Polizeikosten? Auch Austria Wien wehrt sich

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Der Vorstoß der ÖVP Niederösterreich, dass Fußballklubs künftig die Polizeikosten bei Hochrisikospielen selbst übernehmen sollten, sorgt weiter für große Aufregung.

Nach Rapid spricht sich auch Austria Wien klar gegen eine solche gesetzliche Änderung aus. "Der Bundesliga-Vorstand ist beauftragt, im Sinne aller Klubs gegen diese Absicht vorzugehen", fordert Austria-Vorstand Markus Kraetschmer.

"Wir haben ja seit vielen Jahren eine Regelung, die gutgeübte Praxis ist und die man nicht mutwillig zerstören sollte", so Kraetschmer weiter.

Der Status quo und die Vorschriften durch die Behörde sehen vor, dass Polizeikräfte, die im unmittelbaren Einflussgebiet der Stadien im Einsatz sind, durch die Klubs bezahlt werden. In welcher Stärke die Polizei im Einsatz ist, wird je nach Einschätzung eines Spiels und der Gefährdungslage sowie je nach Besucheranzahl definiert.

Zudem muss natürlich ab und bis zu einem gewissen Zeitpunkt und Ort die öffentliche Sicherheit gewahrt sein. "Und diese Mehrkosten werden durch die Gesamtheit getragen. Dieses System hat österreichweit in den vergangenen Jahren durchaus gut funktioniert", erinnert Kraetschmer. Der CEO verweist in diesem Zusammenhang darauf, dass die Bundesliga-Klubs jährlich Steuern und Abgaben im zweistelligen Millionenbereich zahlen.

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Derby-Vorfälle als Auslöser

Das Thema wurde speziell aufgrund der Vorfälle rund um das Wiener Derby Mitte Dezember aktuell. Damals wurden 1.300 Rapid-Fans am Weg zur Generali-Arena auf einer Brücke der Südost-Tangente zwecks Identitätsfeststellung angehalten. Laut Polizei kostete allein dieser Einsatz 210.000 Euro.

Werden die Planungen umgesetzt, müssten in Zukunft die Vereine dafür zahlen und nicht die Allgemeinheit. "Der Anmarsch und die Anhaltung der Rapid-Fans erfolgten in einer Entfernung zur Generali-Arena, die nicht im Einflussbereich Austrias lag", wehrt sich Kraetschmer dagegen.

"Die Bundesliga und Ihre Klubs haben immer betont, dass wir für einen konstruktiven Dialog mit unserem jahrelangen Kooperationspartner BMI zur Verfügung stehen – allerdings sollte dieser faktenbasierend und nicht auf Grund populistischer Forderungen erfolgen", fordert der AG-Vorstand.

Textquelle: © LAOLA1.at

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