"Wenn wir nicht auf den Platz bekommen, was der Trainer will, können wir wie in Salzburg auch mal richtig unter die Räder geraten."
Die Nachfrage nach den Erfolgsfaktoren gerät dann zum Ping-Pong zwischen Coach und Kickern: "Wir hatten eine extrem gute Vorbereitung vor der Saison, in der wir noch mehr verstehen konnten, was der Trainer von uns möchte. Wir verfolgen seinen Plan und jeder weiß, was er zu tun hat."
Hoff Thorup gibt zurück: "Trainerarbeit ist ein Teil davon. Aber wenn die Spieler dem nicht folgen, zuhören und hart arbeiten, ist nichts möglich. Ich versuche, sie zu inspirieren, aber wenn sie dem nicht folgen, ist ein Coach egal."
Die Fans dürfen ruhig gut drauf sein
Die dänische Coolness des Trainers tut dem Verein beim Erwartungshaltungsmanagement wohl auch gut. Wobei Euphorie und gute Laune sicher nicht verboten sind: Dass die Stimmung bei allen passt, war auch für Außenstehende deutlich spürbar.
Dass es bei Rapid immer darum geht, die Bäume nicht in den Himmel wachsen zu lassen, ist nur eine weitere Aufgabe, die sich der Coach auf die Fahnen heftet.
Aber dosiert. Schon zuletzt betonte Hoff Thorup, dass die Fans doch ruhig träumen dürften: "Wir sind nicht hier, um die Passion zu killen. Die Fans sind ein großer Teil dessen, warum wir das Team und seine Leistungen ändern konnten."
Alles kann sich ganz schnell drehen
Gute Stimmung kann schließlich auch zum Wegbereiter werden, Leistung oben zu halten. Auch nicht zu vergessen.
"Aber ich muss die Spieler erinnern, dass es immer nur um das nächste Training und Spiel geht, denn wir sind im Oktober. Aber wenn wir den Rest der Saison so gestalten, kann es viele gute Tage für uns geben. Wichtig ist nur, dass wir so weitermachen."
Das betont auch Horn: "Wenn wir nicht auf den Platz bekommen, was der Trainer will, können wir wie in Salzburg auch mal richtig unter die Räder geraten. Wenn wir unser Spiel durchdrücken und das spielen, was verlangt wird, was uns als Mannschaft stark macht, sind wir zu 100 Prozent ein Team, das ganz oben mitspielen kann und muss."