"Da waren so viele Dinge, die für uns auf einem hohen Level sind: Mindset, Mentalität, auch die Chancen der ersten Hälfte, wo wir schon treffen sollten."
Unverdient war der Ausgang deswegen nicht. "Besonders wir haben einen großen Teil dazu beigetragen, muss man einfach so sagen. Die ganze erste Halbzeit hat hier nur Rapid gespielt. Wir hatten sehr viel Ballbesitz, haben den Gegner laufen lassen", betonte Horn.
"Das ist nicht selbstverständlich, besonders beim LASK, einer sehr starken Mannschaft. Aber wir haben probiert, ihre Stärken zu nehmen. Das haben wir sehr gut hinbekommen, sie gar nicht ins Spiel kommen lassen."
Ungeachtet der Tatsache, dass nur eine knappe Abseitsstellung den alten Spruch mit den "Toren, die man nicht schießt", kein weiteres Mal zur Realität werden ließ. Und gegen Ende schon gefragt war, sich in manchen Abschluss zu werfen.
Die dritte Chance saß
Weil Ercan Kara bei der dritten riesigen Gelegenheit doch den richtigen Abschluss fand. Mit etwas Ballglück, als Lukas Jungwirth nicht zum Nachfassen kam.
"Wichtig, dass du zu Chancen kommst, weil dann kommt das Tor auch", ließ der Stürmer wieder einen seiner unverwechselbar trockenen Kommentare mit einer Selbstverständlichkeit fallen, die besonders bei der zweiten Möglichkeit und dem verpassten Moment zum Abschluss fehlte.
Am Ende egal. "Ich bin stolz, dass wir so dominant gespielt haben. Das ist nicht einfach, hierher zu kommen und so einen Fußball zu spielen."
So spielen, "wie wir es wollen"
Und den Trainer freute dieses "Wie" sowieso mehr als das "Was". "Ich bin glücklicher über die Performance, als über den Sieg. Es war ein wichtiger Schritt für uns, gegen eines der Besten, wenn nicht das beste Team der Liga so zu spielen, wie wir es wollen", betonte Johannes Hoff Thorup.
Da waren ihm auch einmal vereinzelte Anlässe zur Kritik egal. "Es wäre nach so einem Spiel falsch, mich auf die schlechten Dinge zu konzentrieren. Da waren so viele Dinge, die für uns auf einem hohen Level sind: Mindset, Mentalität, auch die Chancen der ersten Hälfte, wo wir schon treffen sollten."
Die Schwierigkeit an einem hohen Level ist halt, es langfristig zu halten. Die nächste Aufgabe lässt nur fünf Tage auf sich warten. Sie wird mit dem TSV Hartberg daheim nicht so hochkarätig wie die nächste des LASK, würde aber ähnlich viel zählen wie ein Sieg auf der Gugl. Schließlich ist gerade mal ein Saisonviertel vorbei.