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Rapid und die Euphorie? "Nicht hier, um die Passion zu killen"

Während die Fans zum Träumen sogar animiert sind, ist das im Team nur ein Aspekt, den es zu managen gilt. Allen ist klar, dass es um eine Momentaufnahme geht.

Rapid und die Euphorie? "Nicht hier, um die Passion zu killen" Foto: © GEPA

Ein starker Saisonstart ist keine neue Erfahrung beim SK Rapid.

Dass er im weiteren Verlauf der Spielzeit relativiert werden kann, hat sich zuletzt immer noch bewahrheitet. Die erste Länderspielpause im Oktober konnte dabei oft einen ersten Knackpunkt darstellen.

2026 ist keine Spur davon. Die längste derartige Unterbrechung seit jeher war den Wienern auf der Gugl in keinem Moment anzumerken.

"Ich sah es an den meisten Spielern, die noch da waren. Die haben mit einem guten 'Flow' gespielt, das Testspiel in Venedig war auf einem guten Level. Die Trainings waren auch gut. Und wir haben Leistungstests gemacht, als die Spieler von den Nationalteams zurückkamen - und die Zahlen waren sogar besser", machte sich Johannes Hoff Thorup keine Gedanken über einen möglichen Knick.

Dadurch ging sein Mantra besser auf als beim Denkzettel in Salzburg: "Wir haben es geschafft, weiter so zu spielen, wie wir wollen" - und nicht so, wie es der Gegner diktiert.

Horn sieht "anderes Rapid"

Manch einer kennt den Zustand, gute Form nicht bewahren zu können, aus der Vergangenheit. Viele Änderungen am Kader gegenüber der mäßigen Vorsaison gab es ja nicht.

Jannes Horn etwa. Der Außenverteidiger teilt aber das Selbstvertrauen, dass es trotz eines ähnlichen Kaders diesmal anders laufen wird: "Dieses Jahr ist es meiner Meinung nach ein anderes Rapid, ein stärkeres Rapid, weil wir einfach noch mehr begreifen, wie der Trainer spielen lassen will. Und weil wir sehr großes Vertrauen ineinander haben. Jeder weiß, was den anderen stark macht."

"Wenn wir nicht auf den Platz bekommen, was der Trainer will, können wir wie in Salzburg auch mal richtig unter die Räder geraten."

Jannes Horn bleibt fokussiert

Die Nachfrage nach den Erfolgsfaktoren gerät dann zum Ping-Pong zwischen Coach und Kickern: "Wir hatten eine extrem gute Vorbereitung vor der Saison, in der wir noch mehr verstehen konnten, was der Trainer von uns möchte. Wir verfolgen seinen Plan und jeder weiß, was er zu tun hat."

Hoff Thorup gibt zurück: "Trainerarbeit ist ein Teil davon. Aber wenn die Spieler dem nicht folgen, zuhören und hart arbeiten, ist nichts möglich. Ich versuche, sie zu inspirieren, aber wenn sie dem nicht folgen, ist ein Coach egal."

Die Fans dürfen ruhig gut drauf sein

Die dänische Coolness des Trainers tut dem Verein beim Erwartungshaltungsmanagement wohl auch gut. Wobei Euphorie und gute Laune sicher nicht verboten sind: Dass die Stimmung bei allen passt, war auch für Außenstehende deutlich spürbar.

Dass es bei Rapid immer darum geht, die Bäume nicht in den Himmel wachsen zu lassen, ist nur eine weitere Aufgabe, die sich der Coach auf die Fahnen heftet.

Aber dosiert. Schon zuletzt betonte Hoff Thorup, dass die Fans doch ruhig träumen dürften: "Wir sind nicht hier, um die Passion zu killen. Die Fans sind ein großer Teil dessen, warum wir das Team und seine Leistungen ändern konnten."

Alles kann sich ganz schnell drehen

Gute Stimmung kann schließlich auch zum Wegbereiter werden, Leistung oben zu halten. Auch nicht zu vergessen.

"Aber ich muss die Spieler erinnern, dass es immer nur um das nächste Training und Spiel geht, denn wir sind im Oktober. Aber wenn wir den Rest der Saison so gestalten, kann es viele gute Tage für uns geben. Wichtig ist nur, dass wir so weitermachen."

Das betont auch Horn: "Wenn wir nicht auf den Platz bekommen, was der Trainer will, können wir wie in Salzburg auch mal richtig unter die Räder geraten. Wenn wir unser Spiel durchdrücken und das spielen, was verlangt wird, was uns als Mannschaft stark macht, sind wir zu 100 Prozent ein Team, das ganz oben mitspielen kann und muss."

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