Rapid rechnet nicht mit Verbleib von Ljubicic

Rapid rechnet nicht mit Verbleib von Ljubicic
 

Rapid-Trainer Didi Kühbauer ist das Thema des Tages - seine Vertragsverlängerung für zwei weitere Jahre bis Saisonende 2022/23 ist endlich in trockenen Tüchern, die störenden Zeiten sind vorbei.

Somit ist der 49-Jährige zusammen mit Sportdirektor Zoran Barisic auch in die Kaderplanung für die kommende Saison involviert und wird wieder versuchen, ein schlagkräftiges Team zusammenzustellen.

Einer wird in diesem wohl nicht mehr zu finden sein: Dejan Ljubicic. Kühbauer hat wenig Hoffnung, auch in der kommenden Saison auf den aktuellen Rapid-Kapitän zählen zu können.

"Man kann nicht wissen, wer weggeht und was kommt. Wir haben schon zwei Spieler fix (Anm.: Bruder Robert Ljubicic vom SKN St. Pölten und Marco Grüll von SV Ried). Aber bei Dejan wird es so sein, dass wir ihn leider nicht mehr bei uns haben werden", gesteht der Cheftrainer und offenbart damit erstmals öffentlich, was schon seit langem spekuliert wird.

"Ich weiß nicht, wo er hingeht, sondern glaube schon, dass er gute Angebote hat. Er wird wohl den Klub wechseln, was mir wehtut, weil er auf einem unglaublich guten Weg war. Aber es steht jedem frei, sich einen anderen Verein zu suchen", schwingt bei Kühbauer Wehmut mit, sich von einem loyalen Leistungsträger verabschieden zu müssen: "Ljubicic hat es in seiner Rapid-Zeit super gemacht."

Ljubicic als Vorbild für anderen Weg als jenen von Salzburg

Sein steiler Weg nach oben könnte als gutes Beispiel für andere junge Spieler dienen, sich bei Rapid über den eigenen Nachwuchs, Leihe, Rückholaktion bis hin zum Rapid-Kapitän zu mausern.

"Wir werden jeden Jungen unterstützen, bei dem einen geht es schneller, beim anderen langsamer. Es liegt an den Spielern, wo die Reise hingeht, dass sie uns irgendwann helfen können. Aber man kann nicht erwarten, dass immer gleich sechs Spieler es sofort in die Kampfmannschaft schaffen", bremst Kühbauer trotz aller Unterstützung des jungen Weges.

Zwar sei man stolz, in letzter Zeit viele Youngster nach oben gebracht zu haben, dies sei jedoch ein schwerer Weg und keine Selbstverständlichkeit. Hierbei wagt Kühbauer auch einen Vergleich mit RB Salzburg, wo einfach eine andere Herangehensweise da sei und man sich von einen Spieler in dem Alter um 3 Millionen Euro schon mehr erwarten kann.

"Wir gehen einen anderen Weg und ich hoffe, der ist auch gut", hält Kühbauer fest, der weiß, dass der Tausch von Dejan Ljubicic und Bruder Robert Ljubicic nicht die einzige Rochade bleiben könnte.

Viele Fragezeichen in Corona-Zeiten

In puncto Vertragsverlängerungen kommen nämlich entscheidende Wochen auf Rapid zu. Corona macht die Planung aber alles andere als einfach.

"Jeder Trainer wünscht sich, dass er Klarheit hat. Ich weiß, wer uns guttut, ich hätte gerne, dass der Großteil bleibt, aber Corona hat das weitaus schwieriger gemacht. Aber da ist Zoran Barisic der bessere Ansprechpartner."

Nachsatz: "Es war letztes und dieses Jahr sehr schwierig durch Corona. Trotzdem werden wir auch nächste Saison wieder eine Mannschaft auf den Platz stellen, die Freude machen wird."

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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