns Trefferbilanz hat mit seinen beiden kleinen Söhnen gleichgezogen. Welche der beiden Zahlen geht wohl als nächstes nach oben? "Meine Frau spielt eh mit dem Gedanken, aber mal abwarten", scherzt Horn.

Hoff Thorup kontert Herzog-Kritik

Die Dreifachbelastung mit ÖFB-Cup und der Europacup-Quali nimmt Rapid-Verteidiger Horn sogar positiv auf: "Wir wollen nur englische Wochen haben. Das macht Spaß, Fußballspielen ist das geilste, was es gibt. Natürlich ist das anstrengend, aber da wollen wir uns nicht beklagen."

Cheftrainer Johannes Hoff Thorup nutzt die Gelegenheit dagegen und kontert Andreas Herzogs Kritik zur Rotation der letzten Wochen: "Ich bekomme von österreichischen Experten viel Kritik, wenn ich sage, dass wir mental müde sind, weil wir so viel reisen müssen."

"Aber ich sage es trotzdem, denn während wir noch im Flieger saßen, haben die Rieder schon geschlafen und sich auf dieses Spiel vorbereitet. Das ist eine mentale und charakterliche Herausforderung, die wir überwinden müssen."

"Ein bisschen dieselbe Geschichte wie in anderen Spielen"

Trotz der Reisestrapazen ist der Rapid-Coach mit seinen Schützlingen zufrieden. Zumindest für den Großteil der Partie.

"Wir haben eine akzeptable erste Hälfte abgeliefert. Wir hatten das Spiel auf einem guten Weg, sie hatten nur eine Chance, wie sie aus 30 Metern geschossen haben", verweist Hoff Thorup auf Schwabs Latten-Kracher kurz vor der Pause.

"Wir starten auch richtig gut in die zweite Hälfte und haben zwei ganz große Chancen, wo wir das 2:0 machen müssen", erwähnt der Trainer seinen heute im Abschluss glücklosen Stürmer Ercan Kara nicht namentlich.

Die Schwäche im Abschluss und die Schwierigkeiten, eine Führung auszubauen und nicht nur zu verwalten sind ein bekanntes Problem bei Rapid: "Das ist auch ein bisschen dieselbe Geschichte wie in einigen anderen Spielen."

Tabelle der ADMIRAL Bundesliga >>>

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