Mählich: Attraktiver Fußball "oben auf der Liste"

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Die intensiven Diskussionen über die Attraktivität des Spiels beim SK Sturm Graz unter seiner Anleitung sind wohl auch Roman Mählich nicht fremd.

Der Coach der Steirer gelobt Besserung, zumindest ist eine Steigerung der Attraktivität sein Ziel für die neue Saison, wie er in der "Sky"-Sendung "Talk und Tore" zu Protokoll gibt:

"Wir wollen in erster Linie unser Spiel verbessern. Ich denke, dass wir defensiv gut organisiert sind. Aber wir müssen und wollen - das steht ganz oben auf der Liste - in den nächsten Monaten auch zeigen, dass wir in der Offensive besser Fußball spielen können, als wir das bis jetzt gezeigt haben - immer unter der Prämisse, nicht auf die Defensive zu vergessen."

Warum kommen Stürmer nicht zum Zug?

Welche Angreifer die Tore erzielen sollen, wird sich weisen. Mit Arnel Jakupovic, Emeka Eze, Philipp Hosiner und Markus Pink stehen vier Mittelstürmer im Kader, auf die Mählich zuletzt jedoch kaum setzte. Stattdessen schenkte er meist Lukas Grozurek von Beginn an das Vertrauen.

"Über einzelne Spieler zu diskutieren, ist für Außenstehende immer schwierig. Ich weiß aber, dass es passiert", betont Mählich und verweist darauf, dass er die Spieler jeden Tag im Training sehen würde: "Und dann beschäftige ich mich möglicherweise intensiver mit unseren jeweiligen Gegnern, als das Außenstehende machen. Ich habe die Verantwortung, ich liebe diese Verantwortung und so lange ich Trainer bin, spielt derjenige im Sturm, den ich für den Richtigen halte. Ganz einfach."

Öffentliche Transfer-Wünsche wären "unkorrekt"

Der 47-Jährige verweist zudem darauf, dass er bis jetzt zumeist Systeme mit nur einem Angreifer habe spielen lassen. Ob er sich im Sommer einen Stürmer als Neuzugang wünsche? Dieser Frage weicht der Sturm-Coach aus:

"Wir sind in einer Phase, in der es um sehr viel geht. Ich denke, es wäre ein komplett falsches Signal an unsere Spieler, wenn ich hier über einzelne Positionen sprechen würde. Wir haben eine gute Mannschaft, die zu den sechs Besten in Österreich gehört. Wir haben immer noch das Ziel, nächste Saison europäisch zu spielen. So lange wir die Möglichkeit haben, wird es von mir in der Öffentlichkeit keine Wünsche geben. Das wäre total unkorrekt unseren jetzigen Spielern gegenüber."

Koch kein Vorbote eines Lovric-Abgangs

Ein Teil der Sturm-Zukunft wird aller Voraussicht nach Tobias Koch sein. Der 18-Jährige wurde beim 1:3 in Salzburg eingewechselt und feierte somit sein Bundesliga-Debüt. Gemeinsam mit Michael John Lema gehört er zu den Hoffnungsträgern aus dem eigenen Nachwuchs.

"Ich stelle nicht nach Geburtsurkunde auf", stellt Mählich klar, "wenn ich im Training den Eindruck habe, dass die Jungs das Zeug haben, richtig gute Fußballer zu werden, dann denke ich, kann es nicht zu früh sein, ihnen auch die Möglichkeit zu geben, sich zu präsentieren. Davor habe ich keine Angst. Das ist auch keine Vorgabe des Vereins, sondern meine Einstellung zu dem Ganzen."

Mit Sandi Lovric droht im Sommer im zentralen Mittelfeld ein Abgang. Der Hintergedanke, deswegen Koch auf dieser Position zu forcieren, bestehe nicht:

"Um ehrlich zu sein, hat es nichts mit der Entscheidung, ob sich Sandi Lovric entscheidet, in Graz zu bleiben, zu tun. Koch ist noch sehr jung, ich will gar nicht zu viel über ihn reden. Aber er hat eine tolle Vorbereitung gespielt. Er hat in der Türkei gegen gute Mannschaften gezeigt, dass er es irgendwann einmal schaffen kann."

Textquelle: © LAOLA1.at

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