Davon hängt Murg-Transfer ab

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Deni Alar (Leihe zu Levski Sofia), Andrei Ivan (zurück zu Krasnodar), Ivan Mocinic und Patrick Obermüller (leihweise zu TSV Hartberg) haben den SK Rapid bereits verlassen. Der Wechsel von Boli Bolingoli zu Celtic Glasgow ist ebenfalls fix.

Doch trotzdem wird man im Umfeld der Grün-Weißen das Gefühl nicht los, dass Spieler mit noch größerer Strahlkraft dem Verein ebenfalls noch im Sommer den Rücken kehren werden.

Stefan Schwab, Richard Strebinger, Dejan Ljubicic oder Mert Müldür sind weitere Namen, allen voran aber wohl Thomas Murg. Dass es Anfragen für den 24-jährigen Steirer gibt, ist kein Geheimnis und bestätigte der Spieler selbst. In den letzten Wochen, Monaten und Jahren wurde er mit Klubs wie Atalanta Bergamo, Werder Bremen oder 1. FC Köln in Verbindung gebracht.

Zuletzt hörte LAOLA1 im Zusammenhang mit Murg auch von Lokomotive Moskau. Murgs Berater Thomas Böhm von "Grass is Green" will sich an Gerüchten wie diesem nicht beteiligen, kommentiert (noch) keine Namen und hält sich bedeckt, wie konkret die Angebote sind. Trotzdem glaubt er, dass sein Klient "reif für den nächsten, größeren Schritt" ist.

Das Motto: Alles kann, nichts muss.

Auslands-Transfer wird gecheckt

Derzeit weilt Murg im Trainingslager der Hütteldorfer im oberösterreichischen Bad Zell und nimmt ganz normal am Trainings-Alltag teil - so wie er es die vergangenen dreieinhalb Jahre gemacht hat.

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Seinen Vertrag hat der quirlige Offensivspieler mit ausgeprägter Technik erst im Herbst bis 2022 verlängert. Kein Wunder also, dass Rapid den Leistungsträger, der trotz Seuchen-Saison auffällig positiv agierte und Interesse weckte, nicht unter vier Millionen Euro gehen lassen will.

"Es waren ja schon letztes Jahr Angebote da und es stimmt ja auch, wie es immer geschrieben wird. Für uns ist es so, dass wir ganz klar viele Gespräche führen. Er hat aber Vertrag. Trotzdem ist es so, dass es für uns interessant ist, dass er vielleicht sogar einmal den Sprung ins Ausland macht. Es ist kein Muss, aber eine Situation, wo das von uns gecheckt wird", bestätigt Böhm gegenüber LAOLA1.

Die Vorgehensweise ist nicht mehr als passiv einzustufen. Viel mehr wird aktiv sondiert, was der Markt hergibt - so verfährt man bei anderen Spielern auch. Murg ist begehrt, das ist kein Geheimnis.

"Interessant für verschiedene Vereine"

Trotzdem ist die letzte Entscheidung über einen vorzeitigen Abschied, anders als einige Medien bereits berichteten, noch nicht gefallen. Für den Familienvater muss die Gesamtsituation passen, er selbst betonte, dass er nicht einfach so seinen Status bei Rapid aufgeben würde. Auch sein Manager betont, wie wohl er sich im Westen Wiens fühlt.

Trotzdem wird nicht abgestritten, dass sich einige Klubs gerne die Dienste des Mittelfeld-Akteurs sichern würden. "Ich glaube, dass Thomas auf einem sehr hohen Niveau spielt, auch aufgrund seiner Auftritte in der Europa League. Man hat das schon in der Vergangenheit gesehen, dass er schon interessant für verschiedene Vereine ist. Da muss man einfach schauen, ob das immer alles richtig ist", erklärt sein Berater.

Murg will nicht unbedingt weg

Murgs Zitat "Auf Muss bin ich nicht weg" in der "Krone" unterstreicht auch Böhm: "Es ist auch nicht so, dass Thomas unbedingt weg will. Er fühlt sich ja sehr wohl bei Rapid. Die Situation ist so, dass wir logischerweise die Augen und Ohren offen halten. Er ist halt einfach ein interessanter Spieler."

Allerdings sei es nicht der Fall, dass konkrete Angebote bereits auf dem Tisch liegen, wie es teilweise geschrieben wird. Auch eine Deadline für die Entscheidungsfindung setzt man sich in Absprache mit dem Spieler wohl nicht, somit könnte sich das Thema auch bis in den Spätsommer, wenn die Transferfenster in diversen Ländern schließen, ziehen.

Auslands-Überlegung? Logische Schlussfolgerung mit 24 Jahren

Irgendwann in einer Karriere kommt jedoch ein Punkt, wo sich ein Spieler fragt: Wohin geht mein Weg noch? War es das? Reicht mir das Erreichte bereits? Bleibe ich in Österreich? Oder wage ich das Abenteuer Ausland?

Im Alter von 24 Jahren ist es nur eine logische Schlussfolgerung, dass sich Murg mit diesen Fragen beschäftigt. "Ich glaube einfach, dass das für einen Spieler mit dem Niveau von Thomas Murg einfach schon sehr berechtigt ist, auch wenn Rapid ein großer und sehr guter Verein ist. Aber es ist schon so, dass man sich Gedanken macht. Es ist ja nicht zum ersten Mal in seiner Karriere, dass Vereine aus dem Ausland an ihm interessiert sind bzw. wo Angebote da waren. Und jetzt ist es halt einfach so, dass man sagt: 'Okay, jetzt hört man sich das mal konkret an.' Das heißt aber nicht, dass was sein muss", verschafft Böhm einen Einblick.

Vorerst gilt die volle Konzentration Rapid, um auf der einen Seite gewappnet zu sein, wenn die Entscheidung doch auf einen Verbleib bei den Grün-Weißen fällt. Auf der anderen Seite ist es wichtig, mit einer guten Vorbereitung in den Beinen im Fall der Fälle ein neues Kapitel in seiner Karriere aufzuschlagen.

Tatsache ist aber auch, dass uns und auch Rapid das Transfer-"Hin und Her" rund um Murg wohl doch noch einige Zeit begleiten wird. Gerade die Hütteldorfer sollten aber alle Vorkehrungen treffen, um einen Leistungsträger wie Murg ersetzen zu können. Viel Geld würde er den Wienern definitiv in die Kassen spülen.

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Textquelle: © LAOLA1.at

Bolingoli-Transfer soll Rapid 3,5 Mio. Euro einbringen

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