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Auch ein 5:1 lässt Raum für Kritik! "Sowas kann ein Spiel ändern"

Eine halbe Stunde lang zerpflückte Rapid die Lustenauer, dann blieb doch noch etwas für die Nachbesprechung.

Auch ein 5:1 lässt Raum für Kritik! "Sowas kann ein Spiel ändern" Foto: © GEPA

So etwas wie einen "garantierten Sieg" gibt es nicht.

Nach acht Minuten fühlte sich Rapids Duell mit Austria Lustenau allerdings nach einem Spiel an, das dem sehr nahe kommt.

Nicht nur, dass die Hütteldorfer ihre Favoritenrolle in den Anfangsminuten untermauerten - auch das "Wie" der ersten beiden Tore strotzte vor einer Selbstverständlichkeit, die keinen anderen Schluss zuließ.

Noch mehr Tore!

Nach den 90 Minuten mussten sich die Spieler vorwerfen lassen, dass manch weitere Chance hätte sitzen müssen. Bei einem 5:1 geschenkt. Aber wer Zufriedenheit und Überschwang erwartete, wartete vergebens.

"Ich bin mit den ersten 25 Minuten zufrieden, das war herausragender Fußball vom Beginn weg: Mit dem Tempo und Flow, den wir wollen. Das waren wir", leitete Johannes Hoff Thorup ein. Auch wenn ihm die Effizienz ebenfalls nicht gefiel.

Was auch Matthias Seidl ansprach: "Es waren einige Aktionen dabei, die super ausgeschaut haben, aber im Endeffekt ist nichts dabei rausgekommen. Wenn man in der Höhe gewinnt, ist es in Ordnung."

Für Jannes Horn waren die ersten 30 Minuten "fast schon überragend, komplett dominant."

In anderen Spielen geht das daneben

Aber dann. Noch vor der Halbzeit habe sich der Schlendrian eingeschlichen, eine Unkonzentriertheit von Serge-Philippe Raux-Yao, von Niklas Hedl ausgebügelt.

"In der Halbzeit habe ich den Jungs nur erzählt, dass solche Momente ein Spiel ändern können. Egal, wie hoch deine Führung ist und wie viel du herausspielst, es braucht nur eine schlechte Entscheidung", warnte Rapids Trainer.

Und musste dann bald mit ansehen, wie bis dahin abgemeldete Vorarlberger zu einem Tor kamen. Und zu einer weiteren Möglichkeit.

Am Ende nichts Weltbewegendes, auch weil das Ergebnis noch deutlicher wurde. "Nach dem 1:0, 2:0, 3:0 hätten wir uns letztes Jahr vielleicht ein bisschen zurückgezogen, das machen wir dieses Jahr ganz anders", war Horn stolz.

Aber für seinen Trainer blieb ein Mahnmal: "Es ist immer Raum für Verbesserung."

In der Tabelle tatsächlich nicht: Da sind 27 Punkte aus zehn Spielen rein mathematisch schon sehr nah dran an der Perfektion. Erst fünf Mannschaften zuvor gewannen neun ihrer ersten zehn Partien - und allesamt wurden sie später Meister.

So wären auch schlechtere Leistungen kein Problem

Das nur nebenbei. Immerhin ist noch kein Drittel der Saison gespielt.

Aktuell geht Rapid aber als Favorit in jede Partie. Das bringe aber nur etwas, wenn dieser Status am Platz bestätigt wird: "Mein wichtigster Job dieser Tage ist es, die Jungs auf ihren Zehenspitzen zu halten. Ich weiß, dass wir die Qualität haben, aber ich pushe sie jeden Tag. Denn in dem Moment, wo wir damit aufhören, geht es in die andere Richtung", hielt Hoff Thorup den Finger oben.

Eine hohe Verantwortung für ihn, gab er zu: "Aber ich muss ganz ehrlich sein, ich sehe mein Team einfach gerne Fußball spielen. Wie sie sich gegenseitig unterstützen, wie sie miteinander feiern. Solange dieses Vertrauen in der Truppe ist, könnten wir uns auch schlechte Leistungen erlauben, ohne dass es uns zu sehr beeinflusst."

Und Horn mache es "sehr, sehr viel Mut, was wir gerade für einen Fußball spielen".

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