"Ich persönlich bin immer besonders motiviert"

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Nach dem 3:1 bei der Wiener Austria gibt Salzburg-Trainer Oscar Einblick, warum ihm die Schlager-Spiele in der österreichischen Bundesliga so gut gefallen.

"Ich persönlich bin immer besonders motiviert, wenn wir gegen Austria, Rapid und Sturm spielen. Sie sind die stärksten Gegner in der Liga, überlegen sich immer wieder neue Sachen gegen uns und ich muss mir wiederum immer wieder neue Gedanken machen und Dinge anpassen", sagt der Spanier, dessen Team zuletzt beide Wiener Vereine schlug.

Nur gegen Sturm klappte es in dieser Saison noch nicht, in eineinhalb Wochen gibt es die dritte Möglichkeit nach dem 1:3 zum Auftakt und dem 0:1 in der zehnten Runde.

Fink stellte Oscar vor Probleme

Am 17. Spieltag stellte Austria-Trainer Thorsten Fink Oscar und dessen Team auch vor Probleme, stellte nämlich auf 4-4-2 mit Raute um und so kamen die "Bullen" vor der Pause zu keinen zwingenden Chancen.

Fink: "In der ersten Halbzeit war es recht ausgeglichen, insgesamt kein schönes Spiel. Aber wir wollten das Spiel des Gegners zerstören und das Zentrum dicht machen."

Das gelang, doch das schnelle Eigentor von Christoph Martschinko nach der Pause spielte den feldüberlegenen Gästen in die Karten. "In der zweiten Halbzeit haben wir aber das schnelle 0:1 kassiert und am Ende verdient verloren", so der Austria-Trainer, der Oscar abermals gratulieren musste.

Denn nur gegen Salzburg hat Fink in der österreichischen Liga noch nicht gewonnen.


Fink und Windbichler nach 1:3 on fire:


Zick-Zack im November

Oscar ("Wir haben uns dem Spiel ganz gut angepasst") mag also Schlager, genauer gesagt Schlager-Spiele. Offenbar auch seine Mannschaft, wie ein Blick auf den Spielplan im November zeigt.

In Nizza wurde 2:0 gewonnen (3.11.), ehe es ein 1:2 in Mattersburg setzte (6.11.). Nach der Länderspiel-Pause folgte ein starkes 2:1 gegen Rapid (20.11.) sowie ein 1:1 in der Europa League in Krasnodar, wo man den russichen Premier-Liga-Klub ebenfalls an die Wand spielte (24.11.).

Wenige Tage später verlor man zu Hause gegen die Admira 0:1 (27.11.) und am Mittwoch wurde die Austria auswärts 3:1 bezwungen (30.11.).

Motivations-Probleme?

Konrad Laimer analysiert die Niederlagen gegen die Underdogs: "Über Mattersburg brauchen wir nicht reden, das war aufgrund des heftigen Regens kein Spiel in der zweiten Hälfte. Gegen die Admira waren wir die ersten 20 Minuten unterirdisch schlecht. Und wenn wir glauben, wir können so die Admira besiegen, nur weil wir davor gute Spiele abgeliefert haben, dann haben wir ja nun gesehen, was passiert. Wir müssen gegen jeden Gegner unser Spiel durchziehen. Sonst reicht es nicht."

Für seinen Trainer überwiegt das Positive: "Wir haben immer auf einem hohen Niveau gespielt in den letzten Wochen. Aber wir wissen, es gibt Dinge, die wir verbessern müssen. Deswegen befinden wir uns in der derzeitigen Situation in der Meisterschaft (fünf Punkte hinter Leader Altach, Anm.). Nichtsdestoweniger sind wir guter Dinge, dass wir mit unseren Leistungen Erfolg haben werden."


Die LAOLA1-Analyse nach dem Schlager:


Druck standgehalten

Seine Mannschaft hat indes am Mittwoch dem Druck standgehalten. Nach dem 0:1 gegen die Admira galt in Wien das Motto "Verlieren verboten", um nicht den Anschluss an ganz oben zu verlieren.

„Es war gegen die Admira kein schlechtes Spiel, da war unser Abwehrverhalten beim Gegentor nicht gut. Aber in der zweiten Hälfte waren wir nur mehr in ihrer Hälfte, nur das Tor hat gefehlt. Aber dann kommt natürlich mit so einer Niederlage der Druck auf, wenn der Abstand größer wird", weiß Andreas Ulmer nach vielen Jahren in der Bundesliga.

„Wir haben vor dem Spiel gewusst, dass es eine richtungsweisende Partie ist. Wir haben von der ersten Minute weg gezeigt, dass wir die Partie gewinnen wollen und haben uns wieder richtig viele Chancen herausgespielt. Wir können mit drei Toren gut leben und schauen, dass wir das weiter so umsetzen", so Laimer, der zum 2:0 traf und drei seiner sechs Tore für Red Bull Salzburg gegen die Austria erzielte.

Und wieder die alte Leier

"Wenn ich nach vorne komme, haue ich ihn auch rein", scherzte Laimer hinsichtlich der großen Salzburger Problematik in den vergangenen Wochen, der Chancenverwertung. "Wir müssen einfach konzentrierter und konsequenter vor dem Tor sein. Das ist das Einzige, woran es derzeit hapert."

Ulmer gibt ihm Recht: "Jeder könnte von uns eine Portion Kaltschnäuzigkeit drauflegen."

Die nächste Chance bietet sich am Samstag, wenn es zu Hause gegen Leader Altach geht. Zumindest von der Tabellen-Position her ist es ein weiteres Schlager-Spiel für Salzburg.


Die Highlights der Partie:



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