Wechsel? ÖFB-Team? Das sagt Kalajdzic

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Den Ball außerhalb des Strafraums bekommen, hineingezogen, Verteidiger-Routinier Matthias Maak düpiert und den Ball aus spitzem Winkel mit links gnadenlos unter die Latte gehämmert.

Sasa Kalajdzic hat beim 3:2-Sieg seiner Admira gegen Wacker Innsbruck einmal mehr gezeigt, welch ungeheures Potenzial in ihm schlummert. Letztlich war es genau sein Treffer, der den Klassenerhalt für die Südstädter fixiert hat.

Wie enorm wichtig der 21-Jährige für die Mannschaft ist, zeigt ein Blick in die Statistiken. Den Großteil des Herbstes verpasste er verletzungsbedingt, zunächst setzte dem Stürmer ein Mittelfußbruch zu, danach riss er sich auch noch das Syndesmoseband. Die Folge: Die Admira musste als Tabellenletzter in die Winterpause gehen.

In der Winter-Transferphase dominerte Kalajdzic die Schlagzeilen, Rapid wollte ihn unbedingt nach Hütteldorf lotsen. Berichten zufolge waren die „Grün-Weißen“ bereit, eine Million Euro an die Admira für ihn zu überweisen. Doch Manager Amir Shapourzadeh lehnte ab – zu wichtig sei Kalajdzic für den Abstiegskampf.

Er sollte Recht behalten. In elf Frühjahrs-Spielen erzielte Kalajdzic sieben Tore und bereitete drei weitere vor. Dank dieser Zahlen konnten die Admiraner schließlich eine Runde vor Schluss den Klassenerhalt fixieren.

Wie geht es weiter?

„Erleichterung, einfach nur Erleichterung und wunderschön“, strahlt der Goalgetter im Gespräch mit LAOLA1 nach dem Schlusspfiff gegen Wacker Innsbruck. Davor nahm er sich aber noch lange Zeit, um den jungen Fans Autogramme zu geben und Selfies zu machen – auch das zeigt, aus welchem Holz Kalajdzic geschnitzt ist.

Möglicherweise war es auch die letzte Chance für die Admira-Anhänger, ein Andenken an ihn zu bekommen. Mit seinen hervorragenden Leistungen im Frühjahr hat sich der Stürmer weiter in die Auslage gespielt, mittlerweile dürften wohl einige Verein mehr als nur Rapid auf ihn aufmerksam geworden sein.

Der Klassenerhalt wäre immerhin ein schönes Abschiedsgeschenk. „Ich weiß es nicht, ich kann es wirklich nicht sagen. Falls es das war, bin ich froh, dass ich mich so verabschieden konnte“, schließt Kalajdzic einen Wechsel definitiv nicht aus.

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Dennoch stellt der Youngster klar: „Ich habe noch nichts Offizielles, ich habe mich noch nicht entschieden. Von dem her konzentriere ich mich voll auf nächste Woche und dann sehen wir, was passiert.“

Vertrauen in den Berater

Auf die Frage, ob denn schon konkrete Angebote am Tisch liegen, meint Kalajdzic: „Das hat mein Berater zu tun, ich vertraue ihm zu 100 Prozent.“

Kalajdzic steht bei der Berateragentur „Spocs“ unter Vertrag, denen auch unter anderem Liverpool-Star Mohamed Salah vertraut. Auch Wacker-Innsbruck-Verteidiger Manuel Maranda wird von dieser Agentur beraten, sein Wechsel zum FC Barnsley auf die Insel soll dem Vernehmen nach bereits fix sein.

Kein Wunder also, dass die „Daily Mail“ englische Vereine wie Crystal Palace, Brighton Hove & Albion oder Leeds United mit dem ÖFB-Stürmer in Verbindung bringt. Aber auch Serienmeister Red Bull Salzburg soll Interesse zeigen.

„Über solche Dinge werde ich nicht sprechen“, ist die sehr kryptische Antwort von Manager Shapourzadeh auf die Frage, ob es bereits konkrete Angebote für das heißeste Admira-Eisen am Transfermarkt gibt.

Wann klopft Franco Foda an?

Doch nicht nur auf Vereinsebene wird über die Zukunft von Kalajdzic spekuliert, auch auf Nationalteam-Ebene gibt es Fragezeichen. So gab es Berichte, dass der serbische Verband den dreifachen ÖFB-U21-Teamspieler abwerben könnte. Dies dürfte für den Stürmer selbst jedoch kein großes Thema sein.

Bei der aktuellen Stürmerkrise im Nationalteam scheint es eher eine Frage der Zeit, bis sich Teamchef Franco Foda bei Kalajdzic meldet.

„Das habe ich nicht zu entscheiden. Ich würde mich wirklich geehrt fühlen, wenn es dazukommen würde“, so der großgewachsene Stürmer. Aktuell hat er aber ohnehin noch ein anderes Ziel: „Ich freue mich, wenn ich bei der U21-EM dabei bin.“

Dennoch verrät er, dass eine Nominierung für das A-Team ein Thema ist: „Mit Peter Schöttel gab es ein Gespräch darüber.“

Es wartet also eine spannende Sommerpause auf Kalajdzic. Seine starke Torstatistik aus dem Frühjahr ermöglicht es ihm wohl, den zukünftigen Verein aussuchen zu dürfen und ein Nationalteam-Einsatz ist auch in unmittelbare Nähe gerückt.

Textquelle: © LAOLA1.at

Admira-Party! Sasa Kalajdzic erteilt Trainingsverbot

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