Trotz Schwab-Treffer: Rapid nimmt drei Punkte aus Ried mit
Der Ex-Rapid-Kapitän erzielt ausgerechnet gegen seinen langjährigen Arbeitgeber sein erstes Tor für die SV Ried. Der zwischenzeitliche Ausgleich reicht aber nicht für den ersten Saisonsieg.
Der SK Rapid gewinnt am zweiten Spieltag der ADMIRAL Bundesliga mit 2:1 bei der SV Ried.
Horn erzielt sein Premierentor für Rapid, Haidara schießt die Grün-Weißen zum Sieg. Für Ried trifft niemand geringerer als Ex-Rapid-Kapitän Schwab.
Frühe Führung dank Horn-Premiere
Rapid startet mit mehr Elan in die Partie und geht auch früh in Führung. Ausgerechnet Schwab verlängert eine Bolla-Flanke zu Horn, der aus dem Rückraum seinen Flachschuss genau im langen Eck versenkt (8.). Es ist das zweite Profi-Tor überhaupt des Deutschen.
Besonders viele Chancen ergeben sich lange nicht mehr. Demir fehlt bei einem Abschluss aus rund 14 Metern nicht viel (35.), mit der Führung im Rücken schleichen sich bei Rapid immer wieder kleine Fehler ein.
In Minute 41 wird das beinahe bestraft: Schwab wird vor dem Rapid-Strafraum nicht angegriffen und kann mit dem starken linken Fuß abziehen. Rapid-Tormann Hedl kommt nicht mehr an diesen Schuss heran, der Ball prallt aber von der Unterkante der Querlatte zurück ins Feld.
Zur Pause bleibt es daher bei der knappen Führung der Gäste aus Wien.
Der "Ex" gleicht gegen Rapid aus
Unmittelbar nach der Pause schiebt Kara Adamsens Stanglpass alleine vor Ried-Keeper Leitner am Tor vorbei und vergibt damit die bis dahin beste Chance für Rapid seit dem 1:0. Ganze drei Minuten später scheitert Kara mit seiner nächsten Großchance an Leitner (49.).
Auf der anderen Seite liefert Demir mit einem missglückten Rückpass beinahe die Steilvorlage für Aisowieren, Hedl kann gegen den Ried-Stürmer aber neuerlich parieren (52.). Rapid wird derweil offensiv immer schwächer, die Rieder legen spielerisch zu.
Den Ausgleich für die SV Ried erzielt Ex-Rapidler Schwab per Kopf in Minute 74. Bajic, ebenfalls einst in Hütteldorf tätig, bringt die Flanke auf die zweite Stange und der Routinier köpft wuchtig ein.
Rapid antwortet sofort
Rapid schlägt nach dem Ausgleich sofort zurück.
Steurer übersieht beim weiten Abschlag von Rapid-Keeper Hedl, dass sich Haidara in seinem Rücken anschleicht. So wird er vom Rapid-Angreifer überrumpelt und Haidara kann via Innenstange zur neuerlichen Führung der Gäste aus Wien treffen (77.).
Weil Hedl die beste Chance der Rieder durch Rasner parieren kann (84.), bleibt es bis zum Schlusspfiff bei der knappen Führung für Rapid.
Die Hütteldorfer springen mit sechs Punkten vorübergehend an die Tabellenspitze, Ried wartet noch auf den ersten Bundesliga-Sieg unter Neo-Coach Mario Despotovic.